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EU: Agenturen sollen Ratings besser begründen

22.03.2012 | 20:19 |   (DiePresse.com)

Standard & Poor's, Moody's und Fitch würden Entscheidungen für Herabstufungen nicht angemessen protokollieren, kritisiert die EU-Finanzmarktaufsicht.

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Die EU hat die drei großen Ratingagenturen zu mehr Klarheit aufgefordert. Die Überprüfung von Standard & Poor's, Moody's und Fitch habe ergeben, dass Entscheidungen für eine Herabstufung nicht angemessen protokolliert und damit nicht präzise genug erklärt worden seien, teilte die EU-Finanzmarktaufsicht ESMA am Donnerstag mit.

Detaillierte Aufzeichnungen seien aber nötig, um darzulegen, dass eine Herabstufung Folge einer gründlichen Analyse sei, hieß es in dem Untersuchungsbericht der ESMA. Zudem müssten die Agenturen ihren Kunden die Methoden besser erläutern.

Die US-Rating-Agenturen sind in der europäischen Schuldenkrise erneut massiv in die Kritik geraten. Sie hatten mehrfach angeschlagene Staaten heruntergestuft. Europäische Politiker warfen ihnen vor, mit ihren Urteilen die Krise verschärft zu haben. Daraufhin warfen die Behörden weltweit ein genaueres Auge auf die Bonitätswächter.

Die Agenturen entgegnen, dass sie lediglich die Überbringer schlechter Nachrichten seien. Die Verantwortung für die Finanzmisere trügen die Staaten selbst. Sie zeigten sich erleichtert, dass die ESMA ihnen keinen Regel-Verstoß vorgeworfen hat. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Abläufe würden anerkannt, teilte Fitch mit. Gleichwohl seien weitere Fortschritte nötig. Moody's und S&P äußerten sich ähnlich.

(Ag.)

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