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Sibirien: "Gold ist schwer, sonst nichts"

28.04.2012 | 18:03 |  von Eduard Steiner (Die Presse)

Lange hat der Goldsektor in Russland ein Schattendasein hinter der dominanten Öl- und Gasindustrie gefristet. Nun aber entwickelt man Ambitionen. Ein Besuch im sibirischen Männerdorf und den Goldminen von Jeruda.

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Nicht alles, in dem im weiten Sibirien Gold enthalten ist, muss nach außen hin auch glänzen. Das Flugzeug des Typs An-26B100 etwa würde selbst dann kaum in früherer Pracht erstrahlen, wenn man es stundenlang polierte. Dass es seit Jahrzehnten den Weg zwischen Severo-Jenisejsk, einem Dorf am Ufer des Jenisej-Flusses, und der 660 Kilometer südlich gelegenen Gebietshauptstadt Krasnojarsk zurücklegt, sollte uns beim Boarding nicht wirklich beruhigen.

Gewiss, die Arbeiter aus den Goldminen scheinen es als selbstverständlich zu nehmen, dass die Maschine nicht heizt und Rettungsstricke statt Notrutschen für das Überleben im Ernstfall bereitstellt. Genauso selbstverständlich wie sie den Security-Hünen nehmen, der mit steinerner Miene die im Heck geladenen 90 Barren Gold bewacht – den Output von zwei Wochen auf dem Flugtransport aus der sibirischen Kälte zum Punzieren in die Gebietshauptstadt.

Goldbarren in maroden Flugzeugen. Dass Gold tonnenweise in maroden Flugzeugkisten durch die Gegend geschaukelt wird, empfindet man hier, 3000 Kilometer östlich von Moskau, für nicht sonderlich spektakulär. Gleich wie die Arbeit in der Produktion eines Metalls, nach dem die Welt seit Jahren giert wie selten zuvor. „Metall ist Metall“, sagte Alexandr Vasilenko, der uns als Leiter der chemischen Verarbeitung zuvor durch die Goldminen „Jeruda“ des größten russischen Produzenten „Polyus Gold“, 75 Kilometer von Severo-Jenisejsk entfernt, geführt hat: „Aber es ist trotzdem erhebend, wenn das wertvolle Element am Ende der Produktion in die Barrenform fließt.“

Seit den 1980er-Jahren wird in den drei Minen von „Jeruda“ Gold industriell gefördert. Richtig in Fahrt kam die Produktion aber erst in den vergangenen paar Jahren. Was einst zum weltweit größten Nickelkonzern Norilsk Nickel gehörte, wurde 2006 als eigene Geschäftseinheit abgespalten und wird nun modernisiert.

Heute gehört das Unternehmen „Polyus Gold“ zu 78 Prozent den beiden russischen Oligarchen Suleiman Kerimov und Michail Prochorow, der bei den Präsidentenwahlen im März gegen Wladimir Putin angetreten ist. Polyus Gold, das hinter der kanadischen Barrick Gold und der englischen Newmont Mining über die drittgrößten Reserven weltweit verfügt, besitzt Produktionsstätten in fünf russischen Regionen sowie in Kasachstan, Rumänien und Kirgisistan.

Die Hauptförderstätte aber ist Jeruda, Russlands „Goldenes Herz“, wie man stolz betont. 6000 der 10.000 Konzernmitarbeiter sind dort im Einsatz. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. „Die Schmiermittel in den Maschinen entscheiden, ob es zu kalt für die Arbeit ist“, sagt Sprengmeister Leonid Skorik: „Ab minus 48Grad wird das Material langsam. Die Menschen würden auch bei minus 60Grad arbeiten.“

Ein eisiger Wind bläst an diesem Nachmittag über die Taiga. Der Wachtposten mit dem Schlagstock hat sich in einer provisorischen Iglubehausung verschanzt. Erst nachdem wir das Fahrzeug mühsam aus einer Schneeverwehung gezogen haben, erreichen wir den Krater mit dem wertvollen Gestein.

