Spanien: Jung, hoch qualifiziert, arbeitslos

31.03.2012 | 17:28 |  von Stefanie Kompatscher (Die Presse)

Auf Jobsuche. Nirgendwo in der EU ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie in Spanien. Auch das geplante Reformpaket wird vorerst wenig daran ändern. Immer mehr Akademiker zieht es ins Ausland - auch nach Österreich.

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Physiker, möchte man meinen, haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch Antonio blickte optimistisch in die Zukunft, als er 2003 sein Studium beendet hatte. Der 37-Jährige, der bis vor Kurzem in einer kleinen Ortschaft nahe Valencia gelebt hat, arbeitete fünf Jahre lang in der Forschung. Dann kam die Krise. Die Arbeitslosenzahlen schnellten in die Höhe, mittlerweile sind sie in keinem anderen EU-Land höher: Fast jeder vierte Spanier ist heute ohne Job.

Antonio traf es nicht ganz so hart. Aber er fand keine Stelle mehr, die seiner Qualifikation entsprach. Drei Jahre schlug sich der Familienvater als Vertretungslehrer für Mathematik durch. Er arbeitete oft parallel an mehreren Schulen und hatte einmal mehr, einmal weniger zu tun. Vielen Bekannten sei es ähnlich ergangen, sagt Antonio: „Gerade jene, die sich weitergebildet haben und Karriere machen wollten, haben viel verloren.“ Andere, die seit der Matura im selben Unternehmen arbeiten, hätten nach wie vor ihren Job.

Flucht der Gehirne.
Auf dem spanischen Arbeitsmarkt gibt es schon lange ein Zweiklassensystem: Die einen genießen das Privileg eines unbefristeten Vertrags, den Unternehmen nur ungern kündigen, da das spanische Recht überdurchschnittlich hohe Abfertigungen vorsieht.
Diese Regelung führt aber auch dazu, dass Betriebe mit Festanstellungen geizen. 25 Prozent der Beschäftigten haben derzeit einen Zeitvertrag, der nach Bedarf alle paar Monate erneuert wird. Zahlreiche befristete Verträge wurden in der Krise aufgelöst. Auch viele Akademiker – Spanien hat mit 30 Prozent eine der höchsten Akademikerquoten der EU - waren betroffen. Heute schaffen Uni-Absolventen oft erst gar nicht den Einstieg ins Berufsleben. Die Folge: „Fuga de Cerebros“ – die Flucht der Gehirne ins Ausland. Diese will der konservative Regierungschef Mariano Rajoy nun mit einer Arbeitsmarktreform eindämmen. So wird etwa der Abschluss unbefristeter Verträge steuerlich belohnt und die maximale Verlängerung von befristeten Verträgen auf zwei Jahre beschränkt. Allerdings wird auch der Kündigungsschutz gelockert und die maximale Abfertigung auf 24 Monatsgehälter halbiert. Um Stellenabbau zu vermeiden, können Unternehmer künftig sogar die Tarifverträge aussetzen.

Die Gewerkschaften sprechen vom „tiefsten Einschnitt in die Arbeitnehmerrechte seit Spaniens Rückkehr zur Demokratie“. Ihr Protest gipfelte am Donnerstag in einem 24-stündigen Generalstreik. Auch die Bevölkerung steht den Plänen der Regierung skeptisch gegenüber: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Metroscopia glaubt nur ein Viertel daran, dass so neue Jobs geschaffen werden.

Für Physiker Antonio kommen die Reformen zu spät: Er packte Anfang Oktober 2011 seine Sachen und setzte sich ins Flugzeug nach Österreich. Ein paar Tage später hatte er die Zusage für eine Stelle an der TU Wien – als Forscher in seinem Fachbereich Klimatologie. Antonios Frau Mónica zog mit den beiden kleinen Kindern einen Monat später nach. Eine baldige Rückkehr nach Spanien kommt für die Familie nicht infrage. „Ich will meine Chance in Österreich nützen“, sagt Antonio.

Merkel rührt die Werbetrommel. Deutsch hat er bereits vor zehn Jahren während eines Studienaufenthaltes in Linz gelernt. Viele Spanier holen das jetzt nach: Die spanischen Goethe-Institute berichteten 2011 von einer Steigerung der Nachfrage nach Deutschkursen um bis zu 60 Prozent. Das hat wohl auch damit zu tun, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vor einem Jahr bei einem Besuch in Madrid kräftig die Werbetrommel für ihr Land gerührt hat: Facharbeiter und Ingenieure aus Euro-Krisenländer würde man mit offenen Armen empfangen.

