Stupid Economy: Easyjet verwechselt Kolosseum mit Arena von Verona

Easyjet verwechselt Kolosseum mit Arena von Verona

Der britische Billigcarrier ist mit einer Werbekampagne in Italien ins Fettnäpfchen getreten. "Wenn Du in Rom bist, sag dem Kolosseum Ciao", heiß es unter einem auf Instagram geposteten Bild. Auf diesem ist jedoch nicht Roms Wahrzeichen, sondern die Arena von Verona zu sehen.

Mehrere Follower der Fluggesellschaft meldeten den Fehler. Easyjet entschuldigte sich und korrigierte den Text. "Genießt Shakespeares Geschichte in Verona mit seiner wunderbaren Arena", lautete der geänderte Slogan.

(c) imago/Jürgen Ritter

Kerze riecht wie ein frisch ausgepacktes Macbook

Jüngst wurde eine Lücke im reichhaltigen Apple-Sortiment gestopft. Der Lückenfüller heißt „New Mac“ und ist eine Duftkerze, die riechen soll wie ein nagelneues Macbook, das gerade frisch ausgepackt wurde. Dieser Duft hat auch einen stolzen Preis: 24 Dollar kostet die Kerze aus Sojawachs. Aber sie verströmt auch bis zu 55 Stunden lang frischen Mac-Duft. Dieser ist ein Mix mit Noten von Minze, Pfirsich, Basilikum, Lavendel oder Salbei.

Das Produkt scheint in knappen Mengen produziert zu werden. Denn die Kerze ist momentan restlos ausverkauft. Aber das Gefühl kennen Apple-Enthusiasten, die sich jetzt in Gedanken die Kerze schon auf den Wohnzimmertisch stellen.

(c) twelve south

Brangelina-Aus beschert Norwegian Werbehit

Da versteht eine Werbeagentur einmal wirklich etwas von ihrem Geschäft: Kaum wurde die Trennung des Hollywood-Traumpaars Brad Pitt und Angelina Jolie (kurz: Bradxit) bekannt, erschien auch schon eine ganzseitige Zeitungsanzeige für die Fluglinie Norwegian. Sie wurde bereits unzählige Male in Sozialen Netzwerken geteilt wird.

Die Botschaft ist simpel: "Brad ist Single" - ist darauf zu lesen. Und dann noch der Preis für ein Ticket nach Los Angeles. One-Way, versteht sich.

 

REUTERS

Millionenklage wegen ein paar Rollen Klopapier

Hätte sich ein US-Paar nicht genau den Kassenbon angeschaut und hätte das Management ihre Beschwerde ernst genommen, hätte die Handelskette Costco jetzt eine große Sorge weniger. Aber von Anfang an: Obwohl im Bundesstaat New Jersey Klopapier von der Mehrwertsteuer befreit ist, kassierten gleich zwei verschiedene Costco-Filialen die sieben Prozent "Sales Tax". 

Nachdem dies einem Ehepaar aufgefallen ist, rückten die Filialen laut einem CNBC-Bericht nicht etwa das Geld heraus, sondern verwiesen auf die Zentrale. Stattdessen landete der Fall vor Gericht - was weitreichende Folgen haben könnte. Denn nun droht Costco eine Sammelklage mit Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe. Der Anwalt bezweifelt übrigens bereits laut, ob Costco die kassierte Steuer überhaupt an den Staat weitergibt. Von der Kette gibt es einstweilen keinen Kommentar.

Die Presse/Clemens Fabry

Böhmermann und ein "schoafes" Video werben für Feldbach

Die steirische Bezirkshauptstadt Feldbach wollte mit ihrem Video eigentlich nur für den ortsansässigen Handel werben. Dass der Clip mit "schoafer" Blondine und noch schärferen Angeboten sogar vom deutschen Satiriker Jan Böhmermann geteilt wird, hat man sich aber vermutlich nicht erwartet.

Böhmermanns trockener Kommentar auf Facebook: "Sie nennen es Postfeminismus". Mittlerweile ist bereits die erste Sexismus-Beschwerde beim Werberat eingelangt. Und auch Freunde der deutsche Sprache teilen ihre Kritik in den Sozialen Netzwerken, beschwert sich die Hauptdarstellerin doch, dass in Feldbach alles "schärfer wie ich ist".

Die Videomacher bezeichnen das Ganze dennoch als Erfolg. "Wir haben mittlerweile über 200.000 Menschen mit dem Video erreicht", sagt Jürgen Tackner, Chef von "Vulkan TV", gegenüber der "Kleinen Zeitung". Denn die Werbung habe ihr Ziel erreicht, der Anteil negativer Meinungen sei klein. "Viel besser kann man eine Wirtschaftsaktion nicht bewerben."

Bleibt nur noch eine Frage offen: Ist Feldbach nun eigentlich auch schärfer als Jan Böhmermann?

>>> Das gesamte Video gibt es hier

Screenshot

Nudeln – die neue Gefängniswährung

Ramen, das sind diese ewig langen asiatischen Nudeln, die vor allem in Suppen schwimmen. In den US-Gefängnissen ist die Nudelsuppe sogar mehr als ein Gericht. Der Soziologiestudent Michael Gibson-Light fand in einer Studie heraus, dass Ramen-Nudeln Tabak als geläufigste (Tausch-)Währung in Gefängnissen abgelöst haben.

Denn landesweite Sparmaßnahmen führten dazu, dass das Essen einseitig wurde; und da die Inhaftierten viel Sport treiben, seien sie auf Energie angewiesen, so Gibson-Light: „Ramen ist leicht zu bekommen und hat viele Kalorien.“ Um überhaupt satt zu werden, würden Häftlinge bisweilen mehrere Suppenpackungen sammeln und dann alle gleichzeitig essen. (>>> mehr zum Thema lesen Sie hier)

EPA

Audi-Chef muss Bier-Contest nachträglich aus eigener Tasche zahlen

Das waren noch Zeiten, als der Champagner auf Firmen-Kosten floss. Heutzutage wird - zumindest beim deutschen Volkswagen-Konzern - auch beim Bier schon genau hingeschaut. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, veranstaltete Audi-Chef Rupert Stadler gemeinsam mit anderen im Vorjahr einen "Bier-Contest" Bayern gegen Rheinland. Anwesend waren nicht nur 30 Top-Manager, sondern auch so einige C-Promis. Sie alle feierten im noblen Wolfsburger Gästehaus "Rothehof" ein Bier-Fest.

Die Rechnung ging freilich an den deutschen Autokonzern. Doch die interne Revision stufte das Fest als rein private Veranstaltung ein und forderte die Veranstalter auf, die Kosten aus eigener Tasche nachzuzahlen. Zumindest Stadler zeigte sich einsichtig und überwies laut "Bild" 12.500 Euro. Auf Medienanfragen wollte Audi "den Vorgang nicht kommentieren".

AFP

Schuhschachtel-Safe begeistert die Internetgemeinde

Es braucht oft nicht viel, um die Internetgemeinde in Aufregung zu versetzen. Aktuell ist es eine Nike-Schachtel, die es in sich hat: Es handelt sich nämlich in Wirklichkeit um einen gut getarnten Safe. Die Website TheMandemSafe.com, auf der der Prototyp vorgestellt wird, geht derzeit in einer E-Mail-Flut unter. 

Bei aller Euphorie: Dass es den Safe noch gar nicht zu kaufen gibt, ist nicht das einzige Problem. Manche User fragen sich, ob es nicht besser gewesen wäre, den kleinen Tresor in der Schachtel einer weniger beliebte Schuhmarke (wir nennen natürlich keine Namen) zu verstecken.