420 Meter tief haben sich die Maschinen hier seit den 1980er-Jahren vorgegraben. Stufe um Stufe. Alle drei Tage lässt Skorik den Krater für einige Stunden evakuieren, um die nächsten hunderttausende Tonnen Golderz aus dem Massiv zu sprengen. In Kugelmühlen zu Staub zermalmt, landet das Gestein mit einem Goldgehalt von drei bis 3,5Gramm je Tonne schließlich in der Cyanidlauge. Oder es wird, wenn es sehr schwefelhaltig ist, vom Sulfabacillus Olimpiadicus, einem in Jeruda gezüchteten Bakterium, quasi angeknabbert und so von Beimengungen gereinigt, ehe es in die chemische Nachbearbeitung kommt und letztlich in reiner Goldkonsistenz mit 1180Grad in die Barrenform fließt.


Russlands riesige Goldreserven. Polyus deckt etwa ein Fünftel der russischen Förderung. Und Russland selbst liegt laut World Mining Data 2011 auf der Liste der goldproduzierenden Länder hinter China, Australien und den USA auf Platz vier. Das US Geological Survey schätzt, dass Russland ein Zehntel der heute gewinnbaren Weltreserven birgt. Zwar sind die Förderstätten wegen der mangelnden Infrastruktur schwerer zugänglich, dafür aber liegen sie nicht so tief wie beim einst unerreichbaren Leader Südafrika, der mittlerweile weltweit auf Platz fünf abgesackt ist, weshalb südafrikanische Manager bereits in Sibirien angeheuert haben.

Überall werde die Förderung teurer, erklärt Polyus-Vorstand German Pikhoya im Gespräch. Kostete die Produktion bei Polyus 2010 noch 554Dollar je Unze, so waren es im Vorjahr bereits 661 Dollar. Solange der Goldpreis wie derzeit bei über 1650 Dollar liegt, ist das kein Problem. Wenn er fällt, könnte es eines Tages eng werden. Denn „schon in naher Zukunft werden viele Produzenten Produktionskosten von über 1000 Dollar je Unze haben“, sagt Pikhoya.

Es sind Summen, die im Alltag der Arbeiter von Jeruda nicht präsent sind. Präsenter sind die eisernen Drehtüren, die am Ausgang der Fabrik an ein Hochsicherheitsgefängnis erinnern. Metalldetektoren vom Boden bis zur Decke wachen darüber, dass kein einsames Gramm unentdeckt das Werk verlässt. Erst etwas abseits der Fabrik im Dorf Jeruda ist das Leben eine Spur weniger reglementiert. Eigentlich ist das Dorf kein Dorf, sondern eine Arbeitersiedlung für den dreimonatigen Einsatz zwischen den eineinhalbmonatigen Urlauben.

Und eigentlich gelten auch hier strenge Regeln: Keine Frauen, kein Wein und nur wenig Gesang. Im Allgemeinen ja, erzählt ein Arbeiter, der nicht genannt werden möchte: Aber jeder wisse, dass dort wie da zwischendurch Frauen auftauchen. Und wenn man unbedingt wolle, könne man auch Alkohol organisieren, wiewohl man durch die langen Arbeitstage und die Kälte ohnehin zu kaputt zum Feiern sei. Polyus Gold hat für minimale Annehmlichkeiten gesorgt. Die Wohnungen sind sauber, die Sportsäle und Kraftkammern modern ausgestattet. Irgendwo müsse man sich schließlich vom Lagerkoller abreagieren, erzählen die Arbeiter. Notfalls im Wald beim Beeren- und Pilzesammeln, sagt Kazimierz, ein gebürtiger Pole, der als Hausmeister in Jeruda hängengeblieben ist.

