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Rainer Hank: "Der Staat ist seinen Preis nicht wert"

17.03.2012 | 18:27 |  von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Rainer Hank rechnet im Buch "Die Pleite-Republik" mit der schuldenfinanzierten Wohlfahrt ab. Der liberale "FAZ"-Journalist hält Glückskommissionen für den Weg zur Schreckensherrschaft.

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Sie behaupten, dass der Wohlfahrtsstaat die Bürger entmündigt und uns die Schuldenkrise beschert hat. Wenn es so wäre: Das würden sich die Bürger doch nicht gefallen lassen. Wir leben in einer Demokratie.

Rainer Hank: Der Staat hat sich Verführungen überlegt, mit denen er den Bürgern die Mündigkeit abkauft. Und die rebellieren nicht dagegen. Denn mündig sein ist nicht immer angenehm. Freiheit trägt das Risiko des Scheiterns in sich. Der Staat verspricht, das Risiko abzunehmen. Dazu kommen finanzielle Wohltaten aller Art.

Die Schuldenkrise verdanken wir dem US-Finanzsystem. Suchen Sie die Wurzel des Problems am falschen Ort?

In Amerika ist der Sozialstaat weniger ausgebaut als in Europa. Dafür fühlen sich die Politiker sehr verantwortlich, dass alle einen Job haben. Aber seit 20 Jahren gibt es Wachstum ohne neue Jobs, die Einkommensschere geht dort wirklich extrem auseinander. In diesem Punkt hat die Occupy-Bewegung recht: Das „eine Prozent“ hat sich abgekoppelt. Die Politiker versuchten, das zu kompensieren, indem sie Eigenheime finanziell extrem förderten. Leuten ohne Eigentum wurde das Schlaraffenland versprochen. Die Banken machten dankbar mit: Sie vergaben Hypothekenkredite jenseits aller normalen Risikokalkulation. Aber im Kern der Finanzkrise steckte Sozialpolitik.

Was hat das mit Europas Schuldenkrise zu tun?

In beiden Fällen geht es um Folgen staatlicher Wohlfahrt. Der Sozialstaat hat die Tendenz, immer mehr Geld auszugeben und sich immer neue Aufgaben einfallen zu lassen. Weil die Bürger nicht gerne Steuern zahlen, schließt die Regierung mit ihnen ein Bündnis zulasten späterer Generationen: Sie nimmt Schulden auf. Das ist feig. Oft werden die Ausgaben als Investitionen verbrämt, für die uns die Nachkommen dankbar sein werden. Die können ja nicht gefragt werden, weil sie noch nicht geboren sind.

Wollen Sie den Sozialstaat abschaffen?

Ich bin kein Radikalkritiker des Sozialstaates. Die kollektiven Versicherungen zu Ende des 19. Jahrhunderts waren eine geniale Idee. Sie federten Folgen der Industriellen Revolution ab: das Ende des sozialen Netzes der Großfamilie, die Gefahr von Massenarbeitslosigkeit in Wirtschaftskrisen. Wir sollten dieses Arrangement belassen – aber nicht in dieser Höhe. Gute Absicherung ist effizienter und billiger möglich. Und wir müssen den Sozialstaat zurückführen auf Freiheitsentscheidungen der Menschen.

Der Staat hat aber auch neue Aufgaben übernehmen müssen. Zum Beispiel, die sinkenden Geburtenraten zu stoppen.

Die Fruchtbarkeit einer Gesellschaft ist das Ergebnis von freien Entscheidungen, von zutiefst privaten Angelegenheiten. Das geht den Staat nichts an. Davon abgesehen führt der hohe Mitteleinsatz für diesen Förderzoo zumindest in Deutschland nicht zum Ziel. Das Elterngeld etwa hat als Anreiz für höhere Geburtenraten völlig versagt.

Der Staat muss auch mehr Geld in Bildung investieren, damit wir in der Globalisierung bestehen können.

