USA schließen weitere Kredite für IWF aus

Die USA weigern sich im laufenden Wahlkampf, mehr Geld für die Krisenbekämpfung auszugeben. Japan ist für Gespräche offen.

IFW-Chefin Christine Lagarde
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IFW-Chefin Christine Lagarde
(c) EPA (Stephen Jaffe / Imf Handout)

Die IWF-Pläne zur Kapitalaufstockung zwecks Krisenbekämpfung stoßen weltweit auf ein geteiltes Echo: Während die USA weitere Beiträge ablehnten, zeigte sich Japan am Donnerstag offen für Gespräche. "Wir befinden uns nun in einem Stadium, wo wir die Verhandlungen starten", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter Japans.

Bisher habe sich Japan nicht zu bilateralen Darlehen an den IWF verpflichtet, um Europas Anstrengungen zur Beendigung der Schuldenkrise zu unterstützen. China stellte sich ebenfalls hinter die Bemühungen des IWF, seine Schlagkraft zu erhöhen. Man stehe hinter den G-20-Beschlüssen, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Allerdings erteilte die Volksrepublik keine Zusage für weitere Gelder.

Wahlkampf in den USA

Die USA haben der Bereitstellung von weiteren Ressourcen für den IWF eine Absage erteilt. "Wir haben unseren internationalen Partnern mitgeteilt, dass wir keine Absicht haben, dem IWF zusätzliche Ressourcen bereitzustellen", sagte eine Sprecherin des US-Finanzministeriums. Beobachter erwarten nicht, dass die Regierung in Washington mitten im Wahlkampf ihre Meinung ändert. Präsident Barack Obama stellt sich im November zur Wiederwahl.

Der IWF strebt danach, seinen Fonds um bis zu 600 Milliarden Dollar (468 Milliarden Euro) aufzustocken, um auf den gestiegenen Finanzierungsbedarf reagieren zu können. 500 Milliarden Dollar sollen für Kredite genutzt werden und die restlichen 100 Milliarden Dollar als "Schutzpuffer".

 

(APA)

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