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Löhne stiegen in Österreich seit 2000 um 40 Prozent

05.04.2012 | 17:15 |   (Die Presse)

Kräftigste Steigerung der Arbeitnehmerentgelte in der Eurozone in der Slowakei. Deutschland wies mit 18,2 Prozent die geringste Steigerung auf. Österreich kam auf einen Zuwachs der Lohnsumme von 40,0 Prozent.

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Brüssel/APA. Österreich liegt bei der Steigerung der Arbeitnehmerentgelte in der Eurozone von 17 Ländern auf Rang 14. Laut Eurostat verzeichnete von 2000 bis 2011 die Slowakei mit einem Plus von 188,3 Prozent die größte Steigerung der in einer „Volkswirtschaft des entsprechenden Landes gezahlten Bruttolöhne“. Deutschland wies mit 18,2 Prozent die geringste Steigerung auf. Österreich kam auf einen Zuwachs der Lohnsumme von 40,0 Prozent.

Nimmt man alle 27 EU-Staaten, rangiert Österreich auf Platz 22. Schwächere Entwicklungen der Arbeitnehmerentgelte gab es neben Deutschland in Frankreich, Großbritannien, Portugal und Schweden. Der EU-Durchschnitt belief sich auf ein Plus von 34,8 Prozent.

Griechenland verzeichnete mit 60,5 Prozent eine mehr als dreimal so starke Steigerung wie Deutschland. Im EU-Rat wurde dies auch als einer der Gründe für die schwere Verschuldung des südlichen Eurolandes bezeichnet. Allerdings liegt beispielsweise das ebenfalls mit EU- und IWF-Mitteln unterstützte Irland mit einem Anstieg der Lohnsumme um 65,7 Prozent deutlich vor Griechenland. Das wie Irland unter dem EFSF-Rettungsschirm stehende Portugal dagegen rangiert mit einem Plus von 37,0 Prozent innerhalb der Eurozone an vorletzter Stelle vor Deutschland.

Das Arbeitnehmerentgelt zeigt laut Eurostat nicht das Einkommen pro Person, sondern alle in der Volkswirtschaft gezahlten Bruttolöhne. Es umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die von einem Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer erbracht werden.

Höhere Gagen für Topmanager

Die Arbeiterkammer erhob die Gagen der Topmanager in den ATX-Konzernen. Diese verdienten im Schnitt im Vorjahr 1,3 Mio. Euro. Das seien 20 Prozent mehr als 2010. AK-Präsident Herbert Tumpel kritisierte, dass die Verdienste zwischen Management und den Arbeitnehmern stark auseinanderklaffen. Im Jahr 2000 verdiente ein Manager das 20-Fache, 2011 das 48-Fache eines Mitarbeiters.

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11 Kommentare

Ich merke nix davon

Schön und gut die Statistik,sieht immer gut aus.Aber wenn ich denk was alles teurer wurde und die Inflation noch dazu steig ich in Minus aus.

Gast: speiübel ist mir schon
07.04.2012 17:47
0 0

Und die mittleren Pensionen blieben netto fast gleich, sodaß wegen der überproportional steigenden Pflege- und Medikamentenkosten die Kaufkraft der Pensionen um mehr als die Hälfte halbiert wurde!!

Die Alten siechen nurmehr knausernd dahin.
Die Jungen müssen sie finanziell unterstützen.

So weit hat uns die SPÖVP-Umverteilung gebracht.
Profiteure sind die Migranten, die unintegriert super profitieren, und die Politiker mit fetter Steigerungsautomatik.

Wir wählen daher alle FPÖ!

Gast: 1. Parteiloser
06.04.2012 17:53
0 0

Die Statistik Austria meldete ganz andere Zahlen für Österreich!

http://www.statistik.at/web_de/static/nettojahreseinkommen_der_unselbstaendig_erwerbstaetigen_1997_bis_2010_020055.xlsx

Unselbstständig Erwerbstätige NETTOeinkommen pro Jahr im arithmetischen Mittel in EUR:

Alle unselbständig Erwerbstätigen:
2000: 16.764.-
2010: 20.087.- (+19,8%)

Nur Männer
2000: 20.281.-
2010: 23.946.- (+18,1%)

Nur Frauen:
2000: 12.636.-
2010: 15.797.- (+25,0%)

http://www.statistik.at/web_de/static/ergebnisse_im_ueberblick_bruttojahreseinkommen_020054.xlsx

Unselbstständig Erwerbstätige BRUTTOeinkommen pro Jahr im arithmetischen Mittel in EUR:

Alle unselbständig Erwerbstätigen:
2000: 23.849.-
2010: 28.715.- (+20,4%)

Nur Männer:
2000: 29.305.-
2010: 35.074.- (+19,7%)

Nur Frauen:
2000: 17.204.-
2010: 21.647.- (+25,8%)

Der VPI ist von 2000 bis 2010 um 21,1% gestiegen. Auch wann man diese offizielle Teuerungsrate berücksichtigt, dann sind die Durchschnittseinkommen in der Beobachtungsperiode gesunken. Real betrachtet, also nach der realen Kaufkraft, wohl noch stärker gefallen als die Daten zeigen.

Nicht berücksichtigt sind die unterschiedlichen Einkommensänderungen zwischen Arbeitern, Angestellten, Vertragsbediensteten und Beamten. Nach dem RH Einkommensbericht hat es ja erhebliche Verschiebungen zwischen diesen Gruppen, zum Nachteil der Arbeiter, gegeben. Irgendwer musste ja für den Exporterfolg bluten, die Inlandsnachfrage wurde perfekt ruiniert.