Es gibt auch eine Form von gutem Paternalismus. Er macht sich selbst überflüssig, weil er Menschen ermächtigt und ermuntert, selbstständig zu handeln. Das leistet die Bildung. Sie ist Aufgabe der Eltern, aber subsidiär auch des Staates. Er soll sie anstoßen, von mir aus auch finanziell. Aber das heißt nicht zugleich oder gar ausschließlich durch staatliche Schulen. Es soll eine Bildungspflicht geben. Aber wie die Menschen zur Bildung kommen, ist ihnen zu überlassen. Von Wettbewerb profitieren alle. Noch etwas: Die allgemeine Schulpflicht ist ein Skandal. Wenn ein Vater sein Kind wie weiland der alte Goethe selbst erziehen will, dann soll er es tun dürfen.

Die Einkommensschere geht auch in Deutschland auseinander. Das wird als ungerecht und bedrohlich empfunden. Also muss der Staat mehr Transfers zahlen.

Wenn Sie von Ihrem Vater ein Vermögen geerbt haben und ich nicht, ist das kein Gerechtigkeitsproblem – solange uns das Privateigentum heilig bleibt. Dennoch erleben wir Ungleichheit sehr ambivalent. Ich gönne meinem Nachbarn nicht, dass er ein dickeres Auto hat als ich. Wie gehe ich damit um? Ich kann sagen: Ich tue alles, um mir auch so ein Auto leisten zu können. Der ist ja nicht schlauer als ich, wäre doch gelacht. So stimuliert die Differenzerfahrung den Wettbewerb. Oder aber sie lähmt mich, macht mich unglücklich, depressiv. Diese negative Erfahrung will der Staat durch Umverteilung ausgleichen. Wenn ihm das gelingt, nährt er die Erwartung: Ich muss mich nicht bemühen, die Umstände sind schuld, der Staat wird es richten. Wenn er es nicht richtet, werde ich noch unglücklicher. Die Effekte verstärken sich selbst. Das macht unmündig und schafft einen Staat, der seinen hohen Preis nicht wert ist.

Aber die Unglückserfahrung gibt es. Damit sollten wir uns nicht abfinden.

Die Menschen sollten in den Stand gesetzt werden, ungleich verteilte Einkommen auszuhalten. Auch dazu hilft Bildung.

Wohlfahrt muss nicht viel kosten. Regierungen lassen sich immer öfter von Verhaltensökonomen zeigen, wie sich das Glück der Bürger mehren lässt. Wir sollen zum Beispiel gesünder leben. Dazu setzt der Staat weniger auf Verbote als auf versteckte Anreize – also keine Bevormundung mehr.

Das halte ich für sehr gefährlich. Ich bin den Ökonomen böse, die sich da so willfährig einspannen lassen. Wenn Regierungen anfangen, das Glück der Bürger zu bestimmen, landen wir in einer Schreckensherrschaft. Die Französische Revolution endete im „Terreur“, uns droht ein psychischer Terror. Der neue Paternalismus ist ein raffinierter Taschenspielertrick: Ich zwinge dir nichts auf, sondern sage dir, was du wollen würdest, wenn du bei klarem Kopfe wärst. Da greift der Staat in meine Psyche ein. Natürlich geht es da drinnen widersprüchlich zu. Aber wer sagt denn, dass langfristige Interessen immer den kurzfristigen überlegen sind, wie die Verhaltensökonomen meinen? Bin ich nicht frei genug zu sagen: Der Genuss beim Rauchen ist mir wichtig, dafür nehme ich langfristige Nachteile in Kauf? Das eigene Ich zu modellieren, mit all seinen Nutzenfunktionen und Gefühlen, das sollten wir den Menschen selbst überlassen.

Kommen wir zur Eurokrise. Nur durch „mehr Europa“ können wir in der globalisierten Welt bestehen: Diesen breiten Konsens greifen Sie an. Warum?

Vor 500 Jahren hatten Chinesen und Europäer die gleichen Erfindungen. Aber wo hat man etwas daraus gemacht? Nicht im Riesenreich China, sondern im zersplitterten Europa. Sein Erfolg war gerade die Kleinstaaterei. Worauf es ankommt, ist nicht territoriale Größe, sondern Spezialisierung, reger Austausch und offene Grenzen. Das ist auch die Idee des EU-Binnenmarktes. Damit meistern wir die Globalisierung, nicht durch eine Fiskal- und Sozialunion. Die bringt uns nur die Probleme mit dem Finanzausgleich, die wir schon national haben.

