Stupid Economy: Klofrau erstreitet sich 1000 Euro Trinkgeld

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Klofrau erstreitet sich 1000 Euro Trinkgeld

Darf eine Klofrau die Münzen, die auf ihrem Teller landen, eigentlich behalten? Diese Frage beschäftigte das Arbeitsgericht Gelsenkirchen. 5,20 Euro pro Stunde zahlte eine Reinigungsfirma einer sogenannten "Sitzerin" in einem deutschen Einkaufszentrum. Innerhalb von zwei Monaten sammelten sie und ihre Kolleginnen rund 30.000 Euro von den Kunden ein. Doch das Reinigungsunternehmen wollte nichts von dem Geld den Frauen überlassen.

Eine Klofrau zog daher vor Gericht und forderte ein Zwanzigstel der Summe - mit der Begründung, dass WC-Besucher das Geld als Trinkgeld geben. Das Unternehmen spricht dagegen von einem "freiwilligen Nutzungsentgelt", das alleine dem Arbeitgeber zustehe. Einen Hinweis gab es für Besucher nicht. Schließlich kam ein Vergleich zustande, das Unternehmen zahlte 1000 Euro.

Bild : Die Presse (Michaela Bruckberger)

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