TheMandemSafe

Deutschland: Diebe lieben Hornhaut-Hobel

Diebe in Deutschland haben offenbar ein Faible für gepflegte Füße: Wie die Drogeriemarktkette Rossmann erklärte, wurde 2015 jeder vierte angelieferte Hightech-Hornhaut-Hobel geklaut. Nach einem Blick in ihre Diebstahl-Statistik hat die Kette mit 2000 Filialen den Akku-Hobel in der jüngsten Ausgabe ihrer Mitarbeiterzeitung zum "Klaurenner Nr. 1" gekürt.

Weitere Favoriten der Ladendiebe waren Rasierklingen und Rasierer, Kosmetika sowie Aufsteck-Zahnbürsten. Nach eigenen Angaben konnte die Gruppe ihre Verluste durch Diebstahl 2015 aber weiter senken.

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Tiefer Ausschnitt bringt Vorteile

Über Fotos in Bewerbungsschreiben gibt es zahlreiche Debatten, manche wollen sie überhaupt verbieten. Nun berichtet „Spiegel-Online“ über das Ergebnis einer französischen Studie, wonach eine Frau im Schnitt 19 Mal häufiger zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wenn sie auf ihrem Porträtbild ein weit ausgeschnittenes und kein hochgeschlossenes Oberteil trägt.

Identischen Lebensläufen wurde ein Bild von relativ ähnlich aussehenden Frauen mit einem schwarzen Kleid angehängt - einmal mit, einmal ohne tiefem Dekolleté. Über drei Jahre wurden 400 Bewerbungen auf Jobs im Vertrieb und Rechnungswesen im Großraum Paris verschickt. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Wer in den Personalabteilungen über die Einladungen entschieden hatte, ob Männer oder Frauen, wurde nicht erhoben.

Kinder in Chile wachsen ohne Happy Meal auf

Kinder in Chile müssen künftig ohne Überraschungs-Eier  und Happy Meals aufwachsen. In dem südamerikanischen Staat ist ein strenges Gesetz zum Schutz von Kindern vor ungesunder Nahrung in Kraft getreten. Es verbietet Herstellern, Kindern durch die Beigabe von Spielzeug den Konsum ungesunder Speisen schmackhaft zu machen. Der Lebensmittelkonzern Ferrero macht sich Sorgen um seinen Absatz und kritisiert die neuen Vorgaben scharf und stellte eine Klage vor der Justiz in Aussicht.

Die chilenische Regierung begründete die Neuregelung mit der raschen Ausbreitung von Übergewicht unter den Bürgern. Mittlerweile sind rund 60 Prozent der Chilenen übergewichtig, bei Kindern unter sechs Jahren ist es bereits ein Drittel.

Imago

600 Geister-Busse, 111.000 Freistunden

Misswirtschaft wird ja vielerorts bemängelt, aber in Rom erreicht das andere Dimension. So kommt es, dass der "Spiegel Online" die Römischen Verkehrsbetriebe (ATAC) zum "verlottertesten Unternehmen Europas" kürt. Während Milliarden versickern, merken die Fahrgäste davon nichts.

Ein Beispiel: Zum Fuhrpark gehören 1980 Busse, 600 existieren aber nur auf dem Papier. Aufgedeckt hat das der - bei der alten Führungsriege eher unbeliebte - neue Chef Marco Rettighieri. Er war es auch, der den Reifenverschleiß drastisch eindämmte. Statt wie üblich 1500 wurden seit seinem Dienstantritt nur 500 verbraucht. Ob das daran liegt, dass der Lieferant einem ATAC-Mitarbeiter gehört? Von diesem will Rettighieri jetzt zumindest Belege sehen.

Den Chef ärgert auch, dass Mitarbeiter für Gewerkschaftsarbeit jährlich 111.000 Stunden freigestellt sind. Das sind mehr als neun Stunden pro Mitarbeiter. Der Ärger der Römer ist groß. "Grillo und seine römische Bürgermeisterin müssten eigentlich 12.000 Kerzen anzünden - für jeden ATAC-Beschäftigten eine", schreibt >>> "Spiegel Online".

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Grünes Gold: Avocado-Diebe machen Neuseeland unsicher

Mit Taschenlampen und Harken bewaffnete Räuber machen in Neuseeland Avocado-Plantagen unsicher. Die Polizei hat in den vergangenen Wochen mehr als drei Dutzend Diebstähle registriert. Die gesunden grünen Früchte erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und die Bauern können die Nachfrage kaum decken. Deshalb sind die Preise auf bis zu umgerechnet 3,75 Euro pro Frucht gestiegen.

Das locke die Diebe an, sagte Polizeisprecher Bryan Dudley am Donnerstag. "Sie pflücken die Früchte direkt vom Baum, manchmal sammeln sie sie in Leintüchern und fahren dann mit der Beute davon." Sie verkauften die Früchte dann auf dem Schwarzmarkt.

(c) imago/Westend61

Pegida: Peinlicher Feldzug gegen Kinderschokolade

Nein, ein Scherz ist das nicht: Die Kinderschokolade, die die "Pegida BW - Bodensee" auf ihrer Facebook-Seite präsentiert, gibt es tatsächlich. Wütende Kommentare und Boykottdrohungen ließen nicht lange auf sich warten. Viele Anhänger fürchten, dass auf ihrer geliebten Kinderschokolade künftig nur noch "nicht-deutsche" Gesichter zu sehen sind. Der italienische Hersteller Ferrero distanzierte sich anlässlich der Reaktionen "ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung".

Übrigens: Ein kleines Detail hat die Pegida-Gruppe (sicher ganz ohne böse Absicht) unterschlagen. Auf den Packungen sind Kinderfotos deutscher Nationalspieler abgebildet, eine Sonderedition anlässlich der Fußball-EM. Ein Facebook-User klärt auf: "Es handelt sich hierbei um Boateng und Gündogan, die in Summe locker das 10-fache an Lohnsteuer hier zahlen wie die gesamte Kommentarspalte!" Bleibt noch eine Frage offen: Dürfen Pegida-Fans bei der EM zu Deutschland halten?

Screenshot/Facebook

Produktion von "Obamka-Eis" eingestellt

Eine russische Firma hat die umstrittene Produktion von Schokoladen-Eis namens "Obamka" eingestellt. Die US-Botschaft in Moskau zeigte sich erleichtert, das offensichtlich nach US-Präsident Barack Obama benannte Produkt sei ein "enttäuschender Beitrag zum zunehmenden Antiamerikanismus" in Russland gewesen.

In den sozialen Medien war dem Eishersteller aus der Wolga-Teilrepublik Tatarstan auch Rassismus vorgeworfen worden. Eine Sprecherin des Unternehmens Slawiza sagte aber, ihr seien keine Beschwerden gegen "Obamka" ("Kleiner Obama") bekannt. Die Produktion sei von Beginn an auf drei Wochen begrenzt gewesen.

(c) Reuters (� Jim Young / Reuters)

Zürich: Gemeinderätin fordert Staatsbordell

Ein eher ungewöhnlicher Antrag sorgt in der Schweiz für Aufregung. Man solle in Zürich eine geeignete "Liegenschaft für ein städtisches Bordell suchen",  fordert die Gemeinderätin Christine Seidler laut der Zeitung "Schweiz am Sonntag".