Viele nahmen Merkels Einladung an: Allein im ersten Halbjahr 2011 erhöhte sich die Zahl der Zuwanderer aus Spanien in Deutschland auf 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus Griechenland zog es sogar 84 Prozent mehr nach Deutschland. Auf der Internetplattform Eures, über die EU-weit Jobs vermittelt werden, waren die fleißigsten Sucher im Vorjahr die Spanier mit fast 188.000 Anfragen.
Weit abgeschlagen folgen an zweiter Stelle die Italiener mit rund 100.000 Suchanfragen. Auch die Griechen zeigen – gemessen an der Bevölkerungszahl – reges Interesse: 25.000 Anfragen. Viele können wohl Geschichten wie Giorgios, 30, erzählen: Er hat ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen und bekommt seit Jahren nur Absagen. Giorgios wohnt noch immer bei seinen Eltern in Athen. Jetzt will er auswandern – auch wenn er noch nie zuvor in seinem Leben im Ausland war.

Aus Österreich gibt es für das Krisenjahr 2011 noch keine Zuwanderungsstatistik, allerdings dürfte die Steigerung bei griechischen, italienischen oder spanischen Arbeitssuchenden nicht so hoch sein wie in Deutschland. Weder beim AMS noch bei der Industriellenvereinigung bemerkt man hier einen klaren Trend.

Allerdings zeigen immer mehr Spanier zumindest Interesse an einem Job in Österreich. Das berichtet der „Spanische Verein in Österreich“, der sich eigentlich hauptsächlich dem kulturellen Austausch widmet. Der Verein bekommt jede Woche mehrere Anfragen von Spaniern, die um Unterstützung bei der Arbeitssuche bitten. „Estoy buscando trabajo“ (Ich suche Arbeit) – so beginnen viele Einträge im Onlineforum. Da gibt es den 26-jährigen Touristikfachmann, der fünf Sprachen spricht. Oder den 24-Jährigen, der zwar keine berufliche Erfahrung hat, aber seit November in Barcelona einen Deutschkurs besucht. Einige fragen nach, ob in Österreich auch ungelernte Arbeiter ohne Sprachkenntnisse eine Chance haben.

Übertriebene Hoffnungen.
Laura, die seit Kurzem mit ihrem Mann in Wien lebt, erzählt, viele würden sich übertriebene Hoffnungen machen, seit spanische Medien vom „deutschen Jobwunder“ berichteten. Doch anders als in den 60er-Jahren werden diesmal keine einfachen Arbeiter gebraucht. Sie bleiben wohl der Arbeitsmarktsituation in Spanien ausgeliefert. Diese wird sich noch verschlechtern: Die Regierung erklärte kürzlich, dass heuer vermutlich weitere 630.000 Menschen ihren Job verlieren werden.

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35 Kommentare
 
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Gast: Perspektivenlosigkeit in der EU
02.04.2012 15:58
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Was nützt ein hoher, marktkonformer Bildungsstand

wenn man als Leistungswilliger wegen der kaufkraftmäßig relativ kümmerlichen Akademikergehälter (enorme Wohnraumbeschaffungskosten!) und wegen der immensen Besteuerung (zur Finanzierung der Umverteilung an Leistungsunwillige, nur wegen des Stimmenkaufs der SPÖ und neuerdings auch der linken Spinny-ÖVP) plus Kostenüberwälzung kaum die Chance hat, sich das für Selbständigkeit nötige Startkapital zusammenzusparen. Mangels Kapitals bleibt den meisten nur das wenig attraktive Abhängigkeitsverhältnis als angestellter Lohnsklave oder hinrtoter Beamter. Das frustriert enorm, macht viele früh depressiv und sorgt nur für extrem viele Frühpensionisten.

Wie ein roter Faden zieht sich seit Jahrhunderten die chronische Unterkapitalisierung durch die österr. Geschichte: viel zu hohe Steuern lähmen die produktive, leistungsorientierte Mittelschicht, deren kaum genutztes Wissenspotential dann halt nur minimale oder gar keine Rendite für Österreich bringt, da sie für ausländische Konzerntöchter (Versteuerung im Steuerparadies) arbeiten müssen oder gezwungen sind, als mehrwertvernichtende Beamte zu vergammeln.

