Die für August angepeilte Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg ist nach Einschätzung der AUA-Mutter Lufthansa unrealistisch. "Ich halte das frühestens zum Beginn des Winterflugplans für machbar, also Anfang November. Wenn es nach uns geht, kann der Termin auch noch weiter nach hinten gelegt werden", sagte Lufthansa-Passagiervorstand Carsten Spohr der "Berliner Morgenpost" laut Vorabbericht vom Freitag.
Der Manager kündigte Schadenersatzforderungen gegen den Flughafenbetreiber an. "Am Ende wird eine große Rechnung auf die Berliner Flughäfen zukommen", sagte Spohr. Durch die Verzögerung entstünden der Fluglinie Zusatzkosten, da zum Beispiel zusätzliches Personal benötigt werde, um die Passagiere umzubuchen und am alten Flughafen Berlin-Tegel angemessen zu betreuen. Die Höhe der Kosten könne er noch nicht beziffern. Auch die Fluggesellschaft Air Berlin sieht wegen der Verschiebung hohe Kosten auf sich zukommen.
Auch IT funktioniert nicht
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hatte am Dienstag gesagt, die Inbetriebnahme werde nun für August angepeilt. Der neue Termin soll in der kommenden Woche festgelegt werden. Wegen Mängeln beim Brandschutz musste die für den 3. Juni vorgesehene Eröffnung des künftig drittgrößten Flughafens in Deutschland nach Frankfurt und München abgesagt werden.
Aus Sicht der Lufthansa ist der Brandschutz nicht das einzige Problem, das noch gelöst werden muss. "Die IT funktioniert nicht richtig, und es gibt zu wenige Check-In-Schalter. Und: Nicht einmal unsere eigene Lounge wäre fertig geworden", sagte Spohr.
(APA/Ag.)
Flughafen Berlin: ''Europas modernster Airport''




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