Seidler - die eigentlich gegen Prostitution ist - glaubt nämlich, dass ein städtisches Bordell die Bedingungen von Prostituierten verbessern würde.  Selbstbestimmte Sexarbeiterinnen würden durch ein verschärftes Gesetz nämlich oft aus ihren Quartieren verdrängt und so Zuhältern in die Arme fallen.

Seidler schwebt ein Bordell vor, das "selbstverwaltet und im Kollektiv geführt wird". Findet Seidlers Antrag eine Mehrheit, hat der Stadtrat zwei Jahre Zeit, einen Vorschlag für die Umsetzung zu formulieren. Bei der konservative SVP findet die Idee jedenfalls keinen Anklang: "Es kann nicht Aufgabe der Stadt sein, mit Steuergeldern ein Puff zu betreiben", so Fraktionschef Martin Götzl. 

APA/dpa/Oliver Berg

In Finnland mäht der Postler den Rasen

Ob das in Österreich so leicht möglich wäre? Die Post in Finnland erweitert jedenfalls ihren Zuständigkeitsbereich: Von Mitte Mai bis Ende August können Hausbesitzer einen Briefträger bestellen, der den Rasen trimmt. Der Grund: Die Post in Finnland klagt schon seit geraumer Zeit über Arbeitsmangel. Erst im März beschloss der Staatsbetrieb einen Abbau von fast 700 Jobs.

Einmal pro Woche eine halbe Stunde Rasenmähen kostet monatlich 65 Euro, berichtet "NZZ.ch". Gemäht werden soll übrigens immer am Dienstag - wegen der traditionell geringeren Zustellungen.

(c) imago stock&people

"Sieht aus wie Erbrochenes"

Eine Welle des Missmuts hat der neue Fünf-Dollar-Schein in Australien hervorgerufen. Die Banknote, die ab 1. September im Umlauf sein wird, "sieht aus wie Erbrochenes", schreibt ein Twitter-Nutzer. In einem anderen Kommentar heißt es: "Tausend Affen mit tausend Versionen von Photoshop könnten sich niemals so etwas Widerliches ausdenken."

Ausgedacht haben sie sich laut Notenbank aber auch "Experten und die Bargeld benutzenden Industrie". Vogelkundler waren offenbar keine dabei, denn auch das Bild eines Vogels aus der Familie der Honigfresser sei "farblich total daneben", sagt die Vogelschutzorganisation Birdlife Australia.

Aber nicht alle haben ein Problem mit dem Fünfer, so meint etwa ein Twitter-Nutzer: "Ich mag die neue australische Fünf-Dollar-Note. Für alle, die sie hassen: Ihr dürft mir die Scheine gerne rüberreichen."

Bis die Polizei kommt: Daimler-Aktionäre streiten wegen Würstel

Bei der Hauptversammlung des Autobauers Daimler in Berlin ging es am Mittwoch um die Wurst - und das nicht im sprichwörtlichen Sinne. Am Buffet eskalierte eine Auseinandersetzung über "Saitenwürschtle", wie Aufsichtsratschef Manfred Bischoff laut "Süddeutscher Zeitung" sagte. Daimler musste sogar die Polizei holen, um den Streit zu schlichten.

Der Konzern hat 12.500 Würstchen für die 5500 anwesenden Aktionäre besorgt. Genug, möchte man meinen. Allerdings hat ein Aktionär offenbar mehrfach Würstel vom Buffet zum Mitnehmen eingepackt. Eine andere Anteilseignerin wollte ihn nicht so einfach davonkommen lassen, was zum verbalen Schlagabtausch führte.

Die Aktionärin hat sogar Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Nicht die einzige Konsequenz des Vorfalls: Aufsichtsratschef Bischoff denkt jetzt laut über die Abschaffung des Würstel-Buffets nach.

Die Presse (Michaela Bruckberger)

"20 Jahre Haft für ein Snickers?"

"Ist das nicht ein bisschen über das Ziel hinaus? 20 Jahre für ein Snickers, oder zwei, oder drei?", fragt sich derzeit der Verteidiger von Jacobia Grimes im US-Bundesstaat Louisiana. Weil der 34-jährige Grimes, der ein Drogenproblem hat, Schokoriegel im Wert von 31 Dollar gestohlen hat, drohen ihm nun 20 Jahre Haft. Grimes ist zwar schon zum fünf Mal wegen Diebstahls verurteilt worden, insgesamt geht es allerdings um eine lächerliche Summe von 500 Dollar. 

Hohe Strafen für vergleichsweise banale Delikte sind in den USA ein großes Problem. Sie führen zu einer florierenden Gefängnisindustrie und überbelegten Haftanstalten. Aber dieser Fall ist selbst für amerikanische Verhältnisse extrem. Mit einer Justizreform will Barack Obama solche Vorfälle künftig verhindern.

APA/AFP/JEFF PACHOUD

Mann uriniert in Kellogg's-Fabrik auf Puffreis

Das war ein gefundenes Fressen für die US-Medien: Ein bis dato noch unbekannter Kellogg's-Angestellter hat in einer Fabrik in Memphis völlig unbemerkt auf Puffreis uriniert. Das zeigt ein Video, das bereits vor zwei Jahren gedreht wurde, aber erst jetzt im Internet kursiert.

Wie "Sueddeutsche.de" berichtet, gab es zum Zeitpunkt der Aufnahmen in der Fabrik einen erbitterten Streit zwischen Angestellten und Unternehmensleitung. In einem Facebook-Post schreibt Kellogg's nun, man werde den Täter "in vollem Umfang des Gesetzes verfolgen". Auch die Lebensmittelüberwachungsbehörde sei bereits eingeschaltet worden.

Die schlechte Nachricht: Der betroffene Puffreis ist heute bereits abgelaufen - und wurde höchstwahrscheinlich verspeist.

Reuters

Ikea-Gründer kleidet sich auf dem Flohmarkt ein

Er ist einer der reichsten Menschen der Welt - doch beim Kleiderkauf ist Ikea-Gründer Ingvar Kamprad knausrig. "Ich glaube nicht, dass ich etwas trage, das nicht auf Flohmärkten gekauft wurde", sagte der 89-Jährige in einer Doku, die im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. "Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen", so der Milliardär. Schließlich ist der Gründer der schwedischen Möbelkette davon überzeugt, dass es Ikea auch wegen seiner Sparsamkeit zu einer der weltweit erfolgreichsten Marken geschafft hat.

Es liege "in der Natur von Smaland, knausrig zu sein", sagte Kamprad mit Blick auf seine Heimatregion. Aus dieser kommt übrigens auch Astrid Lindgren (1907-2002). Man erzählt über die bekannte Autorin, dass sie nicht einmal Brotkanten wegwerfen konnte - und ihren Reisauflauf immer wieder aufgewärmt hat.

EPA

Deutscher Unternehmer: Gepiercte müssen draußen bleiben

So groß ist der Fachkräftemangel wohl doch nicht - zumindest nicht bei Unternehmer Henning Zoz. Denn der Sauerländer, Chef eines Anlagenbauers, hat ganz spezielle Anforderungen an seine zukünftigen Mitarbeiter. Das stellte sich heraus, als er an Schüler eine Einladung zu einem Nanotechnologie-Symposium verschickte. Darin hieß es: "Wir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren, Blech im Gesicht und jene, die die Füße nicht heben und die Hose kaum auf den Hüften halten können." Es gebe auch keinen "Einlass für Vermummte". Verboten sind demnach Mützen, Kaputzen - und ein "Helm auf dem Kopf".

Die Empörung über den Brief war so groß, dass sogar der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin für das Symposium absagte. Zoz bleibt dennoch bei seiner Meinung: Es sei ihm nie um Äußerlichkeiten gegangen, sondern um das äußere Erscheinungsbild als Zeichen einer inneren Einstellung, verteidigt er sich.