Warum glauben Sie, dass kleinere Einheiten besser wirtschaften? Gerade Kommunen verschulden sich oft bis über beide Ohren.

Weil sie bei uns das Geld anderer Leute ausgeben. Die Länder und Gemeinden brauchen viel mehr Fiskalautonomie, müssen selbst Steuern einheben und verwalten. Und wir brauchen ein Bailout-Verbot. Wenn eine Gemeinde ein Schwimmbad baut, müssen ihre Bewohner dafür einstehen, am besten durch eine Abstimmung. Alles muss überschaubar bleiben. Ich lebe seit 20 Jahren in Frankfurt, fühle mich den Menschen hier nahe. Das ist mein Lebensraum, ich weiß, was ich wofür bezahlen will. Die Menschen stimmen auch nicht gegen das Schwimmbad, weil sie selbst einen Pool haben. Sie wollen mehr, als nur ihren ureigenen Nutzen mehren.

neu erschienen

»Die Pleite-Republik«(446 Seiten) ist vor Kurzem im Blessing-Verlag erschienen.

Rainer Hank
ist seit 2001 Ressortleiter Wirtschaft der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seine Analyse „Der amerikanische Virus“ wurde 2009 als eines der besten Bücher zur Finanzkrise gelobt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2012)

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59 Kommentare
 
12
Gast: Liber Al
19.03.2012 17:24
1 0

$$$$$$$$$$$$$$$$$

die finanz u. immobilienkrise in amerika wurde mitunter auch von dem gesetz verursacht das es banken/bankern per strafe verboten war leuten einen kredit zur finanzierung eines eigenheims zu verweigern(auch wenn diese völlig mittelos waren),das ging sogar so weit das anklage wegen rassismus gegen banker erhoben wurde die z.b hispanics oder afroamerikanern kredite verweigerten(nicht falsch verstehen,ich bin der überzeugte antirassist!!)! diese gesetzt wurde schon (unter glass u. steagall)weit vor der krise ins leben gerufen,zwischendurch aber ausgesetzt u. unter dem liebling der linken billy- boy clinton wieder eingesetzt!! so viel zu den vorwürfen gegen kapitalisten,neoliberale etc. die hier im forum bzgl. finanzkrise,immobilienkrise u. der europäischen staatsschuldenkrise erhoben werden !! ps: ich als liberaler realist weiss natürlich das fakten auf den tisch legen gegen die festgefahrene meinung von sozialisten nichts nützt,aber wenn man nicht mehr schreibt,postet oder redet glaubt man auch nicht mehr an die demokratie !!

Antworten Gast: Roderik
19.03.2012 19:38
0 0

Re: $$$$$$$$$$$$$$$$$

"die finanz u. immobilienkrise in amerika wurde mitunter auch von dem gesetz verursacht das es banken/bankern per strafe verboten war leuten einen kredit zur finanzierung eines eigenheims zu verweigern"

Wenn dies stimmte, wären die USA das Paradies aller Hartz-VI-Empfänger mit verbrieftem Anrecht auf Hunderttausende Dollar Kredit!
Ich kenne die Geschichte anders herum. Demnach waren die Banker keineswegs gezwungen die Bonitätsprüfung der Darlehensnehmer weiss zu waschen. Ganz im Gegenteil, Banker, die sich an die Regeln eines ehrbaren Bankers hielten und keine Kredite vergaben ( und damit auf die Boni verzichteten), wurden von der US-Presse verhöhnt. So nachzulesen bei Bonner/Wiggin: Das Schuldenimperium

Antworten Antworten Gast: Liber Al
20.03.2012 10:01
0 0

Re: Re: $$$$$$$$$$$$$$$$$

genau ihre beschriebenen hartz- VI(die ami- version natürlich) empfänger haben auch diese hunderttausend dollar kredite bekommen ; nachzulesen bei lawrence g. mc donald/patrik robinson : dead bank walking ---> wie lehman brothers zusammenbrach !! ps: erst vor kurzen einen bericht in der ard gesehen bzgl. schrottimmobilien in amerika,da hatte eine völlig mittellose junge frau ohne job, dem anschein nach auch "völlig neben der bahn" 5 häuser(in der selben strasse/ort) von 5 verschiedenen banken finanziert bekommen,selbst der ansonsten unerschütterliche u. sachliche deutsche interviewer war völlig baff als im klar wurde das die frau sich dem ausmass ihrer verschuldung u. der chancenlosigkeit auf rückzahlung nicht bewusst ist/war !! aber wie gesagt es helfen keine fakten !!

