Facebook-Aktie geht in Frankfurt auf Talfahrt

21.05.2012 | 10:57 |   (DiePresse.com)

Nach dem turbulenten Börsengang startet die Aktie in Deutschland im Minus. Die Nasdaq reagiert indes auf die Pannen beim Börsendebüt.

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Nach dem gefloppten Börsendebüt sind die in Frankfurt gelisteten Facebook-Aktien am Montag kurz nach Börsenstart auf Talfahrt gegangen. Sie rutschten auf bis zu 30,14 Euro ab und lagen damit umgerechnet nur knapp über ihrem Ausgabepreis von 38 Dollar (29,9 Euro). Am Vormittag verloren die Aktien weiter auf 30,01 Euro und verzeichneten damit ein Minus von fünf Prozent.

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In Frankfurt schloss die Aktie bereits am Freitag im Minus. Alle warten nun gespannt auf den Handelsbeginn in den USA: An der Technologiebörse Nasdaq hatten die Papiere des Online-Netzwerks am Freitag mit 38,23 Dollar nur leicht im Plus geschlossen. Dabei musste Insidern zufolge Morgan Stanley, die als führende Bank Facebooks Börsengang begleitete, mit massiven Stützungskäufen verhindern, dass die Titel ins Minus rutschten. Einige Experten hatten Aufschläge von 50 Prozent bei dem weltgrößten Börsengang eines Internet-Unternehmens vorhergesagt.

Nasdaq: "Börsengang schlecht vorbereitet"

Der Chef der Nasdaq, Robert Greifeld, hat sich unterdessen für die technischen Probleme beim Börsengang des sozialen Internet-Netzwerks Facebook entschuldigt. "Das war nicht unsere Sternstunde", sagte Greifeld am Sonntag mehreren US-Zeitungen. Der Beginn des Börsengangs am Freitag hatte um fast eine halbe Stunde verschoben werden müssen, offenbar wegen der schieren Masse der Kauf- und Verkaufsorders. Die Probleme hätten den Kurs der Facebook-Aktie aber nicht beeinflusst, beteuerte Greifeld.

Dem Chef der Börse zufolge lag die Ursache in einer Verzögerung von zwei Millisekunden bei der Berechnung des Preises zur Eröffnung, was dazu führte, dass ungewöhnlich viele Orders wieder storniert wurden. Umfangreiche Test vor dem Börsengang hätten dies Problem nicht gezeigt. "Wir haben den Facebook-Börsengang schlecht vorbereitet", sagte Greifeld. Die Probleme seien "echt", und die Nasdaq müsse sich hier klar verbessern.

Investoren und Broker waren am Freitag beim Börsengang des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge geblieben. Die US-Börsenaufsicht leitete nach Handelsschluss eine Untersuchung der Vorgänge (mehr dazu ...) ein. Nach Einschätzung von Investoren trugen die Pannen dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet. Doch Experten verwiesen auch auf das hohe Emissionsvolumen sowie auf Zweifel am Geschäftsmodell.

Facebook: Die Erfolgsstory des sozialen Netzwerks in Zahlen

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(APA)

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13 Kommentare

das kommt davon wenn man luft kauft

mir persönlich leuchtet nicht ein was an fb wirklich mrd an euros wert sein soll. schon klar es gibt zig user die potentielle werbekunden dastellen. dennoch ist die klick trough rate bei fb lächerlich was wiedrum die werbeeinnahmen belastet.
außerdem frag ich mich ob die stützungskäufe der beteiligten banken nicht an kursmanipulation grenzen.

naja auch egal in gewisser weise hat der fb börsengang auch gute seiten. er führt dazu dass idioten geld verlieren, so können sie dann wenigstens keinen schaden mehr anrichten. ich werde auf alle fälle bei industriewerten bleiben die ganze dotcom und bankenluftschlösser sind doch allesamt viel zu unsicher und substanzlos

Gast: ErbosterZwerg
21.05.2012 14:25
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Jeder..

..institutionelle Anleger, welcher diese Aktien mit ihm anvertrauten, fremden Geld gekauft hat gehört sofort standesrechtlich exi....... !
Marky Marc Zuckerberg und seine Teilhaber sind die einzigen für die dieser Börsegang ein gutes Geschäft wird/war!

