22.05.2013 02:31 Merkliste 0

IWF-Mittel werden um 430 Milliarden Dollar erhöht

20.04.2012 | 20:54 |   (DiePresse.com)

Die G20 sind sich einig: Die IWF-"Feuerkraft" für angeschlagene Länder wird erhöht. Vor allem die Unterstützung Chinas fand Beachtung.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhält im Kampf gegen die Schuldenkrise mehr Geld. Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) verständigten sich am Freitag in Washington darauf, die globale "Feuerkraft" des Weltwährungsfonds um 430 Milliarden US-Dollar (326 Mrd. Euro) aufzustocken.

Damit wird das Volumen frei verfügbarer Notkredite der internationalen "Finanzfeuerwehr" für angeschlagene Länder weltweit mehr als verdoppelt. Zuletzt betrug es rund 380 Milliarden Dollar. Einschließlich bereits verplanter Hilfen erhöht sich der Schutzwall des IWF auf mehr als eine Billion Dollar.

Bereits Ende März hatten sich die Euro-Länder auf eine Ausweitung ihres eigenen Rettungsschirms auf ebenfalls rund eine Billion Dollar verständigt. Rund zwei Drittel der Summe entfallen auf Hilfen des künftigen Rettungsfonds ESM, der Rest auf bereits verplante Notkredite an angeschlagene Euro-Länder.

Führende Politiker und Institutionen haben die Geldspritze begrüßt. Vor allem die Unterstützung Chinas fand Beachtung. Man werde "nicht abwesend vom Tisch" bei der Aufstockung sein, hieß es am Samstag von der chinesischen Zentralbank. Peking habe Vertrauen in die Fähigkeit Europas, die Eurokrise zu überwinden. Die genaue Höhe der Zusagen aus den Schwellenstaaten war zunächst unklar.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde zeigten sich erleichtert. Die G20 sowie der IWF hätten sich "klar zu einer Stärkung der globalen Schlagkraft" des Währungsfonds bekannt, erklärte Schäuble. Lagarde sprach von einer "extrem wichtigen" Gruppenleistung. Weil die Kreditvergabekapazität des IWF mit der Summe fast verdoppelt worden sei, habe er nun die richtigen Werkzeuge im Kampf gegen die Krise. Auch Länder wie Russland, Indien, China und Brasilien hätten Zusagen gemacht.

Die G20-Länder sind größte Geldgeber und Anteilseigner des IWF. Mit der Mittelaufstockung wird das Volumen möglicher Notkredite der Finanzfeuerwehr für angeschlagene Länder von zuletzt 380 Milliarden Dollar etwa verdoppelt. Einschließlich verplanter Hilfen erhöht sich der IWF-Schutzwall auf mehr als eine Billion Dollar. Die neuen Gelder stünden allen 188 IWF-Mitgliedern zu, wurde betont.

EU-Währungskommissar Olli Rehn bekräftige in Washington, die Euro-Zone erfülle ihre Verpflichtungen bei der Bewältigung der Krise. Spanien mache Fortschritte bei "tiefgreifenden und mutigen Reformen" im Bankensektor und auf dem Arbeitsmarkt. Dies gelte auch für Italien. Die neuen Mittel für den IWF seien eine "gute Nachricht" für Europa.

Nach den Worten des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist die Inflation in der Euro-Zone unter Kontrolle: "Wenn das nicht so wäre, würde alles auseinanderfallen." Die Staaten müssten ihre Reformen fortsetzen, und ihre Haushalte konsolidieren. Sonst gebe es keinen Rettungsschirm, der groß genug sei, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Die dänische Wirtschaftsministerin Margrethe Vestager erklärte, nach der Aufstockung der beiden Brandmauern könnten nun wachstumsfördernde Maßnahmen ergriffen werden.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