(c) imago/MITO

VW verkauft weniger Autos - aber mehr Currywürste

Die Currywurst-Produktion bei Volkswagen hat 2015 einmal mehr den Autoabsatz der Hausmarke abgehängt. In seiner Fleischerei am Firmensitz in Wolfsburg produzierte das Unternehmen über 7,2 Millionen Currywürste, wie die Deutsche Presse-Agentur auf Anfrage erfuhr. Das waren um fast eine Million mehr als im Jahr davor  Mit dem Anstieg des Wurst-Absatzes konnte die Pkw-Kernmarke mit dem VW-Logo auch diesmal nicht mithalten. Im Gegenteil: Der Absatz der Hausmarke sank 2015 von 6,12 Millionen auf 5,82 Millionen Autos.

Die Currywürste werden bei VW in Eigenregie hergestellt. Zu kaufen gibt es sie nicht nur in den eigenen Kantinen und im Werksverkauf, sondern auch über den Einzelhandel. Auf den Verpackungen steht der Hinweis "Volkswagen Originalteil".

Reuters

London: 230.000 Euro für eine Garage

Diese Auktion zeigt die Auswüchse des boomendes Immobilienmarktes in London: Wie "FAZ.net" berichtet, wird eine 13 Quadratmeter große Garage in Chelsea vom Auktionshaus Savills für 180.000 Pfund, umgerechnet rund 230.000 Euro, versteigert. Es handelt sich dabei um den Startpreis, wohlgemerkt.

Bis auf ein elektrisches Metalltor und einer guten Lage hat die Garage wenig zu bieten. Dennoch erwartet man in Großbritannien, dass ein deutlich höherer Preis erzielt wird. Den Rekord hält eine Garage im südlichen Stadtteil Camberwell, die vor zwei Jahren für 550.000 Pfund an den neuen Besitzer ging. Diese war allerdings knapp 53 Quadratmeter groß.

Screenshot/Savills

Ein Flugzeug für sich allein

Ein ganzes Flugzeug für sich allein? Wer würde sich das nicht wünschen. Dem weitgereisten Slowaken Alex Simon gelang das Kunststück, für 60 Euro einen "Privatjet" zu buchen. Denn auf einem Inlandsflug auf den Philippinen war er der einzige Passagier an Bord. Das Video stammt aus dem Jahr 2013, Simon hat es zwei Jahre später auf Youtube geladen - zum Internethit wurde es erst jetzt.

Mittlerweile erhält der 28-Jährige, der Online über seine Reiseerlebnisse berichtet, Interviewanfragen aus der ganzen Welt - und sein ungewöhnliches Urlaubsvideo wurde bereits rund eine Million Mal angeklickt.

>>> zum Video

Screenshot/Youtube

McDonald's verkauft Pommes mit Schokosauce

McDonald's verkauft in Japan demnächst Pommes frites mit Schokoladensauce. Die Fast-Food-Kette geht in dem für verrückte Spielereien bekannten Land ab dem 26. Jänner zeitlich begrenzt mit "McChoco Potato" auf Kundenfang, wie das Unternehmen auf seiner Webseite ankündigte.

Die Kombination aus salzigen Erdäpfeln und süßer Sauce aus weißer und brauner Schokolade sei wundervoll, hieß es dort.

Die Presse (Michaela Bruckberger)

Indien: Rohöl billiger als Mineralwasser

Die Preise für Energierohstoffe sind weiter im freien Fall. In Indien ist Rohöl nun sogar billiger als Mineralwasser. Ein Liter davon kostet aktuell rund 17 Euro-Cent, eine günstige Flasche Mineralwasser etwa 21 Euro-Cent. Das rechnete der indische Nachrichtensender NDTV vor. Ein Barrel (159 Liter) des Rohstoffs für den indischen Markt habe zuletzt 29,24 US-Dollar gekostet. Diesel kostet in Indiens Hauptstadt Neu Delhi aktuell rund 45 Rupien (0,62 Euro) pro Liter - also noch etwa dreimal so viel wie Wasser.

Mit dem Ölpreis könnte es noch weiter nach unten gehen. Den Analysten von Goldman Sachs zufolge bedarf es eines weiteren Ölpreis-Verfalls, bevor die Förderländer ihre Produktion drosseln.

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Internetgemeinde feiert gefeuerten Walmart-Mitarbeiter

Der 52-jährige US-Amerikaner Thomas Smith war heroinabhängig, lebte auf der Straße und saß im Gefängnis. Trotzdem fand er einen Job bei Walmart - bis er Dosen und Pfandflaschen im Wert von 5,10 US-Dollar in seiner Filiale eingelöst hat. Walmart war – anders als Smith - der Ansicht, dass er das Leergut nicht gefunden habe, sondern im Markt einfach ein zweites Mal abgegeben habe. Ein Fall von Diebstahl, urteilte das Unternehmen - und entließ Smith noch am selben Tag, wie "SZ.de" berichtet.

Medien berichteten über den Fall, eine Frau startete eine öffentliche Spendensammlung im Internet Ihr Spendenziel: 5000 US-Dollar. Doch mittlerweile sind schon fast 22.000 US-Dollar zugesagt worden. Dafür hätte Smith bei einem Stundenlohn von neun Dollar rund 300 Werktage arbeiten müssen. Er will jetzt seinen Führerschein machen und sich einen neuen Job suchen.

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Indische Bahn blamiert sich mit Einstellungstest für Behinderte

Die indische Bahn ist der größte Arbeitgeber des Landes. Und als solcher ist sie auch verpflichtet, Menschen mit Behinderung anzustellen. Dem wollte man bei der Bahn nun mit einer Einstellung von 450 Personen nachkommen. Der Andrang war groß. Soweit, so gut. Doch was passiert, wenn die Einstellungstests im zweiten und dritten Stock eines Gebäudes stattfinden? Und es weder einen Aufzug noch eine Rolltreppe gibt?

Die "Times of India" schilderte die dramatischen Szenen: Viele Bewerber seien zu spät gekommen. Andere hätten die Stiegen hochgetragen werden müssen. Oder es gar nicht in den Raum geschafft. "Viele haben geweint", schildert ein Betroffener in der Zeitung.

Vertreter der Eisenbahn machen für das Fiasko die Agentur verantwortlich, die mit der Rekrutierung beauftragt worden sei. Der Eisenbahnminister kündigte jetzt auf Twitter an, die Schuldigen ausfindig machen zu wollen. Gute Planung ist eben alles.

Die Presse (Clemens Fabry)

Gerichtsstreit: Kann ein Kondom drei Orgasmen entsprechen?

Was als Marketing-Gag begonnen hat, endet nun in einem handfesten Gerichtsstreit, der Ende November entschieden wird. Grund für die Aufregung ist die Aufschrift auf einer Packung des deutschen Kondomherstellers Einhorn: "1 Tüte à 7 Stück entspricht bis zu 21 Orgasmen", steht da geschrieben. Diese - eher spaßig gemeinte - Angabe könne zum Mehrfachgebrauch verleiten, sagt nun das Landesgericht Düsseldorf. Das Gericht hat bereits eine einstweilige Verfügung auf Antrag eines Kölner Konkurrenten erlassen.

