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Deutschland: Angestrebte Sparziele nicht erreicht

11.03.2012 | 18:39 |   (Die Presse)

Die Bundesrepublik mahnt die Mitgliedstaaten der EU zum Sparen. Seine eigenen Vorgaben für das abgelaufene Jahr hat Deutschland verfehlt, dennoch steht die größte Volkswirtschaft Europas besser da als andere Euroländer.

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Wien/Ag./Red. Sparen. Das ist den Deutschen, das ist Bundeskanzlerin Angela Merkel wichtig. Sehr wichtig. Kaum ein EU-Gipfel vergeht, an dem die Regierungschefin ihr oberstes Ziel, die Haushaltsdisziplin Europas, nicht aus den Augen verliert.

Und nun? Nun dürfte die Bundesregierung in Berlin ihre eigenen Sparziele für das abgelaufene Jahr verfehlt haben. Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zufolge hätte der Staat im Vorjahr nämlich nur 4,7 Mrd. Euro eingespart. Ursprünglich hat die Koalition aus Union und FDP aber Einsparungen in der Höhe von 11,2 Mrd. Euro veranschlagt. Das berichtet das Magazin „Spiegel“. Und auch in diesem Jahr könnte Deutschland seine Ziele verfehlen. Von den avisierten 19,1 Mrd. Euro seien bislang nicht einmal die Hälfte umgesetzt worden, heißt es weiter.

Im Zuge der Krise hat die deutsche Regierung ein 80 Mrd. Euro schweres Sparpaket auf den Weg gebracht und sich sogleich ein ambitioniertes Ziel gesetzt, da die Summe bereits bis zum Jahr 2014 eingespart werden sollte. Das Paket war vor allem auch deshalb so ambitioniert gewählt, damit der Staat seine im Jahr 2009 beschlossene Schuldenbremse auch erreichen kann. Diese sieht vor, dass sich der Bund ab 2016 nur noch mit 0,35 Prozent neu verschuldet. Und die deutschen Bundesländer dürfen sich ab 2020 gar nicht mehr neu verschulden.

 

Hohe Steuereinnahmen sichern Ziele

Thomas Oppermann, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, kritisiert jedoch: „Merkel diktiert den europäischen Partnern das Sparen, kann aber in Deutschland ihre eigenen Sparbeschlüsse nicht durchsetzen.“

Deutschland gilt immerhin als treibende Kraft hinter dem Anfang März beschlossenen EU-Fiskalpakt. Dieser sieht vor, dass sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, außer Großbritannien und Tschechien, dazu verpflichten, nationale Schuldenbremsen einzuführen. Weiters steht festgeschrieben, dass die Länder ihr strukturelles Defizit auf 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken.

Deutschland ist mit seiner Haushaltssanierung dennoch vorangekommen. Im vergangenen Jahr sprudelten die Steuereinnahmen, daher mussten auch weniger Schulden aufgenommen werden. Eine vergangene Woche publizierte Studie des „Instituts der deutschen Wirtschaft Köln“ und der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ kommt zu dem Schluss, dass Deutschland sein strukturelles Defizit bereits im kommenden Jahr unter den Wert von 0,35 Prozent wird zurückführen können – vorausgesetzt, die Regierung setzt all ihre Maßnahmen wie geplant um.

Auch wenn Deutschland seine Sparziele nicht erreicht hat, steht die größte Volkswirtschaft Europas weitaus besser da als andere Euroländer. Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass Spanien sein mit der EU vereinbartes Haushaltsdefizit von sechs Prozent für 2011 nicht erreichen konnte. Die Neuverschuldung der Iberer lag bei 8,51 Prozent. Und auch heuer sieht es düster aus: Just am Tag der Unterzeichnung des Fiskalpakts gestand Ministerpräsident Mariano Rajoy ein, dass das Defizit auch in diesem Jahr verfehlt werde. Spanien hat heuer bereits ein Sparpaket im Umfang von 15 Mrd. Euro beschlossen. Weitere Ausgabenkürzungen in der Höhe von 35 Mrd. Euro sollen noch hinzukommen.

 

Belgien strebt Defizit von 2,8 Prozent an

Um sicherzustellen, dass auch Belgien die Vorgaben der EU erfüllt, will das Land ebenso weiter an der Sparschraube drehen. Zwar hat die neue Regierung zum Ende des Vorjahres bereits ein Konsolidierungspaket von 11,3 Mrd. Euro vorgelegt. Nun sollen jedoch weitere Kürzungen im Ausmaß von 1,82 Mrd. Euro folgen. Schließlich wolle man das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 2,8 Prozent drücken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2012)

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8 Kommentare
Gast: wolfis
11.03.2012 22:45
3 0

über 2BILLIONEN schulden, und dann wird noch auf oberlehrer gemacht - aber mit hartzIV hungerlöhnen u. altersarmut bei den pensionisten steht D immer noch besser da, als die anderen, des is ka kunst;


Gast: b754
11.03.2012 21:19
3 0

merkel zerstört europa

und alle schauen zu

Gast: 1. Parteiloser
11.03.2012 18:56
2 4

Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

Wenn man, wie ich, davon ausgeht, dass die Schulden nur durch reale Leistungen abgetragen werden können, dann müssen wir die Schulden auf die verf. Arbeitskräfte umlegen. Ganz korrekt ist das nicht, weil ja auch die vielen Unternehmen gut Leistungen bringen. Ich meine aber, dass die Zahl der Arbeitslosen eine Kompensation für die vielen Unternehmer ist und es in etwa schon passen wird.