18 Kommentare

Die Politiker wollen offenbar die Spekulanten mit deren eigenen Waffen schlagen

Was niemand für möglich gehalten hätte, ist nun Wirklichkeit geworden. Wie in der Bibel das Manna vom Himmel gefallen ist und so die Israeliten vor dem Hungertuch bewahrte, ging offensichtlich über die Welt gerade rechtzeitig ein Geldregen nieder, um nicht nur einige Länder des Euro-Raumes vor dem finanziellen Ruin zu bewahren.
Geld scheint auf einmal kein knappes Gut mehr zu sein. Zumindest erwecken die Politiker diesen Eindruck, wenn sie mit Milliarden herumwerfen und so tun, als würden sie diese Riesenbeträge aus der Portokasse abdecken können.
Vor einigen Wochen erst haben sie den Euro-Rettungsschirm auf 1.000 Milliarden aufgestockt. Jetzt zieht der Internationale Währungsfonds nach und hebt den zur Verfügung stehenden Kreditrahmen ebenfalls auf diese astronomische Höhe an. Garantieren müssen dafür unter anderem auch Länder, die gestern noch selbst am Hungertuch nagten. Ohne Bedeutung ist das jedoch, da diese Beträge ohnehin nur virtuell, also in der Wirklichkeit nicht vorhanden sind und bloß auf dem Papier stehen.
Statt die internationalen Finanzgeschäfte von der freien Wildbahn in geordnete Bahnen zu lenken, und die Spekulanten in die Schranken zu weisen, glauben die Politiker, diese mit deren eigenen Waffen schlagen zu können und hasardieren wie sie mit Geldern, die sie nicht haben. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Zahlen wird für dieses hochriskante Spiel wie schon sooft der Steuerzahler.

wird nix helfen

holt euer geld von der bank und kauf physisches silber & gold. in erster linie silber.

der euro wird implodieren

Finanzhyänen am Werk.

Unsere einst freie Heimat Österreich wird verschachert.

Die Seite mit den ganzen kritischen Postings ...

... wurde offenbar bereits gelöscht. Zensur bei der Verwaltung des Niedergangs ...

Auf den Bildern der IMF Spitzenpolitiker,

sah ich unsere Frau Dr. Fekter nicht als Finanzministerin, was eigentlich sehr positiv ist, wenn es bedeuten würde, dass Österreich diesmal nicht mit vielen Milliarden US-Dollar oder Euro Milliaren wieder einen Beitrag leisten musste. Eine rasche Bestätigung dieser Hoffnung wäre für uns Österreicher sehr positiv.
Jedenfalls ist auch unsere Mitgliedschaft beim IMF bisher nie umsonst gewesen!!

Re: Auf den Bildern der IMF Spitzenpolitiker,

Nowotny hat aber gestern in den Nachrichten von 6 Milliarden gesprochen.

Re: Antwort auf diabolo

Danke für die Information! Nur wer hat Herrn Gouverneur die Vollmacht gegeben, sich gegenüber dem IMF mit 6 Milliarden Euro oder US $ (??) zu verpflichten. Laut dem letzten Jahresbericht der OeNB vom Jahre 2008, den ich noch zufällig besitze, hatte die OeNB nur ein Grundkapital und Rücklagen von 4,14 Mrd Euro !?

0 0

Re: Re: Antwort auf diabolo

Die Nationalbank hatte laut Geschäftsbericht 2010 einen Bilanzgewinn von EUR 21.829.130,53.

Die Nationalbank ist eine Aktiengesellschaft und deren Geschäftsleitung braucht keine Vollmacht!
Schauen Sie im Aktiengesetz so ab § 70 nach!

Re: Fritz

Sehr geehrter Herr Fritz!
Mit den 21 Millionen Euro Gewinn, kann die OeNB für die 6 Mrd. US $, die sie dem IMF garantieren musste,
gerade 0.5 % Zinsen für die 6 Mrd US $ bezahlen. Das bekommen jetzt viele Österreicher für ihre Spareinlagen, allerdings zahlen sie davon noch 25 % Kapitalertragssteuer. Bei diesen Zinssätzen wird nicht einmal die Inflation abgedeckt! Da die OeNB von Josef Pröll, dem Großen aus dem Bauernbund, ja total verstaatlicht wurde, braucht sie keine Vollmachten, nur den vollkommenen Proporz, damit ist ihr Handeln sofort legimitiert! Kamitz wird in seinem Grab rotieren!