Eine verlogene und grausige Propaganda!

Gast: Be-obachter
06.04.2012 15:25
0 0

Von allen meinen Kollegen und Ex-Kollegen aus 4 verschiedenen Betrieben,

(rund 200 Personen der Sparten Handel, Dienstleistung und Metaller) darf ich behaupten, dass kein einziger eine Lohnsteigerung von 40% innerhalb der letzten 12 Jahre hatte.
Die durchschnittliche Steigerung beträgt 20% - die Mühe der Ermittlung dieser Daten hab ich mir jetzt gemacht.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
06.04.2012 17:58
0 0

Ihre gesammelten Daten scheinen sehr korrekt zu sein!

http://www.statistik.at/web_de/static/ergebnisse_im_ueberblick_bruttojahreseinkommen_020054.xlsx

Unselbstständig Erwerbstätige Bruttoeinkommen pro Jahr im arithmetischen Mittel in EUR:

Alle unselbständig Erwerbstätigen:
2000: 23.849.-
2010: 28.715.- (+20,4%)

Nur Männer:
2000: 29.305.-
2010: 35.074.- (+19,7%)

Nur Frauen:
2000: 17.204.-
2010: 21.647.- (+25,8%)

Der VPI ist von 2000 bis 2010 um 21,1% gestiegen. Auch wann man diese offizielle Teuerungsrate berücksichtigt, dann sind die Durchschnittseinkommen in der Beobachtungsperiode gesunken. Real betrachtet, also nach der realen Kaufkraft, wohl noch stärker gefallen als die Daten zeigen.

Die unterschiedliche Entwicklung der Entlohnung bei Arbeitern, Angestellten, Vertragsbedienstete und Beamten ist da noch gar nicht berücksichtigt.

Es wäre doch interessant zu erfahren, welche Österreichische Behörde Eurostat so falsche Daten geliefert hat und warum.

Antworten Antworten Gast: Be-obachter
07.04.2012 23:36
0 0

Re: Ihre gesammelten Daten scheinen sehr korrekt zu sein!

Bin überzeugt, dass im breiten Konsens absichtlich falsche Daten veröffentlicht werden, um die Bevölkerung zu beruhigen.
Weil vielleicht unter 10.000 nur einer nachrechnet und alle anderen infolge ihrer Lethargie den Schmäh fressen...

Gast: Hubertus
05.04.2012 22:56
1 1

So ein Schmarrn

Brutto Anstieg um 40%. Selbst bei Einstiegssteuersatz von 38%(von 40%) bleiben also nurmehr 24%(40*0,38= 16%) übrig. Und die Teuerung von 2000 bis 2011? Locker über 20%. Was folgt daraus? Reallohnanstieg von Null Prozent. Für das Medianeinkommen und darunter wahrscheinlich sogar weniger wegen überproportionaler Sozialversicherung. Und das alles, obwohl wir doch in der EU und Eurozone sind und die Früchte dieser Mitgliedschaft ernten. Danke EU.

Gast: Petzipersönlich
05.04.2012 20:48
0 0

Das mag schon so sein..........

Löhne stiegen in Österreich seit 2000 um 40 Prozent. Dafür habe Ich aber um Ca 60 Prozent im Durchschnitt mehr an Erhaltungs und Lebensmittelausgaben seit 2000. Eine Rama kostet 2000 noch 79 Cent eine, wenn man zwei nahm. Heute 1,49 Euro eine wenn man zwei nimmt in Aktion. Ansonsten 1,99,-€uro eine. Der Liter Sprit kostete im Jahr 2000 etwa 99 Cent in etwa. Heute Ca 1,50,- €uro. Die Lohnerhöhungen sind zu gering ausgefallen. Es wurde alles um viel mehr teurer.

Der Mittelstand pendelt sich bei den Normalverdiener ein.

Diese Regierung schnallt das überhaupt nicht. Woher denn. Wenn man von "Zahnarztassistent/in zum Minister/in wird" so in etwa.

Antworten Gast: Tiefstand
06.04.2012 06:49
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Re: Das mag schon so sein..........

Wenn Sie auf den Preis der Rama schauen, dann sind Sie wohl nicht dem Mittelstand zuzurechnen. Schon komisch, dass Sie sich dann Sorgen um ihn machen. Ev. auf die ÖVP-Propaganda hereingefallen?

Antworten Antworten Gast: Petzipersönlich
06.04.2012 13:52
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Re: Ihr Argument ist zum schleudern

wenn Ich (wir) nicht am Preis trotz allem schauen würden. Hätte ich mit meiner Familie nicht das, was wir und geschaffen haben. Vielleicht schon: Dann wären wir aber nicht schuldenfrei.

Man kann auch gut verdienen und trotzden auf den Preis überall drauf schauen.

Was ich mir beim Lebensmitteleinkauf erspare. Kann ich im Haus ausgeben. Oder woanders.

Antworten Antworten Antworten Gast: HBP
06.04.2012 20:56
0 0

Re: Re: Ihr Argument ist zum schleudern

Sag ich ja: sie verdienen vielleicht gut und haben ein Haus - deswegen sind Sie aber trotzdem nicht “Mittelstand“. Aber die ÖVP hatte Erfolg, diese Vorstellung in die Köpfe der Menschen zu bringen.

Hobbyökonom