Russlands Goldsektor will indes nicht am Erreichten hängenbleiben, zumal der Sektor relativ jung ist. Erst in den vergangenen Jahren haben sich Goldunternehmen – ähnlich wie Polyus Gold – als Spin-off großer Bergbaukonzerne herauszukristallisieren begonnen. Polyus hat im Vorjahr 558Mio. Dollar an Reingewinn erzielt. Und es hat seinen Goldausstoß auf 1,49Mio. Unzen gesteigert. 2020 will man bei 4,4Mio. Unzen sein. Der Investitionsbedarf bis dahin: über 8,7Mrd. Dollar.

Sind derzeit noch die Minen von Jeruda das Herz der Produktion, so winken die größten Perspektiven weiter östlich nahe der Stadt Irkutsk bzw. Magadan, wo einst Gefangene in den stalinistischen Gulags unweit des Pazifiks geschunden worden sind. Die dortige Lagerstätte Natalka, die 2013 in Betrieb gehen wird und der österreichischen Firma Cemtec Cement and Mining Technology soeben einen zweistelligen Millionenauftrag eingebracht hat, gilt mit 31,6Mio. Unzen als drittgrößte Lagerstätte der Welt. Gewiss, der Goldgehalt mit etwa 1,6Gramm je Tonne ist dort geringer als in Jeruda, aber „es gibt nun einmal keine hochgradigen Lagerstätten in der Welt mehr“, erklärt Pikhoya.

Stattdessen gibt es die Absicht, mit einem internationalen Unternehmen zu fusionieren, um an Know-how zu kommen. Und es gab bis vor wenigen Wochen die Absicht, sich von der Insel Jersey nach London umzuregistrieren, um ein Premiumlisting auf der Londoner Börse zu erlangen. Beides ist vorerst gescheitert, weil die russische Regierung auch im Gold einen strategischen Sektor sieht, den man vor ausländischen Beteiligungen schützen müsse. Pikhoya kann dem sichtlich wenig abgewinnen. Gerade Gold sei in Russland im Vergleich zu Öl und Gas ein relativ kleiner Sektor, sagt er: „Aber wenn die Rede auf Gold kommt, werden offenbar Emotionen geweckt.“

Nicht so bei der Jugend. Wie in anderen Minen, so klagt man nämlich auch in Jeruda über den Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften im Bergbau. In Russland ist noch immer der Öl- und Gassektor der attraktivste. Auch weil er besser zahlt. Dabei lässt sich auch in den Goldminen das Doppelte des landesweiten Durchschnittslohnes verdienen.

Zu den 1300Euro kommen kostenloses Wohnen und Essen hinzu. Die Erschwerniszulagen haben bisher bewirkt, dass Leute nach Jeruda gingen, um sich finanziell zu sanieren. Und um mit 50 in Pension zu gehen, ein letztes Mal mit dem alten Flugzeug An-26B100 in den Süden zu fliegen und möglichst ans Meer ziehen zu können, wie die Arbeiter erzählen. Als Ausgleich für die Kälte und den schweren Job? „Was heißt schwer?“, gibt Sprengmeister Skorik zurück: „Gold ist schwer. Sonst wüsste ich eigentlich nicht, was schwer ist.“

In den drei Goldminen in Jeruda wird seit 30 Jahren Gold industriell gefördert. Drei Gramm befinden sich in einer Tonne Erdreich. 6000 Bergarbeiter arbeiten hier in der sibirischen Kälte.

Bei minus 48 Grad Celsius muss der Goldabbau gestoppt werden. Ab diesen Temperaturen gefrieren die Schmiermittel in den teuren Maschinen. Menschen könnten bis minus 60Grad Celsius arbeiten, heißt es.

Die Arbeiter sind drei Monate ununterbrochen im Einsatz, dann haben sie eineinhalb Monate Urlaub. Im Lager gelten strenge Regeln: keine Frauen, kein Wein, wenig Gesang.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.04.2012)

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78 Kommentare
 
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Der kleinste gemeinsame Nenner ist...

Gold ist nicht (wie die lumpigen Fiat-Währungen) beliebig vermehrbar und widersteht auch theoretisch der Spekulation.