Damit will man sich bei Einhorn nicht abfinden und kontert: "Warum sollte eine Frau bei der Verwendung eines Kondoms nicht zwei Orgasmen haben?" Nimmt man den Orgasmus des Mannes dazu, sind es drei und bei sieben Kondomen macht das 21 Orgasmen. Auf den Verpackungen sei der Mehrfachgebrauch außerdem an anderer Stelle deutlicher ausgeschlossen als im Markt üblich.

EPA

Zalando verschickt versehentlich Mettwurst an Kundin

 In einer beim Online-Versandhändler Zalando bestellten Handtasche hat eine Kundin eine Mettwurst gefunden. Sie beschwerte sich auf der Facebook-Seite des Unternehmens und veröffentlichte ein Bild der schwarzen Tasche inklusive der Zwiebel-Mettwurst. Fast 14.000 Facebook-Nutzer klickten auf den "Gefällt mir"-Button unter dem Eintrag der Kundin.

"Wir wissen nicht, wie die Wurst in die Tasche gekommen ist", sagte ein Zalando-Sprecher am Dienstag. Einen Lebensmittelversand plane das Unternehmen jedenfalls nicht.

APA/dpa/Jörg Carstensen

Nutellas "Dialettichette" sorgen für Aufregung

Coca Cola teilt ja schon seit längerem personalisierte Küsschen aus - eine Marketingmethode, an der nun auch Nutella Gefallen gefunden hat. Beim italienischen Produzenten dachte man sich, Etiketten mit  Redewendungen aus ganz Italien wären doch nett und ließ ein Expertenteam 135 regionale Ausdrücke für die "Dialettichette" auswählen.

Die Kampagne droht jedoch zum Boomerang zu werden: Manche Italiener sind unzufrieden mit der Schreibweise. Andere beklagen, dass gewisse Ausdrücke der falschen Region zugeordnet wurden. Oder, dass ihr Dialekt ganz fehlt. Die Friulaner ärgert widerum, dass ihre geschützte Minderheitensprache "Friulano" wie ein einfacher Dialekt behandelt wird.

Dass das Werben mit kulturellen Identitäten heikel ist, dürfte Ferrero schon geahnt haben: Auf ein Südtiroler "Griaß di" wurde von Anfang an verzichtet.

Die Presse (Clemens Fabry)

Di Caprio will VW-Dieselskandal verfilmen

Ein filmreifer Skandal - das ist die Manipulationsaffäre bei Volkswagen jetzt offiziell: Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und das Studio Paramount Pictures wollen einen Film über die Volkswagen-Abgasaffäre drehen. Wie die Branchenportale "Variety" und "Deadline.com" berichteten, ist DiCaprio mit seiner Firma Appian Way als Produzent an Bord. Paramount hatte sich die Filmrechte an dem geplanten Buch von Jack Ewing über den Skandal um die Manipulationen bei Abgaswerten gesichert. Buch und Film sollen davon handeln, "wie ein 'mehr, besser, schneller'-Ethos eines der umfassendsten Beispiele von Unternehmensbetrug der Geschichte vorangetrieben hat".

VW hatte vor mehr als drei Wochen eingeräumt, mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. Es drohen Milliardenkosten durch Klagen und Strafzahlungen.

EPA

Aufregung um weggeworfene Geldschnipsel

Fast 20.000 Euro, zerstückelt und weggeschmissen, sind seit Ende August an 23 Stellen in Darmstadt gefunden worden. Und niemand scheint das Geld zu vermissen. Die Scheine seien echt, teilte die Polizei jetzt mit. In mindestens einem Fall lagen die Schnipsel mitten auf der Straße. Machte hier ein Euro-Gegner seinem Ärger Luft?

Eines ist jedenfalls jetzt schon sicher: Wer Geld mutwillig zerstört, erhält laut Polizei keinen Ersatz.

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Hakle sucht sein "H"

Dem Klopapierhersteller Hakle ist ein "H" gestohlen worden. Seit gut einer Woche ist der Firmenname am Sitz in Düsseldorf verstümmelt: "akle" prangt an der Mauer des Geländes.

Großzügig zeigt sich das Unternehmen bei der ausgesetzten Belohnung: 2.675 Rollen Toilettenpapier oder 1000 Euro gibt es für die Wiederbeschaffung des gut einen Meter großen Aluminium-Buchstabens. Die Belohnung entspreche 334 Paketen Toilettenpapier je acht Rollen - und dürfte für ein paar Jahre reichen.

(c) Fabry

Adidas gewinnt Chinas Regierung für Fußball-Marketingkampagne

Der deutsche Sportkonzern Adidas will im Basketball-verrückten China für Fußball die Werbetrommel rühren - und hat dafür einen starken Partner gefunden: das Bildungsministerium. Adidas bildet 50.000 Lehrer aus und liefert Lehrpläne und Ausrüstung für rund 20.000 Schulen, in denen Fußball als Schwerpunktfach etabliert werden soll. Man wolle eine neue Generation von Fußballspielern heranziehen und eine neue Generation von Fans inspirieren, heißt es von Adidas China gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit einem Umsatzvolumen von 1,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist China für Adidas der zweitgrößte Markt nach den USA. In dem asiatischen Land liefert sich Adidas ein hartes Rennen mit dem Weltmarktführer Nike, der den Basketball-Markt dominiert.

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Steuersünder schickte anonym 100 Euro ans Finanzamt

Mit einem 100 Euro-Schein hat ein reuiger Steuersünder in Trier in Deutschland mutmaßlich sein Gewissen erleichtert. Er habe das Geld anonym in einem Umschlag ans Finanzamt geschickt, ließ das rheinland-pfälzische Landesamt für Steuern wissen. Auf einer beiliegenden Postkarte habe er "Jetzt ist der Tag des Heils" geschrieben - und mit "ein Christ" unterzeichnet.

Die Behörde geht davon aus, dass es sich um eine "Steuernachzahlung aus längst vergangenen Zeiten" handelt. Ohne Namen und Angaben könne der Fall aber nicht zugeordnet werden. Es sei daher unklar, ob der Betrag der Steuerschuld entspricht. "Vielleicht ist es zu viel, vielleicht fehlen aber auch ein paar Nullen. "Irgendetwas hat ihn getrieben," sagt der Finanzamtsleiter. Er habe so eine ungewöhnliche Nachzahlung zuletzt vor rund 20 Jahren erlebt.

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Österreicher tauschen Smartphone öfter als Jeans

Eine Studie der Arbeiterkammer hat die durchschnittliche Nutzungsdauer von Gebrauchsgegenständen in Österreich.  Am längsten werden demnach Küchenherd (10,8 Jahre), und Kleiderschränke (10,5 Jahre) genutzt. Smartphones gehören mit einer Nutzungsdauer von 2,7 Jahren zu den am kürzesten genutzten Gütern der 21 abgefragten Produkte. Sogar Jeans werden länger genutzt, nämlich drei Jahre lang.

Die Studienautoren kommen zum Ergebnis, dass die Konsumenten sich zwar eine längere Lebensdauer wünschen, dies allerdings aufgrund ihrer Erfahrungen der vergangenen Jahre kaum erwarten. "Die Ergebnisse zeigen, dass eine längere Nutzungsdauer mit einem höheren Alter, Bildungsniveau und Einkommen der Konsumentinnen und Konsumenten einhergeht", sagt AK-Expertin Renate Hübner.

(c) Bloomberg (Nelson Ching)

"Grexit" bald auch als Getränk

Beim deutschen Unternehmer Uwe Dahlhoff laufen die "Grexit"-Vorbereitungen offiziell schon seit Ende Jänner. Damals hat er sich laut einem "Wirtschaftswoche"-Bericht die Marke unter dem Aktenzeichen 3020150043184 beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen. Der "europäische Lemon-Wodka-Likör" namens Grexit soll schon bald in den Handel kommen.

