Diese Messe lässt für Autofans wohl keine Wünsche mehr offen. In Peking ist dieser Tage die weltweit größte Automesse eröffnet worden - alles was in der Autobranche Rang und Namen hat lässt sich hier blicken. Aber der Schein trügt - in Chinas Autoparadies sind erste Wolken aufgezogen. Nach vielen Jahren mit fast schon schwindelerregend hohen Plusraten hat das Tempo am größten PKW-Markt der Welt spürbar nachgelassen.
Rund 14,5 Millionen Limousinen, Geländewagen und Kombis sind hier 2011 verkauft worden. Das ist nur gut fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor - so wenig Wachstum wie noch nie in diesem Jahrtausend. Heuer hat es im ersten Quartal sogar ein Minus gegeben. Schuld sind wohl die schlechten Prognosen für das Bruttosozialprodukt und steigende Benzinpreise.
Tatsächlich steckt im Chinesischen Automarkt aber immer noch jede Menge Potential. Noch immer ist es für drei Viertel der chinesischen Autokunden ihr erstes Auto. Auf 1,4 Milliarden Chinesen kommen demnach 100 Millionen registrierte Autos. Zum Vergleich: so niedrig wie heute in China ist die Auto-Dichte in Deutschland in den 1950er Jahren gewesen.
Mercedes, BMW, Audi und Co müssen sich da also noch keine echten Sorgen machen - immerhin sind gerade die deutschen Automarken in China überaus beliebt.
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