Deshalb der gesammelte Hass aller Banker und Spekulanten auf den ewigen "peacemaker" Gold.


Portfolio-Aufteilung

Habe von meinem Gesamtvermögen 5% in Gold angelegt. Bei jeglicher Blasenspekulation korreliert Gold doch etwas negativ mit Aktien (siehe letzten 10 Jahre), bietet also einen gewissen Schutz.

Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn es die Zukunft betrifft.

Ich persönlich glaube an ein Ansteigen der Aktienwerte in den nächsten 5 Jahren und eine lange Ebene in der Goldpreisentwicklung ...

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sinnvoll?

man baut es ab, karrt es herum und versteckt es dann in Tresoren?
Kann mir einer den Sinn dieser Aktion erklären?

Es gibt auch kaum ein Metall, welches medial so im Vordergrund gebracht wird, in Bezug auf seinen Nutzen.

Das sind doch Zeichen einer 100% Blase?

Antworten Gast: Bärenfalle...
29.04.2012 18:05
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Re: sinnvoll?

Das ist einfach zu erklären:

Erste Frage:
Wenn Ihre Küche brennt:

Was hätten Sie lieber ?

a) einen Feuerlöscher

b) einen verbrieften Anspruch auf einen Feuerlöscher in Form eines Papierzettels mit dem Bild eines Feuerlöschers drauf.

Zweite Frage:
Wenn das funny-money ohne inneren Wert samt Wirtschaft und Staatshaushalt "brennt", was hätten sie lieber ?

a) einen Geldschein mit Aufdruck "funny money" mit der Unterschrift eines Italieners (bekannt für harte Währungen und Sparsamkeit)

b) etwas das in den letzten 6000 Jahren in der ganzen Welt, in den allermeisten Kulturen und Zivilisationen immer "Geld" war und dies auch weiterhin sein wird.

Blase ?

Gold macht in Relation zu sonstigen Vermögenswerten noch nicht einmal 1% dieser Vermögen aus.

D.h. da ist noch viel Luft wenn die schwindligen Papieren und deren Derivate (Bonds, Genussscheine, ...) welche derzeit die restlichen 99% ausmachen mal ausgebucht werden müssen.

50.000$ die Unze ist dabei an der unteren Grenze der möglichen Preisspanne anzusiedeln.


Antworten Antworten Gast: Konservativer
29.04.2012 22:00
2 0

Re: Re: sinnvoll?

Zur ersten Frage: Hinkender Vergleich. Gold ist kein Feuerlöscher, sondern Gold wäre in diesem Szenario die Statue eines griechischen Gottes, dem ein Gesellschaftskonsens feuerlöschende Kräfte angedichtet hat.

Ich hätte gerne einen Feuerlöscher. Also kein Gold. Sondern einen Feuerlöscher.

Zur zweiten Frage: Die Nachfrage nach transportablem, stückelbaren Geld ist ungleich höher als die Nachfrage nach Münzen und Barren, denen primitive Steinzeitkulturen einen hohen Wert angedichtet haben.

Ich hätte gerne eine neue Währung. Also kein Gold. Sondern eine neue Währung.

Zur Blasenfrage: In Gold investieren Hedgefonds, es gibt Gold-Ankaufstellen, Investoren kaufen Gold auf Kredit.

Zu behaupten, Gold sei überbewertet, wird mit aggressiven Reaktionen bedacht.

Klassische Symptome einer Blase zu hundert Prozent erfüllt.

Warten wir einfach mal ab.

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Re: Re: Re: sinnvoll?