Verlassen die Griechen die Eurozone, wittert der Unternehmer das große Geschäft: Dann will er gemeinsam mit Gastronomen Grexit-Partys schmeißen.

Dahlhoff kennt sich im politischen Spirituosengeschäft bereits aus, berichtet die "Wirtschaftswoche": So sorgte einst "Helmuts Birne" für Unmut im deutschen Kanzleramt. Und der Halbbitter "Erichs Rache" wurde zum ostalgischen Bestseller.

(c) imago/CHROMORANGE

Ausbildung zum Wahrsager auf Staatskosten

Arbeitslos? Warum nicht Hellseher werden - auf Staatskosten. Das niederländische Arbeitsamt zahlt die Umschulung zum "spirituellen Telefonratgeber". Sieben Arbeitslose über 50 Jahre hätten bisher eine Vergütung bekommen, teilte ein Sprecher des Amtes am Freitag im niederländischen Radio mit. Ein privates Unternehmen bringt Arbeitssuchenden für etwa 1000 Euro pro Person bei, wie sie Tarotkarten lesen oder das Schicksal in einer Kristallkugel erkennen können. Sie können sich auch ein Wochenende in den belgischen Ardennen in Reinkarnation üben. Das Unternehmen verspricht ein "allround paranormales Training" und einen sicheren Arbeitsplatz.

"Es ist eine anerkannte Ausbildung", sagte der Sprecher des Arbeitsamtes. Wegen der Jobgarantie würden die Kosten bezahlt, allerdings nur für ältere Langzeitarbeitslose. Die frisch gebackenen Hellseher könnten schließlich bei einem spirituellen Telefondienst arbeiten und dort 29 Cent pro Minute verdienen.

EPA

Australische Tampon-Steuer vor dem Aus

90.000 Unterschriften hat eine australische Studentin gesammelt, um die Besteuerung einer "körperlichen Funktion" abzuschaffen. Auf Tampons und Binden wird in Australien nämlich eine Mehrwertsteuer von zehn Prozent eingehoben, während Kondome oder Nikotinpflaster steuerfrei sind. Für Subeta Vimalarajah ist das "sexistisch". Schließlich hätten es sich Frauen nicht selbst ausgesucht, alle paar Wochen "alle paar wochen zu bluten".

Die Initiative war offenbar erfolgreich. Wie Finanzminister Joe Hockey bei einer TV-Diskussion verkündete, dürfte die Tampon-Steuer bald wegfallen.

Wenn Beamte Verkehrsschilder entwerfen

"Wer hat das Auto zersägt?" fragt sich "Focus.de". Und die "Welt" spottet: "Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich einen echten Schildbürgerstreich geleistet". Der Hintergrund: Ein Verkehrsschild musste her, das Carsharing-Kunden ab 2016 kostenloses Parken erlaubt. Es sollte möglichst ohne Wörter funktionieren, gendertauglich - und klar verständlich sein. Und genau da liegt der Hund begraben: Denn ein Schild mit vier Figuren, "die um ein zersägte Auto tanzen, erfüllt diesen Zweck nicht unbedingt", kritisiert etwa "Focus.de".

Das Schild muss - genauso wie der Gesetzesvorschlag für Gratis-Parkplätze - noch durch das Parlament. Im Ministerium ist man aber schon jetzt ziemlich stolz darauf, sagen Beamte gegenüber der "Welt": Immerhin sei keine Agentur nötig gewesen, man habe alles im Alleingang geschafft.

BMVI

Minijob-Zentrale fordert 4,6 Billiarden Euro von Frau

Es passiert schon mal, dass man von einem Gas- oder Stromanbieter Post bekommt und über die neue, viel zu hohe, Abschlagszahlung perplex ist. Aber der Irrtum der Minijobzentrale Essen stellt alles in den Schatten:
Sie schickte einer Frau aus dem Schwarzwald eine Forderung über 4,6 Billiarden Euro, berichtet n-tv. Dann gab es noch eine Mahnung. Denn der erste Abbuchungsversuch habe aus unerfindlichen Gründen nicht funktioniert.

Der Grund: Eine Mitarbeiterin hatte die Kundennummer der Adressatin ins falsche Feld eingetragen. Tatsächlich sollte diese nur einen dreistelligen Betrag zahlen.

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Sinkende Arbeitslosigkeit macht Arbeitsvermittler arbeitslos

Des einen Freud, des anderen Leid: Die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA) - vergleichbar mit dem österreichischen AMS - plant eine Abmagerungskur. Sie will bis 2019 rund 17.000 von 95.600 Stellen abbauen. Möglich werde das durch die langfristig sinkende Arbeitslosigkeit, sagte Vorstand Heinrich Alt dem "Handelsblatt".

Der für die kommenden vier Jahre angedachte Jobabbau betrifft demnach die Arbeitsagenturen. Während in Österreich die Arbeitslosigkeit weiter steigt, sank sie in Deutschland zuletzt auf ein Zweijahrestief: Im März 2015 waren laut Bundesagentur für Arbeit 2,93 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos.

Die Presse (Clemens Fabry)

Ex-L'Oreal-Chef verklagt Pommesbude

Ex-L'Oreal-Chef Lindsay Owen-Jones verklagte an seinem Ferienort im französischen Val d'Isere die Besitzerin einer Pommesbude. Von einem Gericht im französischen Albertville bekam der Brite jetzt recht: Der Pommes-Stand von Valérie Maertens müsse binnen zwei Monaten geschlossen werden, berichtet „Spiegel-Online“. Die Kläger hatten argumentiert, dass die Imbissbude ohne Genehmigung gebaut und später noch erweitert worden sei.

Die Imbissbesitzerin versteht die Welt nicht mehr. "Wohlhabende Leute stört eine Frittenbude in der Nachbarschaft, aber wir müssen arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen", sagte Maertens verärgert. "Wenn man seine Ruhe haben will, kauft man sich keine Wohnung am Fuß der Piste." 

Auch das Argument der Frau, dass Owen-Jones und seine wohlsituierten Mitkläger - ein Notar, ein Rechtsanwalt im Ruhestand sowie ein Investmentfondsmanager - ihre Wohnungen nur wenige Mal pro Jahr nutzen, konnte das Gericht nicht überzeugen.

(c) REUTERS (� Robert Pratta / Reuters)

Da wollte man beim indonesischen Sportartikel-Hersteller Salvo besonders originell sein und hat einen ordentlichen Shit-Storm geerntet. Die Waschinstruktion wurde mit einem fett gedruckten Zusatz vervollständigt: „Gib’ das deiner Frau. Das ist ihr Job.“ Auch der Konter von Salvo in den sozialen Medien „Der Hinweis ist doch ganz einfach zu verstehen. Statt alles falsch zu machen, sollte man es lieber einer Frau geben. Die können das besser“, ging ins Leere. Auch weitere Erklärungsversuche des Sportartikel-Herstellers wie „vielmehr wollten wir Männern erklären, dass sie von Frauen lernen können, wie man mit Wäsche richtig umgeht. Nicht alle Männer wissen das“ kamen nicht wirklich an. Letztendlich half den Indonesiern nur mehr eine echte Entschuldigung.