Als Folge des katastrophalen "Rettungs"schirms plus der ruinösen EU-Transferunion und wegen der ungehemmten Migration Leistungsunwilliger plus der mittelalterlichen Islamisierung Europas beginnen die Highpotentials bereits aus dem Schuldturm EU zu flüchten. Das von der despotischen EU und den Sozialutopisten ruinierte Europa verliert damit seinen entrepreneurial spirit und verarmt.

Gast: Hans im Glück
02.04.2012 10:18
0

Spanien: Jung, hoch qualifiziert, arbeitslos ...

Da läuft etwas gewaltig schief.

Das Bildungssystem ist für die Katz wenn man nichts für's Leben lernt.

Hier sieht man das Lernen zum Selbstzweck verkommen ist.

Selbstständig was tun. Gott bewahre.

Gast: Don Quichote
02.04.2012 09:32
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In Österreich ...

... steuert die Entwicklung in die gleiche Richtung. Eine Akademikerquote, die durch eine breite Nivellierung der akademischen Ausbildungen nach unten zustande kommt, während die Fachausbildungen immer mehr verschwinden, macht eine Volkswirtschaft zielsicher kaputt. Das Ergebnis sind Massen von "Akademikern", die kein Mensch brauchen kann und die einen Schraubendreher wie ein seltsames Ding aus einer anderen Welt anstaunen. Ich kann mir einfach nicht helfen; ich bin sicher, daß da böse, perfide Absichten dahinter stecken. So dumm kann nicht einmal ein Protektionskind wie die Frau Schmid sein, um derartige Fehlentwiclungen nicht zu sehen.

Ich will nicht verallgemeinern,

aber hier eine Feststellung: Ich habe noch nie einen fachlich kompetenten Spanier getroffen.

Re: Ich will nicht verallgemeinern,

Ich habe noch nie einen inkompetenten Eskimo getroffen. Ob das jetzt statistisch signifikant ist, darf bezweifelt werden. Samplegrösse 0.
Also bitte um Aufklärung: Wieviele haben Sie soweit kennengelernt, um deren Kompetenz in einem Fach beurteilen zu können, in dem Sie selbst Ihr Geld verdienen?

Re: Re: Ich will nicht verallgemeinern,

Im Informatikstudium hatte ich mit einigen zu tun, über die Jahre sicher 15. Beeindruckt hat mich davon keiner, eher im Gegenteil.

Alle Arbeitsmarktprobleme kommen daher, dass die Politiker gar nichts begreifen!

Jede Volkswirtschaft hat eine ganz bestimmte Produktionsfunktion, d. h. um zu funktionieren, braucht sie eine bestimmte Menge Akademiker, eine bestimmte Menge Kaufleute, Techniker . . Facharbeiter. Wenn es von einer Kategorie zu viele gibt, müssen diese entweder arbeitslos sein, unter ihrer Qualifikation arbeiten oder auswandern. Wenn es von einer Kategorie zu wenige gibt, so können nicht mehr Leute anderer Kategorien als es der Produktionsfunktion entspricht, beschäftigt werden, was auch zu Arbeitslosigkeit führt!

Bei den meisten europäischen Staaten, die heute unter zu hoher Arbeitslosigkeit leiden, fehlt es an Arbeitern, die richtig ausgebildet sind, um die hohen europäischen Löhne wirklich zu verdienen, weshalb sie nicht beschäftigt werden können. Der Erfolg einer Volkswirtschaft wird aber durch das schwächste Glied der Produktionsfunktion begrenzt, weshalb der Mangel an gut ausgebildeten Facharbeitern auch in allen anderen Kategorien Arbeitslosigkeit verursacht.

Das haben die Politiker bis heute nicht begriffen. Es hat z.B. überhaupt keinen Sinn, nach einer hohen Akademikerquote zu verlangen, wenn es eigentlich nur an Ingenieuren mangelt.

Um Vollbeschäftigung zu erreichen, muss man einfach darauf achten, dass es von jeder Kategorie die der jeweiligen Produktionsfunktion entsprechende Anzahl von passend ausgebildeten Arbeitskräften gibt, anders wird man die Arbeitslosigkeit niemals in den Griff bekommen!

