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Russland liefert weniger Gas nach Österreich

03.02.2012 | 16:14 |   (DiePresse.com)

Die Liefermenge von Gas aus Russland nach Österreich ist um 30 Prozent gesunken. Auch andere EU-Länder erhalten weniger Gas.

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Wegen der Kältewelle im eigenen Land liefert Russland nach Angaben der EU weniger Gas in die Europäische Union. Betroffen seien bisher acht Länder, sagte die Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Brüssel. Dazu zählten Italien, Griechenland, Österreich, Polen, Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Besonders stark sei die Liefermenge in Österreich gesunken, wo 30 Prozent weniger Gas angekommen sei als gewöhnlich.

Verbraucher und Industrie müssten aber keine Engpässe fürchten. "Wir befinden uns nicht in einer Notfallsituation", sagte die Sprecherin. "Die Erdgaslager in der EU sind voll." Jeder Mitgliedstaat habe Vorräte für zumindest einen Monat, zudem könnten sich Länder bei anderen Staaten Gas zukaufen.

"Im Rahmen der Verträge"

Dabei betonte die Sprecherin, dass es die Lieferverträge Russland durchaus erlaubten, die Lieferungen nach Europa zu drosseln, wenn das Land mehr Gas für den Eigenbedarf benötige. "Die Verträge geben Russland diese Flexibilität. In Moskau war es in den vergangenen Tagen minus 20 Grad kalt." Die EU stehe im Kontakt mit den russischen Behörden und habe auch Experten hinzugezogen. Von der Ukraine wünsche man sich, "dass die Ukraine zu allen Zusagen steht".

Nach Beschwerden europäischer Energieunternehmen über geringere Gaslieferungen aus Russland hat dagegen die Ukraine als wichtigstes Transitland Moskau die Schuld gegeben. Der russische Staatskonzern Gazprom pumpe jeden Tag 75 Millionen Kubikmeter weniger Gas in die Pipelines als vereinbart, sagte Energieminister Juri Boiko am Freitag in Kiew nach Medienangaben. Gazprom hatte am Vortag Lieferkürzungen dementiert und die Ex-Sowjetrepublik seinerseits indirekt beschuldigt, illegal Gas aus Transitleitungen abzuzapfen.

Streit zwischen Russland und Ukraine

Kiew hingegen beteuert, alle Verträge zu erfüllen. Allerdings sagte der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow, das finanziell angeschlagene Land habe allein an den vergangenen drei Tagen wegen der Eiseskälte etwa eine Milliarde Kubikmeter Gas verfeuert. Diese Menge würde sonst zwei Wochen reichen, sagte Asarow.

Zwischen Russland und der Ukraine gibt es immer wieder Streit um Gaslieferungen und -preise. Zuletzt hatte ein "Gaskrieg" 2009 zu wochenlangen Lieferengpässen auch in der EU geführt. Danach hatten die EU-Staaten ihre Lager ausgebaut und nach Alternativen gesucht.

 

(APA)

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12 Kommentare
derfreund
03.02.2012 20:34
0 0

Russland, der gute Partner von Österreichern

laesst die östrr. Hintern etwas frieren! Unter guten Freunden nicht Redewert! Besonders Presseposter wollten kein Gas durch die Türkei kommend. Etwas pech könnten selbst die Österreicher vertragen!

Iason
03.02.2012 19:56
0 0

Es wird Zeit, dass wir das Schiefergas in Österreich nutzen


fefe
03.02.2012 17:13
4 0

Erderwärmung

Diese Kältewelle ist sicher ein natürlicher Effekt, der die Erderwärmung bestätigt, wird man demnächst von Wissenschaftlern hören.

Antworten Walter2
03.02.2012 18:07
0 0

Re: Erderwärmung

Erderwärmung ist kein "gemütlicher Temperaturantieg" (in Europa), sondern der Durchschnittswert der Temperaturen auf dem kompletten Globus.

Also, ganz, ganz stark vereinfacht, -3° "Oben" und +4° "Unten" ist eine Erwärmung um +1°. Und genau diese "wachsenden Unterschiede" sind (normalerweise) von Wetterextremen begleitet.

Das Phänomen der Erderwärmung wird aber mittlerweile von niemand mehr ernsthaft bestritten, worüber man sich streitet sind die möglichen Ursachen.

Antworten Antworten Iason
03.02.2012 20:05
0 0

Re: Re: Erderwärmung

Besser Erwärmung als Eiszeit, oder?

Antworten Antworten Gast: Prof. Kalt
03.02.2012 18:21
1 0

Re: Re: Erderwärmung

Richtig. Und wenn durch die Erderwärmung der Golfstrom aufhört zu strömen ist ohnehin Eiszeit in Europa!

Antworten Antworten Antworten Iason
03.02.2012 20:07
0 0

Re: Re: Re: Erderwärmung

Wenn sich der Goldfstrom ändert, dann sollten wir uns in Europa etwas überlegen. Aber noch ist es nicht so weit und die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten paar hundert Jahren so etwas erleben ist nahezu Null.

Antworten Antworten Antworten hw007
03.02.2012 18:59
0 0

Re: Re: Re: Erderwärmung

das kann eintreten!
nur jene, die die Erde nicht als Kugel sondern nur aus Österreich sehen, können das nicht erkennen.

Antworten Antworten Antworten Antworten fefe
03.02.2012 20:30
0 1

Re: Re: Re: Re: Erderwärmung

Ja, es gab eine Zeit, da war die offizielle Meinung, dass die Erde eine Scheibe ist. War auch aktueller Stand der Wissenschaft. Genauso sehe ich das heute. Der Mensch hat keinerlei Einfluss auf Klima und Wetter und keinen Einfluss darauf. Man kann vielleicht ein paar Wolken abschießen, aber das ist es schon.

Antworten Antworten fefe
03.02.2012 18:12
1 0

Re: Re: Erderwärmung

Die weltweite Erderwärmung ist schon strittig. Jedenfalls meine eigene Erfahrung - resp. das was ich von den Bewohnern dort gehört habe - ist es, dass es auf der südlichen Halbkugel eher nicht mehr so heiß ist - auf Höhe Madagaskar beispielsweise - wie noch vor zehn Jahren.

Es ist selbstverständlich positiv, wenn es wärmer wird. Dann wächst viel mehr. Das war schon um 1200 beispielsweise so, da ist in Norwegen Wein gewachsen, weil es so warm war und die Menschheit hat das problemlos überlebt. Also mehr Pflanzenwuchs und weniger Heizenergie.

Antworten Antworten Antworten hw007
03.02.2012 19:02
0 0

Re: Re: Re: Erderwärmung

tja, so ist das, man nimmt nur das auf was man hören will, stimmt's?

Antworten Antworten Antworten Antworten fefe
03.02.2012 19:16
1 0

Re: Re: Re: Re: Erderwärmung

Das liegt in der Natur des Menschen. Wird Ihnen wohl auch nicht anders gehen. Aber wärmer wäre mir nicht unangenehm.