(c) salvo.co.id

Kanadier im "Spocking"-Fieber

Fans des kürzlich verstorbenen Schauspielers Leonard Nimoy ("Mr. Spock" aus Star Treck) haben sich eine Rüge der kanadischen Nationalbank eingehandelt. Wie es dazu kam? Ex-Premier Wilfrid Laurier, der auf alten, kanadischen, Fünf-Dollar-Noten eine Ähnlichkeit mit Nimoy aufweist, wird zum Halb-Vulkanier umgestaltet. Das Ganze nennt sich dann "Spocking", die Ergebnisse kann man auf "Twitter" unter dem Hashtag "#SpockingFives" bewundern.

Es sei zwar nicht illegal, Banknoten zu bemalen, aber es könne die Lebensdauer der Scheine beeinträchtigen, ärgert sich Josianne Ménard von der kanadischen Nationalbank laut "Süddeutscher Zeitung". Und weiter "Die Bank von Kanada findet, dass das Beschreiben und Bemalen von Banknoten unangemessen ist, denn sie sind ein Symbol unseres Landes und eine Quelle unseres Nationalstolzes."

Screenshot/Twitter

Frankreichs Unterwäsche ist weltberühmt und weltweit beliebt. Dennoch schlitterte der bekannte Dessoushersteller Les Atelières in die Pleite. Doch Ursache soll nicht die Billig-Konkurrenz aus Fernost sein, sondern ein Einbruch des russischen Marktes. Russinnen sollen per gesetzlicher Verordnung Baumwoll-Schlüpfer tragen. Mit seltsamer Begründung: Unterwäsche mit einem Baumwollanteil von weniger als sechs Prozent nehme nicht genug Flüssigkeit auf und sei deshalb nicht gut für die Gesundheit. Sie darf deshalb nicht mehr verkauft werden. Die Franzosen vermuten, dass Moskau sich für die vom Westen verhängten Sanktionen rächen will. Der russische Abgeordnete Igor Tschernischijew bekräftigte jedoch: "Unsere Frauen sind in Unterwäsche, die in Moskau produziert wurde, hübscher als in der aus Frankreich."

(c) REUTERS (� Benoit Tessier / Reuters)

Angesichts des Filmstarts von "Fifty Shades of Grey" bereitet eine britische Baumarktkette ihre Mitarbeiter auf einen Kundenansturm vor. Der "Daily Telegraph" zitierte aus einem Memo an die mehr als 20.000 Mitarbeiter der Kette B&Q mit der Überschrift "Vorbereitung für Fifty Shades of Grey-Kundenanfragen". In der Mitteilung wird das Personal dazu angehalten, "sich mit dem Inhalt von Fifty Shades of Grey" vertraut zu machen. Mitarbeiter könnten die Sado-Maso-Geschichte auch eine Woche lang bei ihrem Arbeitgeber ausleihen. Damit sollen sich die Mitarbeiter auf "sensible" Fragen von Kunden vorbereiten.

Das Rundschreiben weist auf eine Szene hin, in der der reiche Unternehmer Christian Grey in einen Baumarkt geht, um Kabelbinder, Seil und Klebeband zu kaufen. "Mehr als für Ausbesserungen zu Hause sind diese Produkte dafür gedacht, Herrn Greys unkonventionelle sexuelle Wünsche zu erfüllen", wird in dem Memo vornehm formuliert. Für Nachahmer werde B&Q zusätzliche Vorräte an derartigen Produkten bereithalten.

(c) REUTERS (FABRIZIO BENSCH)

Reich werden als "Uberpreneur"

Die Taxi-App Uber eröffnet ungeahnte Geschäftsmöglichkeiten. Der Philippiner Gavin Escolar ist ein Uber-Fahrer aus San Francisco und verdient jährlich rund 250.000 US-Dollar (circa 219.000 Euro). Wie? Er hat das Taxi zum Ausstellungsraum für sein Schmuckgeschäft gemacht. Im Auto sind Stücke platziert, und mit interessierten Kunden sei das Geschäft dann leicht, so Escolar. Für seine Tätigkeit hat er auch einen neuen Namen entwickelt: "Uberpreneurship". and

(c) REUTERS (SERGIO PEREZ)

Japan führt Zwangsurlaub ein

25 Tage Urlaub - plus zahlreiche gesetzliche Feiertage: Was in Österreich Standard ist, wäre für viele japanische Arbeitnehmer die Hölle. Zumindest wenn man einer Umfrage glaubt, aus der die Agentur "Jiji Press" zitiert: Demnach nahm 2013 jeder sechste Arbeitnehmer gar keinen Urlaub. Im Schnitt verbrauchten die Japaner nur neun ihrer 18,5 Urlaubstage.

Viele Japaner sträuben sich dagegen, freizunehmen, weil sie sich nicht auf Kosten ihrer Kollegen ausruhen wollen. Das Wort "karoshi" hielt bereits Einzug ins Wörterbuch - es heißt "Tod durch Überarbeitung".

Mit einem Gesetz, das fünf gesetzliche Pflicht-Urlaubstage pro Jahr vorsieht, will die Regierung gegensteuern: Sie hat aber nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Konjunktur im Blick. Denn an ihren freien Tagen sollen die Japaner mehr Geld für Freizeitaktivitäten ausgeben - und so die Wirtschaft ankurbeln, was widerum bedeutet: mehr Arbeit.

(c) REUTERS (ISSEI KATO)

Auf Firmen-Toiletten soll Tageslicht zur Pflicht werden

In Deutschland sollen Firmentoiletten nach dem Willen der Politik nur noch erlaubt werden, wenn sie Zugang zu Tageslicht haben. Tageslicht, so die Begründung, sorge für gute psychische Gesundheit. Der Bundesrat hat mit dieser Verordnung zwar so seine Probleme, packt aber an anderer Stelle drauf. Jedem Beschäftigten müsse mindestens eine Kleiderablage zur Verfügung stehen, sofern keine Umkleideräume vorhanden sind. Kleiderhaken oder Garderoben reichen also nicht mehr aus. Und die Arbeitgeber sollen offenbar auch Heimarbeitsplätze kontrollieren. Zum Beispiel darauf, ob die Sonne am Telearbeitsplatz blendet oder der Schreibtisch ausreichend Platz für einen Handballen bietet. Die Arbeitgeber fragen sich: „Hat die Politik die Folgen zu Ende gedacht?“.

(c) imago/Steffen Schellhorn (imago stock&people)

Volkswurst überholt Volkswagen

Die VW-eigene Currywurst-Produktion hat 2014 den Autoabsatz von Volkswagen locker überholt. Das Stammwerk in Wolfsburg produzierte 7,8 Millionen Stück Wurstwaren.  Mit 6,3 Millionen Stück stellte die Currywurst wieder den Löwenanteil des jährlichen VW-Wurstabsatzes.

Zum Vergleich: Die Pkw-Kernmarke mit dem VW-Logo kam 2014 weltweit auf 6,12 Millionen ausgelieferte Wagen - die Currywurst hat die Sechs-Millionen-Marke schon länger geknackt. 30-VW-Mitarbeiter stellen Würste her. Diese vertreibt sie nicht nur in den eigenen Kantinen, sondern auch über den Einzelhandel.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Japan: Frittierter Zahn bei McDonald's aufgetaucht

McDonald's in Japan kämpft weiter mit Image-Problemen. Grund für die schlechte Presse ist dieses Mal ein Zahn in einer Pommes-Frites-Box. Eine Kundin äußerte sich beim Sender JNN empört: Der Manager habe sich lediglich entschuldigt, ohne darauf einzugehen, wie der Zahn in die Pommes Frites gelangt sei und welche Gegenmaßnahmen künftig getroffen würden. Der Manager habe ihr noch mitgeteilt, der Zahn sei "frittiert" worden. Geld zurück gab es dem Bericht zufolge trotzdem nicht.

