Facebook-Chef Zuckerberg stellt sich der Wall Street

08.05.2012 | 10:34 |   (DiePresse.com)

Mega-Börsengang: Der Facebook-Gründer persönlich versuchte die Anleger in New York von den nicht gerade billigen Aktien zu überzeugen.

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Die heiße Phase beim Börsengang von Facebook hat begonnen. Für das Management des weltgrößten sozialen Netzwerks gilt es, die Profi-Anleger vom Kauf der nicht gerade billigen Aktien zu überzeugen. Firmengründer Mark Zuckerberg ließ sich persönlich zum Auftakt der sogenannten "Roadshow" in der Finanzmetropole New York blicken. In den kommenden Tagen reist die Facebook-Führungsriege nun quer durch die USA, um potenzielle Investoren zu treffen.

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Zuckerberg erschien am Montag im schwarzen Kapuzenpullover und mit Bluejeans im Sheraton Hotel in Midtown Manhattan, nur wenige Blocks von New Yorks Vergnügungsmeile Times Square entfernt. In der Gegend haben sich auch viele Großbanken angesiedelt. Mit Zuckerberg stiegen Facebook-Finanzchef David Ebersman und die fürs Tagesgeschäft zuständige Sheryl Sandberg aus den dunklen Geländewagen aus, die am Seiteneingang des Hotels hielten. Ebersman und Sandberg trugen passend für die Wall Street Anzug und Kostüm.

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600 interessierte Investoren

Rund 600 Investoren warteten nach Angaben des US-Fernsehsenders CNBC im großen Saal des Hotels auf die Delegation aus dem Silicon Valley. Dabei herrschte höchste Sicherheitsstufe. Teilnehmer berichteten gegenüber US-Medien von langen Schlagen an der Einlasskontrolle, und von Sicherheitsleuten, die sie aus dem Saal noch bis zur Toilette begleitet hätten.

Facebook gilt mit erwarteten Einnahmen bis zu 12 Milliarden Dollar (9,21 Milliarden Euro) als der heißeste Börsengang des Jahres. Wenn es Facebook gelingt, seine Aktien zum Maximalpreis von 35 Dollar das Stück loszuschlagen, wäre das gesamte Unternehmen satte 96 Mrd. Dollar wert. Bei dem Börsengang wird wie üblich nur ein Bruchteil der vorhandenen Aktien verkauft; die meisten verbleiben bei den Alteigentümern wie Mark Zuckerberg.

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Diskussion um Instagram

Während des Mittagsessens wurde übers Geschäft geredet. Die Fragen drehten sich demnach unter anderem um die jüngste Verlangsamung des Wachstumstempos von Facebook und um den eine Milliarde Dollar schweren Zukauf des Bilderdienstes Instagram. Für Außenstehende war kein Einlass. Zuckerberg wurde auch auf seinem Weg zurück zum Wagen von Bodyguards abgeschirmt.

Wie der erste Auftritt des Facebook-Trios bei den Investoren ankam, darüber herrschte geteilte Meinung: Ein Teilnehmer berichtete gegenüber dem Onlinedienst "Business Insider", dass die Veranstaltung mit einer Stunde Verspätung angefangen habe, und deshalb nur Zeit für acht Fragen geblieben sei. Zuckerberg habe ruhig gewirkt, bei Detailfragen seien Ebersman und Sandberg eingesprungen. Insgesamt sei die Stimmung gut gewesen.

Facebook-Börsengang
Der Facebook-Börsengang ist der größte eines Internetunternehmens überhaupt - noch deutlich größer als der von Google im Jahr 2004, als die Einnahmen 1,7 Mrd. Dollar betrugen und die Gesamtbewertung bei 23 Mrd. Dollar lag. Heute ist der Suchmaschinenprimus rund 200 Mrd. Dollar wert. Die Haupteinnahmequelle von Facebook und Google ist die Werbung. Für Investoren ist Facebook wegen seiner gut 900 Millionen Nutzer interessant.

(APA)

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3 Kommentare

Die werden einfach nicht klüger !!!

12 Mrd. Dollar für ein Fantasieprodukt ! In zwei Jahren verfällt der Aktienkurs ins Bodenlose und das Geld der Anleger ist weg. Solche Börsengänge gehören verboten. Das ist Betrug und vor allem Monopoly mit echtem Geld.

Wer kauft so etwas zu so einem Preis?

???

Re: Wer kauft so etwas zu so einem Preis?

Jetzt weisst du wo das ganze Geld verschwindet.

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