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Deutsche Discounter erhöhten Preise 2011 deutlich

11.02.2012 | 17:19 |   (DiePresse.com)

Im Jahr 2011 sind die Preise in Deutschlands Discountern durchschnittlich um 4,5 Prozent gestiegen, in "normalen" Supermärkten nur um 2,1 Prozent.

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Die bei Verbrauchern lange als besonders günstig geltenden Lebensmitteldiscounter in Deutschland haben einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge 2011 überdurchschnittlich an der Preisschraube gedreht. "Im Jahresmittel stiegen die Preise hier um 4,5 Prozent", zitiert das Magazin eine Analyse des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK. In Supermärkten hätten Lebensmittel im Schnitt dagegen nur 2,1 Prozent mehr gekostet, bei Drogerieketten sogar 0,5 Prozent weniger. Im gesamten Lebensmittelhandel lag demnach der Preisauftrieb bei 2,8 Prozent.

Angesichts knapper Gewinnspannen seien die Discounter wie Aldi und Lidl nicht umhin gekommen, "die teils massiv gestiegenen Rohstoffkosten in die Verkaufspreise einzupflegen", zitiert das Magazin die GfK-Handelsexperten. Einer der größten Treiber sei dabei der Kaffeepreis gewesen.

Marktanteil leicht gesunken

Die "extrem preisbewusste Discounterklientel" habe auf die Entwicklung reagiert und sei zum Teil zu anderen Anbietern gewechselt. Dementsprechend sei der Marktanteil der Discounter in Deutschland am 156,8 Milliarden Euro schweren Lebensmittelhandel um 0,2 Punkte auf 43,4 Prozent gesunken - und das Billigsegment sei mit 1,2 Prozent deutlich schwächer gewachsen als der Gesamtmarkt (1,7 Prozent).

Der Rückgang ist einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" vor allem auf die Schwäche von Marktführer Aldi zurückzuführen. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Umsätzen "entwickelten sich die beiden Ketten Aldi Nord und Süd wieder am schlechtesten unter den Discountern", zitiert "Focus" den GfK-Experten Wolfgang Adlwarth.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: so ist es
11.02.2012 19:20
0 0

Die Diskonter

.. das ist richtig, und die Erhöhungen betragen da zumeist zweistellige Prozentanteile. Im Ersten Deutschen Fernsehen machen die deshalb auch regelmäßig Reports über die tatsächlichen Preisunterschiede er Diskonter Hofer und Lidl im Vergleich zu den normalen Supermärkten, und da schauts in der Regel, berücksichtigt man das doch eingeschränkte Angebot der Diskonter, gar nicht mehr so gut aus. Das einzige Verdienst, welches man den beiden wohl zugute halten muss, ist, dass sie die "normalen" Supermarktketten" zur Einführung von eigenen Handelsmarken inspieriert (oder gezwungen?) haben, wodurch das Leben wohl ein bißchen weniger teurer geworden ist, als dies sonst der Fall gewesen wäre.
Aber den Herrn Mustermann nach Einschätzung der Presse interessieren solchen Kleinigkeiten wohl gar nicht, denn der verdient ja bekanntermassen 16.000 EUR, seine Frau 3000.