Laut dem Sender Asahi war unklar, wie der Zahn ins Essen kam. McDonald's teilte mit, es sei unwahrscheinlich, dass es bereits vor dem Import aus den USA zu der Verunreinigung gekommen sei. Auch fehle keinem Mitarbeiter der Filiale ein Zahn.

McDonald's in Japan wird derzeit von einer Pannenserie heimgesucht. In Restaurants in Tokio und Misawa tauchten zuletzt Plastikteilchen in Menüs auf. Und außerdem sah sich die Kette gezwungen, nur noch kleine Portionen Pommes Frites zu verkaufen ...

McDonald's Japan muss Pommes rationieren

McDonald's verkauft in Japan derzeit nur kleine Portionen Pommes frites. Das Unternehmen sehe sich dazu gezwungen, weil es wegen eines Bummelstreiks von Hafenarbeitern an der US-Westküste nicht genug Erdäpfel geliefert bekomme, erklärte McDonald's. Zwar seien 1000 Tonnen auf dem Luftweg und weitere 1600 Tonnen aus anderen Häfen angefordert worden, "doch das reicht nicht aus, um die normale Versorgung sicherzustellen", sagte ein Sprecher. Deshalb würden auf der Speisekarte und in den Menüs nur kleine Portionen Pommes frites angeboten. -

McDonald's betreibt in Japan rund 3000 Filialen, die in diesem Jahr bereits eine Hühnerfleisch-Knappheit verkraften mussten. Grund waren damals Hygienemängel bei einem Zulieferer in China.

Die Presse (Michaela Bruckberger)

Abgehoben: Airline-Managerin verhindert Start wegen Nüssen

Eine Packung Macadamia-Nüsse wurde der Tochter des Chefs der südkoreanischen Fluggesellschaft Korean Air zum Verhängnis. Diese wurde ihr nämlich auf einem Linienflug nicht wie vorgesehen in einer Schale, sondern in einem Sackerl angeboten. Cho Hyun Ah schmiss kurzerhand die Chefin des Kabinenpersonals aus dem Flugzeug und verzögerte den Start so um 20 Minuten.

Die Causa rief sogar die größte Oppositionspartei des Landes auf den Plan: Die Tochter von Korean-Air-Chef Cho Yang Ho habe dem Ruf der nationalen Fluggesellschaft geschadet, so der Vorwurf. Letztendlich wurde der Druck so groß, dass die 40-Jährige zurücktreten musste.

Twitter-Manager verplaudert sich auf Twitter

Auch ranghohe Twitter-Manager sind nicht davor gefeit, vertrauliche Nachrichten aus Versehen öffentlich zu verschicken: Finanzchef Anthony Noto sprach sich darin für die Übernahme einer nicht näher genannten Firma aus. "Ich finde immer noch, wir sollten sie kaufen", schrieb er. "Ich habe einen Plan." Der unbekannte Empfänger sollte sich Mitte Dezember mit einem Vertreter des Übernahmekandidaten treffen soll. Der Tweet wurde freilich schon gelöscht, als >>Screenshot wird er aber wohl noch lange durchs Netz geistern. Welche Folgen das für Finanzchef Noto haben wird, ist noch unkar.

Dass eine öffentlich gemachte Privat-Nachricht die Karriere ruinieren kann, zeigte jedenfalls der US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner: 2011 veröffentlichte er ein freizügiges Foto, das für eine Twitter-Bekanntschaft gedacht war. Er zog sich wenig später aus dem Parlament zurück.

REUTERS

Bob Marley als Marihuana-Marke

Bob-Marley-Eistee, Bob-Marley-Feuerzeuge und Bob-Marley-Papers gibt es ja schon. Und bald können Fans ihre Sammlung mit einem weiteren Marley-Produkt komplettieren. Denn der verstorbene Musiker, Zeit seines Lebens Verfechter der Cannabis-Legalisierung, soll Namensgeber der "weltweit ersten globalen Cannabis-Marke" werden: "Marley Natural" werde im Zuge der Legalisierung von Marihuana in mehreren US-Bundesstaaten als "Cannabis der Premiumklasse" vermarktet, teilte die Marleys Familie mit.

Das Rauschmittel sei in Zusammenarbeit mit der Firma Privateer im Bundesstaat Washington entwickelt worden. Es solle Ende 2015 auf den Markt kommen.

Marley starb am 11. Mai 1981 im Alter von 36 Jahren an Krebs. Den Marihuana-Konsum hatte der  Rastafari stets als Kernbestandteil seines Glaubens betrachtet.

Imago

Dubai verteilt Gold in der Bahn

Wenn Wien anders ist, was ist dann Dubai? Die Wüstenstadt hat zwar eine U-Bahn (die wie die neuen Teile der U2) über der Erde fährt. Aber der Bahn mangelt es an Fahrgästen. In Dubai sind eben die Straßen breit und das Benzin billig. Deswegen kann man jetzt kiloweise Gold gewinnen – wenn man die U-Bahn nutzt. Wien ist für solche Aktionen wohl weder anders noch reich genug. (jil)

EPA

Schweiz: Hitler auf Kaffeeobersdeckel

Eine Tochter der Schweizer Supermarktkette Migros hat Kaffeeobersdeckel mit Porträts von Adolf Hitler und Benito Mussolini vertrieben. Die Supermarktkette sprach am Mittwoch von einer "unverzeihlichen Fehlleistung" und entschuldigte sich. Migros-Sprecher Luzi Weber bestätigte damit einen Bericht der Gratiszeitung "20 Minuten": Die Motive, die die Firma Karo Versand entworfen habe, seien ohne nähere Begutachtung übernommen worden.

Insgesamt 300 Schachteln à 200 Kaffeeobers-Portionen seien ausschließlich an Gastrobetriebe verkauft worden. Die Porträts der beiden Diktatoren kämen je rund vier Mal pro Packung vor.

Screenshot

Alpenbitter

Seit 1902 wird im Schweizer Appenzell der Alpenbitter aus 42 erlesenen Kräutern hergestellt. Zehntausende pilgern jedes Jahr in die Produktionsstätte des Unternehmens und nehmen dort auch eine Flasche des Kräuterlikörs mit. Verpackt wird das Ein-Liter-Getränk in einer tragfesten Tragetasche, auf der die Spirituose abgebildet ist.
Doch damit ist es jetzt vorbei, wie die Schweizer "Blick" berichtet.

Denn Beamte der Alkoholverwaltung befanden die Tragetasche für zu tragefest. Denn das Alkoholgesetz schreibt vor, dass Taschen mit Werbung für Schnäpse und Liköre ausschliesslich zum Transport der Alkoholika verwendet werden dürfen. Sind sie zu stabil, kann man die Taschen für andere Einkäufe verwenden. Die Werbung darauf verstösst dann gegen das Gesetz.Das Verbot gilt ab sofort, die etwa 10.000 noch im Vorrat befindlichen Taschen müssen vernichtet werden.

Mitaktionär und alt CVP-Nationalrat Arthur Löpfe ist sauer: "Das ist ein schlimmes Beispiel von Amtsschimmelei." Hier werde ein Gesetz eng und kleinlich ausgelegt. Die Appenzeller überlegen einen kreativen Ausweg: Statt das Bild einer Flasche das Foto des auch schnapshältigen Alpenbitter-Schoko-Stängelis auf die Taschen zu drucken. Denn dafür gilt in der Schweiz das Lebensmittelgesetz.

(c) Alpenbitter