- nur weil Sie eine durchaus treffende Analogie (Gold / Feuerlöscher) partout nicht verstehen wollten, heißt nicht, das diese falsch ist
- stückelbares "Geld" sind Münzen und Münzen und Barren. Das (im Falle Gold nettes) physische Aussehen ist nur eine bedeutungslose Frage des individuellen Gustos.
- eine neue Währung kriegen wir in historischen Abständen immer. Die Frage ist nur der Transfer von einer wertlosen in die angeblich werthaltige Währung. Und in diesem speziellen Bereich hat sich Gold, wenn Geschichte eine Lehrmeister sein soll, hervorragend bewährt.
- Natürlich spekulieren Hedger ec. in jene Werte, aus denen sie sich was versprechen. Aber das tun sie mit chilenischen Schweinebäuchen und südamerikanischen Immobilien unter Wasser auch. Das spricht eher für Gold, denn an Ende des Tages müssen auch die Hedgefonds physisch liefern und Gold aus Papier in Physik umwandeln (zum Unterschied zu Schweinebäuchen) - und wenn die Spekulanten am freien Markt zukaufen müssen "schau ma mal" welche Gold-ralley das am Markt bedeuten wird.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
30.04.2012 11:22
1 0

Re: Re: Re: Re: sinnvoll?

"- nur weil Sie eine durchaus treffende Analogie (Gold / Feuerlöscher) partout nicht verstehen wollten, heißt nicht, das diese falsch ist"

Stimmt. Allerdings habe ich sie verstanden und Sie ist falsch. Sie sind also von einer falschen Prämisse ausgegangen, was wahrscheinlich an Ihrer emotionalen Art liegt.

"- stückelbares "Geld" sind Münzen und Münzen und Barren."

Die Stückelung ist zu grob und damit unbrauchbar für den täglichen Bedarf. Mehr ist nicht zu sagen.

"- eine neue Währung kriegen wir in historischen Abständen immer."

Eben. Gold braucht's also nicht. Und ich brauche auch keine Geschichte als "eine Lehrmeister", damit ich weiß, dass Gold aufgrund seiner unpraktischen Eigenschaften schon recht bald durch umlauftaugliches Geld ersetzt worden ist.

"- Natürlich spekulieren Hedger ec. in jene Werte, aus denen sie sich was versprechen. Aber das tun sie mit chilenischen Schweinebäuchen und südamerikanischen Immobilien unter Wasser auch."

Und so auch mit Gold. Ich würde aber nicht sagen, dass Fonds in Blasen investieren: Sie generieren sie eher. Siehe Gold.

Wie gesagt: Wenn es sie glücklich macht, in gelbes Metall zu investieren, machen Sie es. In den letzten Jahren konnte man ja nettes Spekulations-Geld damit verdienen.

Aber mehr als ein Spekulationsobjekt ist Gold nicht. Da hilft auch die Geschichte nichts: Salz ist auch über jahrhunderte als wertvolles Gut gehandelt worden.

Trotzdem investiere ich lieber in Immobilien als in Soletti.

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Re: Re: Re: Re: Re: sinnvoll?

"Trotzdem investiere ich lieber in Immobilien als in Soletti."

Nach dem Crash ist man wahrscheinlich mit einer Nahrungsmittelfirma Soletti besser drann als mit Immobilien die einem niemand abkauft, keiner die Miete zahlen kann, von Flüchlingen besetzt und devastiert und womöglich noch mit staatlichen Sondersteuern belegt wird. War alles schon mal da.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
01.05.2012 17:24
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LOL


"als mit Immobilien die einem niemand abkauft"

LOL

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Re: Re: Re: Re: Re: sinnvoll?

Ich kenne nichts umlauftauglicheres, haptisch angenehm handelbares, physisch stabileres, notfalls sogar weiter teilbares als einen kleinen Golddukaten im heutigen Wert von 145€
Wenns mehr sein soll bietet sich der Philharminiker zu 1.400€ an.

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Das sind doch Zeichen einer 100% Blase?

Genau.
Alle Schiffen sich aus voller Blase an, wenn Sie eines Morgens erwachen und feststellen, dass ihr Papierschein exakt dem Wortlaut entspricht: Geld Schein = Scheingeld.

Historisch ist Gold nie wertlos geworden. Welche Anlageform kommt da mit?

Re: Das sind doch Zeichen einer 100% Blase?

Korrekt!