Gast: Oddevold
19.03.2012 13:28
1 2

gut gebrüllt

aber wenn ein liberaler von freiheit spricht, dann werd ich skeptisch. was dieser hängematten-spezi tatsächlich meint:

seine persönliche freiheit ist unantastbar und er entscheidet, was der pöbel zu ertragen hat. ansonsten lautet die devise: hände falten, goschn halten und hackeln zum wohle der leistungs-schmarotzer.

Gast: Smoky McPot
19.03.2012 12:05
1 0

Volksverdummung: Heute mit Rainer Hank

"Die Menschen sollten in den Stand gesetzt werden, ungleich verteilte Einkommen auszuhalten."

Einerseits kritisiert Hank, dass die Bürger sich nicht mündig verhalten und nicht rebellieren, andererseits soll der Bürger Ungerechtigkeiten aushalten. Manche Psychiater würden in so einem Fall Psychose "diagnostizieren".

"Auch dazu hilft Bildung."

Nein. Unbildung hilft, dass Leute nicht gegen die Ungerechtigkeiten rebellieren. Ungebildete hetzen lieber gegen die "faulen Griechen".


Re: Volksverdummung: Heute mit Rainer Hank

Wie kommen Sie auf die Idee das ungleiche Einkommen eine Ungerechtigkeit darstellen???

Gast: Neuliberaler
19.03.2012 11:38
0 1

Auffällig

Der Herr mit den strengen Ansichten, und dem ebenso strengen Blick ist auch bei der ARD-Pressestunde verhaltensauffällig. Der ändert sich nimmer.

Gast: pächter der wahrheit
19.03.2012 11:11
1 0

Entmündigung und Demokratie

Kann ich voll und ganz unterschreiben. Die Bürger Europas sind mit einer Herde von Schafen zu vergleichen - die sich naiv/faul/gutgläubig Ihren Schlächtern (hier in Gestalt von Grosskapital und deren Politikschergen) ausliefern.

Und irgendwann steht dann alles an und die Schafe werden munter. Dann wird es aber zu spät sein, weil die Entmündigung bereits in Gesetze gegossen wurde (s. Sozialpartnerschaft in Österreich im Verfassungsrang).

Natürlich tut Verantwortung manchmal weh.

Gast: Farbenseher
19.03.2012 10:19
1 1

Absolut lernresistent

Die neoliberalen Mietmäuler, die unsere Gesellschaft in den Sumpf geführt haben, in dem sie nun steckt, mit deregulierten Finanzmärkten, Investorenheuschrecken, Lohndumping, Alters- und Kinderarmut, einer verarmten öffentlichen Hand und am existenzminimum kratzenden Kommunen, sind selbstverständlich dreist und kaltschnäuzig genug, dem Sozialstaat die Schuld für die Verwerfungen in die Schuhe zu schieben.

Nichts gelernt und den Rest vergessen. Ein funktionierender, solidarischer Sozialstaat ist, was die Bundesrepublik groß gemacht hat. Heute zehren wir nur noch von der Substanz.


Gast: Egal
19.03.2012 09:49
1 2

Das bekomme ich das grosse Würgen

"Die Menschen sollten in den Stand gesetzt werden, ungleich verteilte Einkommen auszuhalten. Auch dazu hilft Bildung."

Das hätte er gern ....

Was will er nun, dass wir frei und selbstverantwortlich handeln ... dazu gehört auch die freie Entscheidung sich gegen Versklavung zur Wehr zu setzen ...

Aber die netten "Neoliberalen" meinen ja genau das damit, findet euch damit ab, dass ihr arm und wir reich sind und ihr immer ärmer und wir immer reicher werden

diesen Leuten fehlt jegliche Empathiefähigkeit für Schwächere

Gast: Neuqebauer
19.03.2012 09:27
1 1

Der Staat ist das Doppelte wert!

