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IWF-Aufstockung kostet Österreich sechs Mrd. Euro

23.04.2012 | 16:21 |   (DiePresse.com)

Schieder hält die Aufstockung für sinnvoll. Durch eine Strukturreform des IWF könnte Österreich einen eigenen Exekutivdirketor bekommen.

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Bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington am Wochenende wurde die Aufstockung der Mittel für den IWF beschlossen. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte eine Billion "Feuerkraft" für den IWF gefordert. Vereinbart wurde eine Aufstockung der IWF-Mittel um mehr als 430 Milliarden Dollar (326 Milliarden Euro), um diese Billion zu erreichen. Davon kommen 150 Milliarden Euro aus der Eurozone. Österreich wird dazu rund sechs Milliarden Euro beisteuern. Diese Summe wird gemäß dem IWF-Schlüssel errechnet, wonach Österreich vier Prozent der Eurozone hat. Dafür ist noch ein eigener Nationalratsbeschluss notwendig, heißt es aus dem Finanzstaatssekretariat.

SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder sieht in der Aufstockung eine "sinnvolle Maßnahme". Dadurch werde das Vertrauen der Märkte gestärkt. Die internationale Gemeinschaft habe weitgehend geschlossen agiert. Dass die USA bei der Aufstockung der IWF-Mittel nicht mitziehen - was auch Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny bedauert hat - führt Schieder auf die Vorwahlkampfatmosphäre im Land zurück.

Schieder: Eurobonds "überlegenswert"

Beim Gespräch mit dem IWF-Chef-Ökonomen Olivier Blanchard wurde über den Vorschlag von Eurobonds, also gemeinsame Staatsanleihen, diskutiert. Für Schieder sind Eurobonds "überlegenswert", wenn es ausreichende Vertrauens- und Schutzmechanismen gibt. Dann könnten Eurobonds ein Ansatz sein, der auf den Kapitalmärkten Stabilität nach Europa bringe, weil dadurch die Abhängigkeit einzelner Staaten von den Märkten reduziert würde. Bei der Wachstumsdebatte vertreten die Bretton-Woods-Institutionen Weltbank und IWF nach Ansicht des Staatssekretärs einen richtigen Zugang, im Vergleich mit der Europäischen Zentralbank (EZB).

Bei der Strukturreform des IWF, wodurch die Schwellenländer mehr Gewicht innerhalb der Organisation bekommen sollen, will Österreich nun eine zentral- und osteuropäische Stimmrechtsgruppe organisieren.  Österreich würde dann in der neuen Gruppe den Vorsitz führen, erwartet Schieder. Damit würde Österreich statt wie bisher einen Vize-Exekutivdirektor zumindest für zwei Jahre bis 2014 einen eigenen österreichischen Exekutivdirektor haben.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: freidl mit der leeren tasche
23.04.2012 21:43
1 0

auf die titelseite mit den 6 mrd aus österreich

TITELSEITE:

>>> 6 Mrd. von der österreichischen Bevölkerung<<<

....mehr nicht...

Gast: Steuer.zahler
23.04.2012 19:47
1 0

Provisionen?


Gibt es eigentlich Provisionen, wenn Steuerzahlergeld in die Banken fließt?

Oder gibts nur ein Pöstchen mehr?

".... das Vertrauen der Märkte gestärkt.."

Ja, ja. Bis zum nächsten Transfer.

"Nur" 6 Milliarden?

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wir haben's ja, angeblich. Und wer bezahlt? Die Bürger natürlich. Na die werden sich aber betsimmt "freuen". Wann hat dieser Eiertanz endlich ein Ende? IWF, ESM usw. usw. Es ist schlicht zum Ko....

Antworten Gast: Fprester
23.04.2012 20:13
1 0

Re: "Nur" 6 Milliarden?

Die vielgescholtene Schweiz erhöht die Kreditlimite für den IWF sogar um 10 Mrd. (zusätzlich zu den 30 Mrd. im Jahr 2010), obwohl die Schweiz weder das Euro- noch das EU-Debakel zu verantworten hat. Diese Erhöhung erfolgt einzig und allein zur Rettung des Euro. Der indirekte Schaden, den die Schweiz wegen der katastrophalen Euro- und EU-Politik zu tragen hat, liegt bei mindestens 30-60 Mrd. Fr. jährlich. Allein 2011 musste die Schweizer Nationalbank auf ihren Eurobeständen etwa 30 Mrd. Fr. abschreiben. Dafür wird sie aus EU-Landen noch täglich als unsolidarisch und Rosinenpickerin beschimpft. Kein Land spendet pro Kopf direkt und indirekt auch nur annähernd so viel an die EU wie die Schweiz.

Gast: 1. Parteiloser
23.04.2012 17:10
3 0

Der Schieder ist wirklich so deppat, dass er gar nicht erkennen kann, dass Österreich NICHTS zum Bezahlen hat!

Die aktuellen Daten aus dem BMF:

1) Allgemeiner Budgetvollzug des Bundes:

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201203hauptueberblicke.htm

Ausgaben:.....18.902,7 Mio. Euro
Einnahmen:...13.261,0 Mio. Euro
Lücke:.....5.641,7 Mio. Euro (3 Monate!)

Beeindruckende Änderungen zu 2011:
Beitrag EU:.....................+13,5%
Transfer an Länder:........+ 12,2%
Transfer an Gemeinden:....+2,5%
Familienpol. Maßnahmen:...-1,2%

2) Das große Abkassieren der Staatlichkeit
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2011/201103bvug16.htm
und
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201203bvug16.htm

Änderungen Einnahmen zu 2011:
Körperschaftssteuer:....+14,8%
Lohnsteuer:..................+8,6%
Umsatzsteuer:..............+2,5%

Die Bürger brennen wie noch nie zuvor und haben kaum mehr ausreichend Mittel zur Verfügung das eigene Leben zu bestreiten. Das Abkassieren der Kotzstaatlichkeit bei den Einkommen lässt kaum mehr einen Konsum zu, wie auch die Entwicklung der USt deutlich macht (unter der Teuerungsrate!). Dazu kommt noch, dass die Sparquote der Österreicher auf einem historischen Tiefststand gefallen ist.

Diese Regierung bucht aber auch noch Ruhegenüsse bis über 100.000.- EUR pro Jahr unter Soziales, obwohl diese Regierung auch schon über 1/2 Mio. Menschen in manifester Armut administriert. Das alles bei gesamten Staatsausgaben von über 158 Mrd. Euro pro Jahr, also etwa 44.000.- Euro pro Haushalt.

Totalversager!

Hobbyökonom