Gast: Charles Schwab
21.05.2012 13:20
1 0

Angeblich stößt Zuckerberg sein Aktienpaket sukzessive ab.


Antworten Gast: ahshadhasdasd
21.05.2012 21:05
0 0

Re: Angeblich stößt Zuckerberg sein Aktienpaket sukzessive ab.

sagt wer? die bildzeitung?
er hat eine lockup period von 1 jahr. kann also nix verkaufen

Antworten Gast: fb123
21.05.2012 14:54
0 0

Re: Angeblich stößt Zuckerberg sein Aktienpaket sukzessive ab.

es ist alles transparent.
Dann gehen sie auf Insider Transaction von FB und dort sehen sie wer nicht nur angeblich, sondern auch wirklich von den Insidern kauft oder verkauft.

2 0

Die nächste voll aufgeblasene .com Geschichte die nur "Eingeweihten" diente, ansonten bald das große Fiasko (Pleite) für andere bedeuten wird!!! Die Börsianer sind leider nicht lernfähige Leute und (Haus)Verstand ist dort einfach VERBOTEN!!! Ironischerweise zahlen am Ende die FB Users selbst für das ganze Fiasko!!! ;-)


Antworten Gast: Halbwissen
21.05.2012 12:34
1 0

Re: Die nächste voll aufgeblasene .com Geschichte die nur "Eingeweihten" diente, ansonten bald das große Fiasko (Pleite) für andere bedeuten wird!!! Die Börsianer sind leider nicht lernfähige Leute und (Haus)Verstand ist dort einfach VERBOTEN!!! Ironischerweise zahlen am Ende die FB Users selbst für das ganze Fiasko!!! ;-)

Wer sind die nicht lernfähigen Börsianer ?

Es kaufen doch hauptsächlich Banken den befreundeten ( Hedgefonds-) Managern die "Papierln" ab.
Also sind die Verlierer, wenn der Kurs einbricht was nicht sein muß, nicht die Kunden sondern die Banken bzw. deren Retter.
Also Sie, wenn Sie Steuerzahler oder Bankkunde sind !!!

Den Banken ist das egal ...

... sie verdienen, wenn sie die Aktien kaufen (die mit unseren Privatpensionszahlungen bezahlt werden) und sie verdienen, wenn sie die Aktien (die dann weniger wert sein werden) verkaufen.
Der Kursverlust dazwischen wird von den Privatpensionisten und den Mitarbeitern der Abfertigungskassen getragen.
Ist eigentlich recht simpel ...

0 0

Re: Den Banken ist das egal ...

daher die ganzen Bank-probleme -Rettungen..

Gast: Sand1
21.05.2012 10:30
2 0

I like

it.

Gast: gasti
21.05.2012 10:16
2 0

dem blüht das gleiche schicksal wie der damals gehypten deutsche telekom aktie


Gast: Halbwissen
21.05.2012 10:15
4 0

Stützungskäufe sind Verboten !!!

Aber nur wenn es kleine Leute machen !

Bankmanagern wurden die Aktien zu 38 Dollar zugeteilt.
Der Eröffnungskurs wurde von MS auf 43 Dollar getrieben.
Da zu wenige Idioten aufgesprungen sind und der Kurs wieder auf 38 Dollar fiel haben es einige Manager verpasst zu verkaufen.
Daraufhin wurde der Kurs von MS nochmals auf 43 Dollar getrieben damit die Manager ihre Papiere losschlagen konnten.
Die Manager haben sich zwar 20-30 Prozent Kursgewinn erwartet, aber 10 Prozent sind bei einem 100 Millionen Kredit pro Manager auch 10 Millionen Gewinn ohne Risiko aus dem Nichts.

Das konnte ja niemand ahnen

dass das persönliche Geschäftsmodell von Herrn Zuckerberg im Grunde genommen nur sein eigenes, aber umso erfolgreicheres Geschäftsmodell ist.

Es gibt ja auch keinen vernünftigen Grund, warum das ein Geschäftsmodell für andere sein sollte.

In diesem Sinne: Gut gemacht, Herr Zuckerberg.

BTW: 9:17 Uhr, Frankfurt: -5,63%

Aber das ist ja im Grunde völlig egal, wer es schafft, die Welt zu verarschen - Facebook und die katholische Kirche, der hat es auch verdient, reich zu sein.

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