Re: Geldfux ergänzt Geldfux

Wenn sich unser OeNB Gouverneur Prof. Novotny schon gegenüber dem IMF verpflichten musste, 6 Milliarden US- $ zur Erhöhung der IMF Liquidität beizutragen, dann wird er doch hoffentlich auch die alte Regel der Gewinnverteilung zwischen OeNB und Bund von 50% zu 50% wieder hergestellt haben. Denn von Prof. Kamitz bis zur Grasserei Periode konnte die OeNB ihre Reserven jedes Jahr aufstocken. Diese Periode hatte auch den Vorteil, dass die Erträge der OeNB aus ihren Veranlagungen immer viel höher waren, als beim österreichiichen Bankenapparat, der immer viel zu viel und zu waghalsig spekulierte! Da wäre es doch einfach richtiger und seriöser, wenn die OeNB die Mittel zur Erhöhung der IMF Liquidität aus ihren eigenen Gewinnen aufbringen könnte, statt wieder ein neues Sparpaket zu schnüren!!.

0 0

Re: Re: Geldfux ergänzt Geldfux

"...die alte Regel der Gewinnverteilung zwischen OeNB und Bund von 50% zu 50% wieder hergestellt haben."

Was soll das? Die Nationalbank muss den Gewinn zwischen sich selbst und dem Bund verteilen?

Re:Fritz

Bis zur "Ära Grasser"
wurde der Gewinn zwischen der Nationalbank und dem Finanzministerium im Verhältnis von 50% für die OeNB und 50 % für das Finanzministerum verteilt! Durch Grasser wurde das Verhältnis verändert! Von da an bekam das Finanzministerium 90 % vom Gewinn der OeNB und die OeNB gerade noch 10%. Ausserdem musste die OeNB fast die Hälfte ihres Goldbestandes verkaufen, der Kurs lag damals unter 500 US -$ für die Unze Feingold. Ende der 90 ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts lag er schon bei 1000 US $, und jetzt liegt er über US $ 1600 für die Feinunze. Der von Grasser angeordnete Goldverkauf war also kein Geschäft, weder für die Notenbank noch für Österreich. Aber 90% des Goldgewinnes ging an das Budget. Zusätzlich kamen noch die Auflösungen von Finanzveranlagungen der OeNB, auch davon profitierte nur der Finanzminister. Irgend woher musste doch das Nulldefizit des Herrn Grasser finanziert werden!

Nur wer hat Herrn Gouverneur die Vollmacht gegeben

wer hat Faymann die Vollmacht gegeben den ESM zu unterschreiben?
Niemand-eben, das Volk hat zu kuschen!

Re: Nur wer hat Herrn Gouverneur die Vollmacht gegeben

Sehr geehrter "diabolo!"

Wenn das Volk nur zu kuschen hätte, wäre es vielleicht gar nicht so arg!! Aber das Volk muss das alles bezahlen, mit höheren Steuern und mit unzähligen Sparpaketen, die ab 2013 wahrscheinlich vierteljährlich beschlossen werden müssen! Und dann folgt noch eine stetig wachsende Inflation und eine Eurokrise!! Danke Herr Feigmann und Herr Schwindeldecker!

Re: wer hat Faymann die Vollmacht gegeben ...

Die interpretiert er sich aus dem Begriff "Demokratie", wo die Regierung mittels Klubzwang der "frei gewählten" (LOL) Partei.Abgeordneten nach eigenem Ermessen regiert.

Und die Summe der "kleinen Satzänderungen" (Copyright: W. Faymann) macht eben nun Milliarden, unbegrenzt nach oben, aus.

Gast: freund?
21.04.2012 12:11
0 0

na, habts as dabettelt von der dritten welt,




euro-DODLN !?

das wird nicht umsonst sein, sondern nur für die würscht, was das juncker-papierl angeht, aber der einfluß der fuzziwuzzis wird steigen.

Gast: Freiheit
20.04.2012 22:09
1 1

darf man fragen wer das bezahlen soll????

irgend woher muss ja das geld kommen auch wenn es nur "optionen" sind.... also von 80% der laender im IMF kommt sicher kein geld. (nettomaessig) so wie in der eu - spanien zahlt angeblich viel ein bekommt aber weit mehr zurueck..... tja die druckerpressen bei den nationalbanken werden schon fleissig die naechte durcharbeiten....... das wird eine inflation in den naechsten jahren geben.....

Re: darf man fragen wer das bezahlen soll????

wieso in den nächsten Jahren? wenn sie sich die Preise ansehen haben wir sei 10 Jahren an die 100% mehr für das tägliche leben zu bezahlen. geschätzte Sachen für den täglichen Bedarf haben sich mehr als verdoppelt!

Hobbyökonom