Offizielle Schulden USD pro verf. Arbeitskraft 2010:
1) Österreich:.......75.443.-
2) Deutschland:....64.453.-
3) USA:.................59.940.-
4) Schweiz............44.800.-
5) Schweden:.......36.500.-
6) Tschechien:......13.807.-

Auch die Deutschen, welche vermeintlich gut dastehen und eine gute Bontät genießen, werden den Schuldenberg niemals abbauen können. Das gilt umso mehr, als auch in Deutschland die Staatsausgaben der Parteibonzenmisthaufen vollkommen außer Kontrolle sind.

Die Merklova ist eben auch nur ein versteckter Kommunist!

3 0

Re: Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

die frage ist macht es Sinn, Fremdkapital komplett abzubauen? vgl. unternehmen.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.03.2012 09:11
0 0

Re: Re: Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

Es geht sicher nicht darum die Schulden der Staaten vollständig abzubauen.

Ich wollte darstellen, dass es sich auch bei Deutschland um einer Überschuldung handelt. Es ist eine Überschuldung, weil auch diese Land keine wirkliche Chance hat die Schulden jemals zurückzubezahlen. Auch D kann sich nur noch herausinflationieren, also durch die irre Geldschöpfung der EZB gerettet werden.

Ein direkter Vergleich mit Unternehmen ist eher nicht passend, weil Staaten ja auch andere Aufgaben haben. Ich würde aber meinen, dass der Schuldenstand eine maximal Höhe haben sollte, welche auch eine Zurückzahlung ermöglicht. Ich würde auch meinen, dass neue Schulden zu Investitionen verwendet werden sollten, um in Zukunft bessere Leistungen zu ermöglichen. Die Finanzierung von Bereichen, welche keine Leistung erbringen, oder nur sehr schwache Leistungen, erscheint auch für Staaten sehr kontraproduktiv zu sein.

Ich kenne Unternehmen mit Fremdkapitalquoten zwischen -% und 100%. Ich würde aber etwa 30% von einer Handlungsfähigkeit sprechen und konnte beobachten, dass die Unternehmen mit sehr hohen EKQ einfach viel besser laufen, auch vorwärts gehen.

Die Staaten der Eurozone haben doch fast alle schon negative EKQ und sind deshalb schon abgewirtschaftet. Dien haben die Balance verloren, D auch!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.03.2012 08:11
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Re: Re: Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

Es geht sicher nicht darum die Schulden der Staaten vollständig abzubauen.

Ich wollte darstellen, dass es sich auch bei Deutschland um einer Überschuldung handelt. Es ist eine Überschuldung, weil auch diese Land keine wirkliche Chance hat die Schulden jemals zurückzubezahlen. Auch D kann sich nur noch herausinflationieren, also durch die irre Geldschöpfung der EZB gerettet werden.

Ein direkter Vergleich mit Unternehmen ist eher nicht passend, weil Staaten ja auch andere Aufgaben haben. Ich würde aber meinen, dass der Schuldenstand eine maximal Höhe haben sollte, welche auch eine Zurückzahlung ermöglicht. Ich würde auch meinen, dass neue Schulden zu Investitionen verwendet werden sollten, um in Zukunft bessere Leistungen zu ermöglichen. Die Finanzierung von Bereichen, welche keine Leistung erbringen, oder nur sehr schwache Leistungen, erscheint auch für Staaten sehr kontraproduktiv zu sein.

Ich kenne Unternehmen mit Fremdkapitalquoten zwischen -% und 100%. Ich würde aber etwa 30% von einer Handlungsfähigkeit sprechen und konnte beobachten, dass die Unternehmen mit sehr hohen EKQ einfach viel besser laufen, auch vorwärts gehen.

Die Staaten der Eurozone haben doch fast alle schon negative EKQ und sind deshalb schon abgewirtschaftet. Dien haben die Balance verloren, D auch!

Antworten Gast: =EHM=
11.03.2012 21:59
0 0

Re: Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

Bleibt nur die Frage, warum sich Angela anmasst den anderen EU-Mitgliedstatten vorzuschreiben, wie diese ihre Probleme zu lösen hätten.

Und warum Angela und ihr Finanzminister die einfachen Leute (Steuahler) eines ganzen Landes in Armut und Ausweglosigkeit stürzen darf.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.03.2012 11:02
2 0

Re: Re: Ja, D hat auch schon 2.000.000.000.000.- Euro Schulden!

Die Antworten zu Ihren Fragen können Sie zum Teil diesem Artikel entnehmen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/738574/Die-Politiker-schwelgen-in-Allmachtsfantasien?from=suche.intern.portal

Kommunisten haben immer Allmachtsfantasien und üben sich der Zwangsbeglückung der Mitmenschen!

Hobbyökonom