Antworten Gast: nestbeschmutzer
02.04.2012 12:45
0

Re: Alle Arbeitsmarktprobleme kommen daher, dass die Politiker gar nichts begreifen!

Vollkommen richtig; und dazu wäre es notwendig, statt "für Prüfungen auswenig zu lernen und damit den eigenen 'Erfolg' sicherzustellen", die eigenen Stärken besser kennen zu lernen und dann dort feste echt arbeiten zu lernen, egal ob F&E, als Ingenieur, Sozialberufe oder sonst was. Aber unser Schulsystem ist starr, unser AMS ist fixiert auf die politischen Befehle, der "Markt", also auch der Arbeitsmarkt ist ein Religt aus dem Kapitalismus, den wir ja jetzt durch gutmensch- Nivellierung überwinden wollen, usw. Nur: ÄNDERN DARF SICH NIX!

Fetisch Akademikerquote

Sehr richtig - der naive Glaube, die Akademikerquote allein könne Arbeitslosigkeit verhindern wird durch das spanische Beispiel treffend widerlegt.

Es ist volkswirtschaftlich absolut sinnlos, zB. Kindergärtner zu einem akademischen Beruf zu machen - im Gegenteil, die zusätzlichen Kosten (längere Ausbildung, höhere Gehaltswünsche) fehlen am Ende anderswo.

Ebenso hätte ein Land mit 75% Theater- und Politikwissenschaftlern (artverwandte Ausbildungen?) zwar eine phänomenale Akademikerquote, aber trotzdem wohl massive wirtschaftliche Probleme.

Antworten Antworten Gast: alterio1
02.04.2012 12:23
0

Pädagogen als Kindergärtner

Dieser Meinung war ich auch lange Zeit - und dachte Kindergärtner(in!) wäre ein Job für junge Mädels und die älteren sollten sich halt dann was anderes suchen....

Doch nun denke ich: gerade in den jüngsten JAhren gibt es die prägendsten Einflüsse - und ausgebildetes Wissen sollte das Einfühlungsvermögen ergänzen.

Das muss es uns wert sein - von wegen Gehaltsvorstellungen!

und die maximale Abfertigung auf 24 Monatsgehälter halbiert

kein Wunder wenn Länder Pleite gehen bei solchen Auswüchsen!

Gast: Otto Haider
01.04.2012 13:26
3

Spanier rein

Mit Sapnier wie Antonio hätten wir wesentlich weniger Probleme in Österreich, als mit den

tauenden Alis und Mustafas

Re: Spanier rein

hihihihi...
Kein Problem...
Antonio kann gern das kaputt machen was Ali und Mustafa aufgebaut haben...

Gast: Franz Rammer
01.04.2012 13:20
4

hochqualifizierte Arbeitskräfte

Frau Merkel hat schnell erkannt - solche Migranten braucht ein Land, gut ausgebildet, qualifiziert, arbeitswillig.

Österreich schläft offensichtlich weiter, statt den Zuzug solcher "Ausländer" zu forcieren.

Somit gebe es auch kein "Ausländerproblem" (den wir haben ein Türkenproblem!)

Gast: ehklaro1
01.04.2012 11:35
1

eine völlig verkehrte entwicklung. massenjugendarbeitslosigkeit, massiver pensions-usozialabbau- aber dafür gibts billionen für die banken und spekulantenmärkte- die lobbyeu mit ihrem banker-teuro schafft europas sozialen frieden u.wohlstand ab.


Die armen spanier!

Da sieht man wie guts uns geht in österreich. Bei uns in der partei gibts eine beratung wie man erfolgreich arbeitslos bleibt und das ganze geld kriegt. Wir sind die insel der seligen. Danke österreich!!!

Antworten Gast: Aktivierter
01.04.2012 10:19
0

Prost in Ihrer Pension, Herr kleinschreiber!