Der erste bekannte Finanz-Crash der Neuzeit wurde durch türkische Tulpen un Holland ausgelöst.

Also liebe Grüninnen,kauft Tulpen statt Gold!

Ist absolut BIO-ÖKO!!!!!!

Antworten Antworten Gast: Konservativer
29.04.2012 22:01
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Re: Das sind doch Zeichen einer 100% Blase?

"Historisch ist Gold nie wertlos geworden. Welche Anlageform kommt da mit? "

Immobilien. Würde ich z.B. NIE verkaufen. Auch nicht für dieses lächerliche gelbe Metall.

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Immobilien - meien Güte

Dann dürften Sie die letzten 10 Jahre in einem Salzbergwerk auf Sohle 17 ohne jeden Kontakt zur Außenwelt verbracht haben.
Nicht nur war (stark verkürzt) der Auslöser der stark überhitzte und bis heute in sich zusammengebrochene US Immobilienmarkt - derzeit sind Häuser in den USA weniger wert als ein Rattenhintern, so sind gerade jetzt die Immobilien(un)werte Spaniens und die geplatzte Bau-Blase ec. deren (und über Mithaftung wahrscheinlich unser) finanzieller Genickbruch.
In der Zwischenzeit hat Gold in den letzten 5 Jahren 151% an Wert gewonnen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
30.04.2012 11:25
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Re: Immobilien - meien Güte

Wer sprach von Häusern in den USA?

Sie.

Ich nicht.

Ich sprach von europäischen Immobilien, und die haben sich im Wert vervielfacht.

Außerdem kann man zur Not darin wohnen. In Gold nicht.

Außerdem werfen sie Mieten ab. Gold nicht.

Tut mir leid, ich spekuliere nicht, ich investiere. Darum Immobilien. Und kein überbewertetes Metall.

:-)

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Außerdem werfen sie Mieten ab. Gold nicht.

Das schau ich mir an wer Ihnen während / nach einem Währungscrash Miete (in welcher Währung?) zahlt.

Das einzige was Sie kriegen könnten sind Hiebe von den Mietnomaden wenn sie kassieren kommen.

Antworten Antworten Gast: hans2
29.04.2012 17:44
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Re: Das sind doch Zeichen einer 100% Blase?

Ackerland. Das bringt auch in schlechten Zeiten bei etwas Arbeitseinsatz eine Form von Zisen: Lebensmittel. Gold bringt nie Zinsen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
29.04.2012 19:21
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Ackerland ist auch nur eine Immobilie ...

Der Grundbesitzer ist im Grundbuch schön ersichtlich.

Wenn es soweit ist wird es leicht sein alle Immobilien mit einer "Krisensteuer" zu belegen.

Viel Spass!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
29.04.2012 22:03
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Re: Ackerland ist auch nur eine Immobilie ...

Lächerliches Argument.

Im Krisenfall gibts Waffen und moderne Räuber und Diebe sind auch so sehr geschickt, wenn es ums Auskundschaften von Goldbesitz geht. Es gibt ja auch "Insider" die einem das Gold verkaufen.

Ackerland > Gold.

Leben Sie Damit.

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Die Wahrscheinlichkeit das privater Goldbesitz verboten wird

(der kinderleicht zu unterlaufen ist) ist weit höher als privat ausgeraubt zu werden. Goldbesitz wurde historisch immer wieder sowohl in den USA, Südamerika als auch in Europa staatlicherseits verboten - die Türkei übt gerade massiven Druck auf ihre Goldhändler aus, Gold in staatliche Banktresoren zu lagern. Denken Sie mal nach warum...

Gerade letztlich hat Merkel privaten Goldbesitz so nebenbei in den Focus genommen.
Mal sehen....

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
30.04.2012 11:28
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Re: Die Wahrscheinlichkeit das privater Goldbesitz verboten wird

Sie scheinen ein sehr emotionaler Verfechter des Goldwerts zu sein, was man anhand der Anzahl und der Verbissenheit Ihrer Postings ersehen kann: Ist da etwa jemand über seine Verhältnisse in etwas investiert, das schon längst das Ende der Fahnenstange erreicht hat (vgl. Goldpreis-Stagnation seit Jul. 2011)?