Viele Leistungen werden ja nicht erkannt. In Österreich ist der Staat das Dopplete wert.

Dann haben wir eine Abgabenquote von 100% und die totale Kontrolle, Hihi!

Gast: Brati
19.03.2012 08:18
1 6

Gefährlich

Wenn, das umgesetzt würde was Rainer Hank hier fordert, würde uns die Geschichte strukturell in die Steinzeit zurück werfen,denn Freiheit die er meint, ist die Freiheit des Stärkeren seine Interessen gegen die Schwächsten durch zu setzen. Und das bedeutet im schlimmsten Fall Bürgerkrieg.
Will er so etwas wirklich ?
Was dieser Mann absondert ist einfach lächerlich und gefährlich

4 1

Re: Gefährlich

Sie meinen also ernsthaft, dass es nur deshalb Solidarität unter den Menschen gibt, WEIL es DIESE tollen und ehrenwerten Politiker gibt, die auf uns schauen?

DAAS würde ich als absolut naiv bezeichnen.

Gast: ASVG-Sklave
18.03.2012 19:31
1 8

Die fehlenden Zahlen entlarven ihn

Wenn der Dümmling Zahlen auf den Tisch legen würde, wäre ihm sein Unsinn bewusst:

Wieviel geht für echte Sozialleistungen drauf (gemeint sind damit Hartz IV, Mindestpensionen und Arbeitslosen- bzw. Karenzgeld;

- gegenüber den Unsummen für Förderungen (Industrie und Agrar) und Verwaltung ( = Privilegien). Ich nehme an dass das Verhältnis der 2 Gruppe zur ersten etwa 5 : 1 lautet.

Folglich ist nicht bei der Wohlfahrt, sondern bei den Förderungen und in der öffentlichen Verwaltung anzusetzen.

Der Mann ist ein Idiot.

Antworten Gast: DirkNdland
19.03.2012 14:49
2 0

Re: Die fehlenden Zahlen entlarven ihn

Der Mann lässt hier sicher nicht gerade intelligentes oder neues vom Stapel aber auf ungenehme Meinungen mit so einem Stuss zu reagieren tut dann sogar mir beim lesen weh. Der Topf Arbeit+Soziales macht fast 50% des aktuellen Bundeshaushaltes aus.

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_139992/DE/BMF__Startseite/Multimedia/Infografiken-Bundeshaushalt/InfografikenBildergalerieTabelle,gtp=139996__3D2.html?__nnn=true#imggallerytop
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Da können dann schon rein logisch nicht ansatzweise Verhältnisse von 5:1 auftauchen, da der Haushalt sonst 300% hätte. Also bitte erst die Zahlen ansehen bevor man mit solchen Luftblasen reagiert.

Antworten Gast: Ramiro
18.03.2012 21:06
4 1

Dieser Post ist inkonsistent

Gemäß Ihrer Logik sind Sie selbst ein Dümmling.

Sie behaupten, ihm wäre der Unsinn bewusst, würde er Zahlen vorlegen. Sie selbst schreiben:"Ich nehme an dass das Verhältnis der 2 Gruppe zur ersten etwa 5 : 1 lautet.
". Sie wissen es also selbst nicht.

Gast: radius
18.03.2012 19:06
4 1

Ganz nach meinem Geschmack.


einfach:

von jedem Euro, den der Staat seinen Bürgern abnimmt, um ihn "umzuverteilen", bleibt halt ein erheblicher Anteil sinn- und wirkungslos in der Verwaltung picken ;-)

Jaja, immer der Sozialstaat ...

hingegen fiel das Wort "Kapitalismus", kein einziges Mal ...

Gast: yamo
18.03.2012 12:40
2 7

Und warum sollen die Rezepte aus der Vergangenheit

in der globalisierten Welt noch taugen? Das hat er vergessen zu erklären.

Die europäischen Kleinstaaten können doch mit USA und China nicht auf Augenhöhe verhandeln, die würden sehr schnell gegeneinander ausgespielt.