Unser größtes Problem ist die große Zahl an stänkernden Pensionisten, die zwar von der Wirklichkeit keine Ahnung haben, aber bei Politikern ihrer Generation wie zum Beispiel Hundstorfer stets auf offene Ohren stoßen. Das Ergebnis ist ein AMS, das mit immer mehr Geld für immer brutalere Repressions- und Statistikfälschungsmaßnahmen ausgestattet wird.

so schwer ist es doch nicht

runter mit den ausgaben, privilegien & restriktionen
runter mit den steuern
oeffnung aller geschuetzen bereiche, beseitigung saemtlicher "schutzregelungen" zum "schutz" der arbeitnehmer ...
natuerlich will keiner leute anstellen, die man dann nicht mehr loswird! ist das so schwer zu begreifen?

wurde in spanien schonmal nach oel gebohrt - ich wuerde da mal anfangen zu bohren, am besten im mittelmeer raum, oder auch im atlantik

die meisten laender stehen sich selbst im weg auf dem pfad zur wirtschaftlichen prosperitaet

Antworten Gast: Halbwissen
01.04.2012 10:45
0

Re: so schwer ist es doch nicht

Ist zwar alles richtig !
Aber so lange die Immobilienpreise nicht wertberichtigt werden wird es nichts werden.
Des weiteren haben Sie die Zinsen vergessen. Die müssen ebenfalls auf Null. Nicht nur für die Banken sondern für den Kreditnehmer.

Re: Re: so schwer ist es doch nicht

zinsen auf 0 funktioniert nicht

der zins ist der preis eines kredits. ohne zinsen gibt es auch keine kredite mehr

sie koennen auch den bierpreis auf 0 setzen per gesetz, nur dann gibt es keine bierbrauer mehr

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
01.04.2012 18:27
0

Re: Re: Re: so schwer ist es doch nicht

Für eine gewisse Zeit funktioniert es !

Die Überschuldeten Kreditnehmer müssen sich erholen sonst können sie gar nichts mehr zurückzahlen.

Ein guter Wirt schaut auch das seine Kunden nicht volltrunken mit dem Auto fahren und arbeitsfähig bleiben.

Es funktioniert nicht eine Sekunde.

"Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube am Dach" - dieses Sprichwort allein reicht aus, um den Faktor Zeitpräferenz zu erklären.

Geld das ich heute in der Hand habe ist mehr wert als dieselbe Summe, die ich in der Zukunft vielleicht habe. Für diesen Unterschied will jeder Mensch eine Prämie.


Re: Re: Re: Re: so schwer ist es doch nicht

um 0% wird niemand in einem freien markt einen kredit bereitstellen. das macht nur die planwirtschaftliche institution der zentralbank oder korrupte politiker.

die einzige erholung fuer ueberschuldete kreditnehmer waere, den bankrott zu erklaeren und weiters das volle "marktrisiko" einzugehen - wenn man schlecht wirtschaftet dann ist der ofen aus. keine bailouts, keine geld-druck aktionen, keine subventionen fuer niemand!
und wenn man einen kredit fuer investitionen braucht, dann bitte am freien kapitalmarkt aufnehmen - der wird dann aber vielleicht 8% verlangen, oder 10% oder mehr - kommt auf das risiko an.

es bringt dem kreditgeber auch nichts, wenn mit inflationiertem geld der kredit zurueckgezahlt wird, welches beim zeitpunkt der rueckzahlung weitaus weniger kaufkraft hat als beim zeitpunkt der ausleihung

Re: Re: Re: Re: Re: so schwer ist es doch nicht

den zins auf 0% zu senken wäre der endgültige tod für euro, dollar, yen. rmb und wie sie alle heißen.
der markt würde mit geld überschwemmt werden, eine hyperinflation wäre die folge! das, was wir im kreditrausch vorkonsumiert haben werden wir - ob unsere politiker das glauben oder nicht - nachhungern müssen, und je mehr wir es auf die spitze treiben, desto schlimmer wird es...
was wir brauchen ist die rückkehr zu echtem geld, das am markt entsteht und nicht aus luft erzeugt wird...

die arbeitslosigkeit ist ein produkt der linken demagogie

die verursachend dafür ist, dass die allermeisten jungen in ein angestelltenverhältnis drängen, anstatt selbstständig in einem erwerbsleben für ihr fortkommen zu sorgen. die sozialstaatliche abzocke, die alle, aber besonders die erwerbstätigen trifft, verschlimmert die situation zusätzlich. wer soll da noch als selbstständige/r arbeiten wollen?

Antworten Gast: aha
01.04.2012 12:51
0

Re: die arbeitslosigkeit ist ein produkt der linken demagogie

ahso. und gerade deshalb sperrt einer nach dem anderen zu und ganze straßenzüge glänzen mit leeren geschäften... perfide logik^^

 
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