Es sei Ihnen unbenommen. Machen Sie was Sie wollen. Kaufen Sie Gold kiloweise, wenn Sie können.

Ich mach da nicht mit. Ich verspreche mir einfach nichts davon.

:-)

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Re: Ackerland ist auch nur eine Immobilie ...

Denkbar ist im Krisenfall die Besteuerung aller Immobilien. Die "Hauszinssteuer", auch als Gebäudeentschuldungssteuer bezeichnet, war eine bereits von 1924 bis 1943 in Deutschland erhobene Ertragsteuer auf das vor Juli 1918 entstandene Wohneigentum. Basis war das „Gesetz über den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken“.

Der Staat wird so versuchen, an jeglichen Vermögenswerten zu partizipieren, auf die er noch Zugriff nehmen kann. Immobilien sind immobil und können im Zweifelsfall nicht wie Gold außer Landes oder anderweitig in Sicherheit gebracht werden.

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Ackerland

ist für einen Städter (ökonomisch nicht bewirtschaftbar und im Krisenfall physisch) nicht erreichbar und eine Landbewohner hat es sowieso vor der Tür.
Ackerland kann blitzartig durch äußere, gar nicht so unwahrscheinliche Ereignisse völlig wertlos werden.
Und das Gold weniger Zinsen abwirft als eine Acker ist eine Mähr. Schauen Sie die Preisentwicklung eines m2 Ackers (plus der paar Kartoffel) im Vergleich zu jener einer nur herumliegenden Feinunze Gold in den letzten 5 Jahren an.

Re: Ackerland

5 Jahre sind leider viel zu kurz für eine Performence-Betrachtung ...

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5 Jahre sind leider viel zu kurz für eine Performence-Betrachtung ...

gut. Dann nehmen Sie die letzten 2.000 Jahre:
Wenn sie sich im alten Rom eine Toga schneidern liessen oder einen Schimmel kaufen wollten, dann mussten Sie etwa die selbe Menge Gold dafür aufbringen wie sie heute für einen Anzug oder ein Pferd zahlen.

Inzwischen sind Dezillionen anderer Verrechnungsmethoden - von der Kaurimuschel bis hin zu den holländischen Tulpenzwiebeln und der Reichsmark - den Weg des Studebakers gegangen.
Und GOLD glitzerte damals und heute noch immer werthaltig.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
29.04.2012 22:07
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Re: Ackerland

"Ackerland
ist für einen Städter (ökonomisch nicht bewirtschaftbar und im Krisenfall physisch) nicht erreichbar"

Blödsinn.

Wer hungert, wird Gemüse anbauen lernen. Und das sehr schnell.

"Ackerland kann blitzartig durch äußere, gar nicht so unwahrscheinliche Ereignisse völlig wertlos werden."

Blödsinn. Derartige Ereignisse, bei denen nicht wenigstens ein Teil der Ernte gerettet werden kann, treten so gut wie nie auf.

"Und das Gold weniger Zinsen abwirft als eine Acker ist eine Mähr."

Gold wirft keine Dividende ab. Gold bietet keine Wertschöpfung an. Ackerland schon. Haben Sie von wirtschaftlichen Fragen wirklich so wenig Ahnung?

"Schauen Sie die Preisentwicklung eines m2 Ackers (plus der paar Kartoffel) im Vergleich zu jener einer nur herumliegenden Feinunze Gold in den letzten 5 Jahren an."

Jaja. Schönwetter-Rechnerei. Wenn die Massenarmut zuschlägt, und die Leute nicht mehr wissen, wo sie etwas zu Essen herbekommen sollen, werde ich eine selbst angebaute Karotte (Stk.) für ein Kilo Gold auspreisen. Wem es zu teuer ist, der muss ja nicht kaufen.

 
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Hobbyökonom