Brüssel/APA. Österreich liegt bei der Steigerung der Arbeitnehmerentgelte in der Eurozone von 17 Ländern auf Rang 14. Laut Eurostat verzeichnete von 2000 bis 2011 die Slowakei mit einem Plus von 188,3 Prozent die größte Steigerung der in einer „Volkswirtschaft des entsprechenden Landes gezahlten Bruttolöhne“. Deutschland wies mit 18,2 Prozent die geringste Steigerung auf. Österreich kam auf einen Zuwachs der Lohnsumme von 40,0 Prozent.
Nimmt man alle 27 EU-Staaten, rangiert Österreich auf Platz 22. Schwächere Entwicklungen der Arbeitnehmerentgelte gab es neben Deutschland in Frankreich, Großbritannien, Portugal und Schweden. Der EU-Durchschnitt belief sich auf ein Plus von 34,8 Prozent.
Griechenland verzeichnete mit 60,5 Prozent eine mehr als dreimal so starke Steigerung wie Deutschland. Im EU-Rat wurde dies auch als einer der Gründe für die schwere Verschuldung des südlichen Eurolandes bezeichnet. Allerdings liegt beispielsweise das ebenfalls mit EU- und IWF-Mitteln unterstützte Irland mit einem Anstieg der Lohnsumme um 65,7 Prozent deutlich vor Griechenland. Das wie Irland unter dem EFSF-Rettungsschirm stehende Portugal dagegen rangiert mit einem Plus von 37,0 Prozent innerhalb der Eurozone an vorletzter Stelle vor Deutschland.
Das Arbeitnehmerentgelt zeigt laut Eurostat nicht das Einkommen pro Person, sondern alle in der Volkswirtschaft gezahlten Bruttolöhne. Es umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die von einem Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer erbracht werden.
Höhere Gagen für Topmanager
Die Arbeiterkammer erhob die Gagen der Topmanager in den ATX-Konzernen. Diese verdienten im Schnitt im Vorjahr 1,3 Mio. Euro. Das seien 20 Prozent mehr als 2010. AK-Präsident Herbert Tumpel kritisierte, dass die Verdienste zwischen Management und den Arbeitnehmern stark auseinanderklaffen. Im Jahr 2000 verdiente ein Manager das 20-Fache, 2011 das 48-Fache eines Mitarbeiters.
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