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EU: Deckel für Bankgagen

23.02.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

EU-Kommissar Michel Barnier denkt über eine Begrenzung der höchsten Gehälter bei Geldhäusern nach, um mehr „Gerechtigkeit in der Gesellschaft“ sowie mehr „Fairness zwischen Mitarbeitern einer Bank“ zu erreichen.

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Wien/Red. Um mehr „Gerechtigkeit in der Gesellschaft“ sowie mehr „Fairness zwischen Mitarbeitern einer Bank“ zu erreichen, kann sich Michel Barnier vorstellen, eine Obergrenze für Gehälter von Spitzenbankern festzulegen. „Ich denke über die interessante Idee nach, dass das höchste Gehalt in einer Bank ein bestimmtes Verhältnis zum niedrigsten Lohn dort nicht übersteigen darf“, sagte der EU-Binnenmarktkommissar der „Süddeutschen Zeitung“.

Details darüber, in welchem Verhältnis zu den niedrigsten Gehältern Topbanker künftig entlohnt werden könnten, nannte Barnier nicht. Jedenfalls gehe es ihm nicht bloß um das Grundgehalt, auch die Bonuszahlungen will der Kommissar beschränken. Hohe Boni seien „ungerechtfertigt“, meint Barnier. Er lasse derzeit prüfen, wie etwaige EU-Regeln zum Thema Gehalt und Bonuszahlungen in den einzelnen Mitgliedsländern umgesetzt werden könnten.

Anlass für den Vorstoß Barniers dürfte die jüngste Debatte in Großbritannien sein, wonach mehrere Spitzenbanker Millionenboni kassierten, obwohl ihre Banken hohe Verluste einfuhren. So verzichteten die Chefs der Bankenhäuser Lloyds und Royal Bank of Scotland auf einen Teil ihrer Sonderzahlungen. Einige Investmentbanker taten dies hingegen nicht – was ihnen teils heftige öffentliche Kritik einbrachte.

Am Mittwoch hatte Barnier acht Fachleute ernannt, die für die Kommission ein Konzept ausarbeiten sollen, wie der europäische Bankensektor künftig reguliert werden könnte. Neben den Banken hat es der Kommissar auch auf die Ratingagenturen abgesehen. Sie müssten in Zukunft ebenfalls „schärfer reguliert werden“.

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2 Kommentare
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aha

DIE anderen sollen - will - WER denke ..

Das Lösung des Problems hoher Gehälter,

also Zahlungen an "Angestellte", nicht Firmeneigentümer, liegt nicht bei (weiteren) Verboten, sondern bei den Eigentümern einer solchen Firma.

Bei Banken also üblicherweise bei den Genossenschaftern und Aktionären, wozu auch Vater Staat selbst zählt.

Das hier jedoch schon oft die Eigentümer nicht mehr "rein wirtschaftliche" Entscheidungen treffen (können), ergibt sich aus der gewachsenen Struktur. Denn solche Entscheidungen sind ebenfalls schon lange zu "Angestellten" abgegeben worden, wo sich auffallend viele "ehemalige" Politiker tummeln.

Diese diversen Aufsichts- und sonstigen Räte bestimmen mit den "Chef's, wo's langgeht. Die Eigentümer (Aktionäre) sind dagegen zu reinen "Aktienhaltern" verkommen.

Eine Steigerung der möglichen Einflußnahme der Eigentümer würde daher vielleicht etwas mehr bringen, als die eher rein populistische Maßnahme, von außen mit Deckelungen zu arbeiten, welche in der Praxis sowieso innerhalb von 14 Tagen umgangen werden.

Hobbyökonom