26.05.2012 20:26 | Meine Presse Merkliste 0

Lufthansa-Chef: "Wir müssen raus aus der Komfortzone"

10.02.2012 | 13:03 |   (DiePresse.com)

Konzernchef Franz avisiert den Mitarbeitern unpopuläre Maßnahmen. Auch das Management wird von den Sparmaßnahmen nicht verschont.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die deutsche AUA-Konzernmutter Lufthansa nimmt bei ihrem neuen Sparprogramm "Score" vor allem die internen Abläufe ins Visier. "Wir müssen sämtliche Prozesse und Strukturen kritisch hinterfragen und auch unpopuläre Maßnahmen treffen", schreibt Lufthansa-Chef Christoph Franz an die Mitarbeiter. Die Veränderungen und Sparmaßnahmen werden auch beim Management nicht haltmachen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an.

Er wiederholte das Ziel, das operative Ergebnis nachhaltig um 1,5 Milliarden Euro im Jahr zu verbessern. Nur so könnten die geplanten Investitionen in neue Flugzeuge und Produkte gestemmt werden. Das Programm schließt alle Konzernbereiche und Gesellschaften ein und sieht neben dem Sparen auch Umsatzsteigerungen vor.

Franz sieht Langstrecke unter Margendruck

Franz sieht das größte Luftfahrtunternehmen Europas unter einem zunehmenden Margendruck auf der bisher noch profitablen Langstrecke. Der harte Wettbewerb in Europa mit den sogenannten Billigfliegern werde sich eher noch steigern, zumal zusätzliche Kosten über den Emissionshandel und Luftverkehrssteuer zu schultern seien.

Auf einer Führungskräfteveranstaltung waren erste Grundzüge des Sparprogramms deutlich geworden. "Wir müssen raus aus der Komfortzone", hatte Franz dort gefordert. Im Mittelpunkt stehe die Verschlankung der administrativen Bereiche. "Denn wir müssen uns zukünftig noch mehr mit dem Kunden und weniger mit uns selbst beschäftigen", forderte Franz.

Die neu installierten Spar-Manager Josef Bogdanski und Jörg Beißel kündigten an, dass zunächst die Nachbarschaftsverkehre zwischen den verschiedenen Konzerngesellschaften optimiert würden. Sparpotenzial gebe es zudem im gemeinsamen Einkauf und bei den Verwaltungskosten.

Am Nachmittag findet in Wien eine Aufsichtsratssitzung der AUA statt, in der der Vorstand ebenfalls über den Sparkurs informieren will.

(APA/Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

3 Kommentare
Gast: ff7
10.02.2012 15:03
0 1

Franz bezieht wohl immer noch sein komfortables Gehalt

"Wir" meint vermutlich nur irgendwelche Anderen.

lb15
10.02.2012 14:39
0 0

Jetzt ist mir WHHW zuvorgekommen!

Für die Economy - class, vor allem auf der Langstrecke, ist die Forderung von Herrn Franz schon lange verwirklicht. Da kann von Komfort keine Rede mehr sein...

WHHW
10.02.2012 13:53
0 0

Komfortzone

ist für die Passagiere von AUA und LH schon lange nicht mehr gegeben. Unfreundlich, enge Sitze, mieses Essen auf Langstrecken ....

Wie bringen wir die letzten Beförderungsfälle auch noch weg ?