Stupid Economy: Tragetasche verstößt gegen Alkoholgesetz

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Alpenbitter

Seit 1902 wird im Schweizer Appenzell der Alpenbitter aus 42 erlesenen Kräutern hergestellt. Zehntausende pilgern jedes Jahr in die Produktionsstätte des Unternehmens und nehmen dort auch eine Flasche des Kräuterlikörs mit. Verpackt wird das Ein-Liter-Getränk in einer tragfesten Tragetasche, auf der die Spirituose abgebildet ist.
Doch damit ist es jetzt vorbei, wie die Schweizer "Blick" berichtet.

Denn Beamte der Alkoholverwaltung befanden die Tragetasche für zu tragefest. Denn das Alkoholgesetz schreibt vor, dass Taschen mit Werbung für Schnäpse und Liköre ausschliesslich zum Transport der Alkoholika verwendet werden dürfen. Sind sie zu stabil, kann man die Taschen für andere Einkäufe verwenden. Die Werbung darauf verstösst dann gegen das Gesetz.Das Verbot gilt ab sofort, die etwa 10.000 noch im Vorrat befindlichen Taschen müssen vernichtet werden.

Mitaktionär und alt CVP-Nationalrat Arthur Löpfe ist sauer: "Das ist ein schlimmes Beispiel von Amtsschimmelei." Hier werde ein Gesetz eng und kleinlich ausgelegt. Die Appenzeller überlegen einen kreativen Ausweg: Statt das Bild einer Flasche das Foto des auch schnapshältigen Alpenbitter-Schoko-Stängelis auf die Taschen zu drucken. Denn dafür gilt in der Schweiz das Lebensmittelgesetz.

Bild : (c) Alpenbitter

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