Wien/Budapest/Ag./Eid. „Statt sofort zu reagieren, Flüge zu übernehmen und so mehr Geschäft zu machen, beschäftigt man sich nur mit sich selbst.“ Während sich AUA-Bodenbetriebsratschef Alf Junghans ärgert, dass die AUA nicht von der Pleite der ungarischen Malév profitiert, hat das die Billigairline Ryanair getan. Sie hat mit der ungarischen Regierung und dem Flughafen Budapest einen Notfallplan ausgearbeitet.
Ab 17.Februar richtet Ryanair eine Basis auf dem Flughafen Budapest ein. Ab Mitte Februar will die irische Fluglinie 31 Strecken von der ungarischen Hauptstadt aus bedienen. Dazu sollen zwei Boeing 737-800 sofort, zwei weitere ab dem Sommerflugplan stationiert werden. Bereits jetzt arbeiten 700 ungarische Piloten und Flugbegleiter für Ryanair, die am Dienstag einen Bewerbungstag für Malév-Personal veranstaltet hat.
Seit Montag fliegt die Air Berlin täglich Berlin–Budapest. Gestrandete Malév-Passagiere können bis Mittwoch um 49 Euro (oneway) auf Air Berlin umbuchen. Auch die Lufthansa und die Billigfluglinie Wizzair haben ihre Kapazitäten nach Budapest aufgestockt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2012)
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