Re: Die europäischen Kleinstaaten können doch mit USA und China nicht auf Augenhöhe verhandeln

Das würde, so wie ich das lese, die EU-Wirtschaftsunion (nicht die EUR-Währungsunion) erledigen.

Im übrigen finden sie seine "klein ist gut"-Thesen auch bei vielen internationalen Konzernen realisiert. Wo in diesem Sinn interne Abteilungen, mit Zahlungen von konsumierten Leistungen an andere Abteilungen, etc., selbstbilanzierend ihr Geschäft (positiv) erledigen müssen.

Antworten Antworten Gast: yamo
18.03.2012 16:24
2 3

... selbstbilanzierend ihr Geschäft (positiv) erledigen müssenselbstbilanzierend ihr Geschäft (positiv) erledigen müssen

- was aber durch eine gemeinsame Währung in keinster Weise verhindert wird. Im Gegenteil, es besteht dann nicht mehr die Möglichkeit durch Abwertungstricks die Bilanzen zu verzerren.

Soweit ich die Währungsunion verstehe ist auch nicht vorgesehen eine Transferunion daraus zu machen, das ist lediglich eine Krisenintervention und wird im Normalbetrieb wieder zurückgefahren.

Ob das wirklich so kommt muss sich natürlich erst zeigen, aber die bestehenden Vorurteile sind vorerst genau das: Vorurteile.

Überbezahlter Sozialstaat?

Die enormen Massen an Menschen weltweit können die FAULEN (corruptus - lat FAUL, FÄULNIS) nicht mehr befüttern.
Ihr eigenes System der Ausbeutung implodiert.

Faule Früchte pflegen zu implodieren.
DAZU gehören: POLITIKER, BANKER, LOBBYISTEN PRESSTITUTES und sog. Experten wie "Herr" HANK!

Fäulnis wurde die Bestechlichkeit nicht nur wegen mangelnden Arbeitswillen und Fähigkeit genannt, sonder auch wegen der raschen Ausbreitung der Fäulnis. (Faule Früchte)
http://666kb.com/i/c207vz9lwmn61ginr.jpg


2 1

weiß nicht?!

Das klingt ja alles gut und schön. Wenn die Welt so wäre, daß man nach den im Artikel erwähnten Regeln leben könnte.

Aber wir haben eben ein gerüttelt Maß an Menschen die zur Selbstverantwortung gar nicht das Zeug haben. Das fängt bei der Analphabeten an und hört bei den Behinderten und chronisch Kranken auf! Die sind eben auch in unserem Land und passen halt leider in das Reglement der Selbstverantwortung nicht hinein! Noch dazu, so wie es ausschaut, werden denen sowieso Kürzungen der Stütze durch das neue "Sparpaket" ins Haus stehen. Das führt zu mehr Elend und die Verbrechensrate wird auch steigen.

Ich glaube halt, daß man das Zusammenleben der Menschen nicht mit ein paar Schlagworten erfassen kann. Möglicherweise ist das gar nicht möglich und wenn doch, dann sicherlich nicht von unserer derzeitigen Regierungsriege!

Re: weiß nicht?!

Ich sehe das genau wie Sie. Es ist eben so, dass es in jeder Gesellschaft auch Schwache gibt: die Kranken, die Süchtigen, die Behinderten, die Minderbegabten. Die muss man irgendwie versorgen. Deshalb ist ein gewisses soziales Netz schon notwendig, auch wenn es Geld kostet.

Auf kurz oder lang wird es sowieso so weit kommen, dass es gar nicht mehr genügend Erwerbsarbeit für alle geben wird. Die Tendenzen sieht man ja jetzt schon - frei sind nur jene Stellen, die entweder mies bezahlt werden oder schlechte Arbeitsbedingungen bieten. Um alle anderen Stellen ist auch jetzt schon ein G'riss.

Gast: Don Quichote
18.03.2012 09:17
14 4

Ach du mein Schreck

Ein Journalist, der sich nicht scheut, gegen den Mainstream zu schwimmen - wo gibt' s denn noch so was? Noch dazu mit grundvernünftigen Ideen! Wer läßt denn den frei herumlaufen? Meinen Respekt, Herr Hank. Von Ihrer Sorte könnten
Ihr Land, mein Land und viele andere Länger noch viele vertragen.

 
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