In Athen sickern erste Details aus dem neuen Sparprogramm der griechischen Regierung durch. Wie aus Berichten der griechischen Presse vom Mittwochabend im Internet hervorgeht, müssen sich die Arbeitnehmer des Landes auf drastische Einschnitte einstellen. Demnach sollen alle Löhne in der Privatwirtschaft solange eingefroren werden, bis die Arbeitslosenquote von heute mehr als 19 Prozent auf 10 Prozent gefallen ist.
Zudem solle der Mindestlohn um 22 Prozent auf 590 Euro gesenkt werden, für junge Leute unter 25 Jahren soll die Kürzung noch drastischer ausfallen. Schließlich sollen die Pensionen der als reich geltenden Pensionskassen von Banken sowie Telefon- und Elektrizitätsgesellschaft um 15 Prozent reduziert werden. Die Regierung bekräftigte auch ihre Absicht, dass 150.000 Staatsbedienstete bis 2015 gehen sollen.
Die Regierung hatte sich nach zähen Verhandlungen mit der "Troika" aus EU, IWF und EZB auf neue Sparanstrengungen geeinigt. Am Mittwochabend traf Ministerpräsident Lucas Papademos mit den Vorsitzenden der drei Regierungsparteien zusammen, um sich deren Unterstützung zu sichern.
(APA)
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