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Nowotny: "Österreich ist in Sicherheit"

22.05.2012 | 20:18 |   (DiePresse.com)

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny kündigt eine Prognoserevision nach oben an. Der Euro-Verbleib hängt massiv von den Griechen selber ab.

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Die OECD sieht in der Krise der Eurozone eine ernste Gefahr für die Erholung der Weltwirtschaft. Die Organisation erwartet für die Eurozone nun 2012 eine leichte Rezession von 0,1 Prozent. Sie warnte am Dienstag vor einem Teufelkreis durch eine gefährliche Mischung aus Schulden, Sparen und schwachen Banken. Österreichs Nationalbankgouverneur und EZB-Rat Ewald Nowotny bestätigte am Abend, dass in dieser Situation "erhebliche Nervosität" vorhanden sei.

Allerdings, so Nowotny in einer Diskussion bei der Verleihung des Wiener Börse-Preises, sei es nötig, genau zu differenzieren. "Wir haben bestimmte Staaten und Bereiche, wo es tatsächlich Probleme gibt in der Eurozone" - und auch jene, in denen die Realwirtschaft gut und sehr gut funktioniere, wie etwa Österreich.

BIP-Prognose: Anhebung auf 1 Prozent

Nowotny kündigte an, dass sein Haus für Österreich für 2012 die Wachstumsprognose sogar leicht hinaufrevidieren werde - von 0,7 Prozent im Dezember auf 1 Prozent. Dies sei zwar nicht dramatisch, aber doch solide. Österreich zähle zudem den höchsten je erreichten Beschäftigungsstand. "Wir sind in Sicherheit". Er warnte davor, "jetzt alles schwarz und dunkel zu zeichnen".

Zu den neu in die Europadebatte gebrachten "Projektbonds" sagte Nowotny, die seien in Zusammenhang mit der Tätigkeit der Europäischen Investitionsbank (EIB) zu sehen. Nowotny war dort selber vier Jahre lang Vizepräsident. Solche Bonds sind für Nowotny langfristige eine vernünftige Sache um langfristiges Wachstum zu finanzieren. Aber man müsse alles realistisch sehen. "Das wird nicht von heute auf morgen den Konjunkturumschwung bringen", auf Knopfdruck seien die Dinge nicht zu verändern. Am Mittwoch soll es in einer Tagung in Wien auch um das Thema EIB-Eigenkapitalstärkung gehen.

"Wir werden einige schwierige Zeiten vor uns haben", resümierte der EZB-Gouverneur. Die Frage des Moderators bei der Veranstaltung, ob Griechenland aus dem Euro fliegen wird, ließ Nowotny unbeantwortet."Auf die Frage werden halbwegs vernünftige Notenbanker keine Antwort geben", sagte Nowotny. "Wir bemühen uns, dass diese schwierige Situation in einer vernünftigen Weise gelöst wird". Das werde massiv auch von den Griechen selber abhängen. Das Ergebnis der Neuwahlen werde wichtig für die Frage, ob es für die Partner in der EU handlungsfähige griechische Partner gibt.

(APA)

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70 Kommentare
 
12

immer

wenn nowotny von 'sicher' 'keine gefahr' und 'alles unter kontrolle' redet ist feuer am dach. möchte an dieser stelle auch an seinen auftritt in der zib2 erinnern, wo er nach der herabstufung österreichs nur hilflos gestammelt hat und den tränen nahe war. traurig, dass dieser feine herr sich sogenannter experte auch über das schicksal zukünfitiger generationen ein nicht unbedeutentes wörtchen mitreden darf.

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Der Schamane

Hat immer genau das Falsche von sich gegeben.
Er will ja nur vermeiden das die Kontoinhaber ihr Geld von den Banken holen wollen.

Gast: Pflichtfeld
23.05.2012 16:17
1 0

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny kündigt eine Prognoserevision nach oben an. Der Euro-Verbleib hängt massiv von den Griechen selber ab.

Es geht also weiter abwärts?

Gast: Hans im Glück
23.05.2012 14:26
2 0

Österreich ist in Europa, mitten in der EUR-Schulden-Krise

Wo liegt Sicherheit? Den Kontinent kenn ich nicht.

Das einzige was sicher ist, bzw. was sich nicht verändert ist die Veränderung.

Gast: L.W.
23.05.2012 12:18
2 0

Eh klar.

Und die Erde ist eine Scheibe.

Nowotny:

Ein höchst überbezahlter und absolut unkompetenter Dampfplauderer, Lenin würde sagen ein nützlicher ...

Klüger

Ja, ja, ihr seid eh alle klüger ...deswegen schreibt ihr hier, und nicht für ein Wirtschaftsblatt ...
Eigentlich sind alle die kommentare genau so entbehrlich wie der Auslöser.

Re: Klüger

Und wie darf man jetzt Ihren Kommentar verstehen?

Re: Re: Klüger

Nur Raunzen mit nix dahinter bringt nix ...nur Kompetenz absprechen ohne alternative vorzuschlagen ist bloss langweilig, das kann jeder.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
23.05.2012 14:28
2 0

Re: Re: Re: Klüger

Wo ist ihr Vorschlag?

Sie tun genau das was sie an den anderen kritisieren.

Re: Re: Re: Re: Klüger

Ich schlage vor, dass man Vorschläge macht. Etwas, dass die mühe wert ist, zu lesen, wie Creeping consumption geschrieben hat. Nicht nur 'incompetent', usw, . Etwas dagagen?

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Re: Re: Re: Re: Re: Klüger

Ihre Rechtschreibung ist genial !!!!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Klüger

Sind Sie auch in Fremdsprachen perfekt? Tippen auch? Ich nicht. Damit kann ich leben.

Re: Re: Re: Klüger

Das ist schon richtig, aber es ist nunmal statistisch auffällig, dass sich so viele Voraussagen des Hrn. N. nicht bewahrheiten. Das darf man dann auch anmerken.

Oder dass er sich bis zur Lösung der GR-Schuldenkrise bisher um den schlappen Faktor 20 verschätzt hat und noch immer kein Ende der Fahnenstange erkennbar ist.

Oder dass die BIP-Zuwächse unter den Steuerzuwächsen liegen. Was wiederum insgesamt - wenn man der freien Wirtschaft von der im Grunde ja alle Leben eine gewisse Priorität einräumt - ein Schrumpfen bedeutet.

Oder dass wenn das alles jemand von sich gegeben hat, der ja durchaus Einblick hat, den Verdacht nahelegt, dass er nicht immer ganz aufrichtig jenen gegenüber ist, die ihn bezahlen.

Alternativen aufzuzählen wird halt auch irgendwannmal ein wenig langweilig. Wenn das so weitergeht, muss man in 5 Jahren immernoch vorschlagen, 4-fach-Verwaltung von Fischteichen zu überdenken oder eine Entmachtung der blockierenden Landeskaiser inkl. deren Zentausendschaften an Gefolge.

Oder dass es ggfs. auch ein wenig sparen würde, Tippgeber nicht mit Hundertausendern von Steuergeld durchzufüttern.

Gast: Feuervögelchen
23.05.2012 10:46
5 1

Jetzt muss ich diesen Vollkoffer schon wieder in der Presse sehen.

Der weiss doch nicht was er tut oder sagt!

Verschont uns in Zukunft vor dieser Worthülse.

Gast: Nixglaubowitsch
23.05.2012 09:54
5 1

Ist Nowotny ein Beschwichtikator im Auftrag der Regierung...

... oder einfach nur inkompetent?

Antworten Gast: Schuhmacher
23.05.2012 10:44
5 1

Re: Ist Nowotny ein Beschwichtikator im Auftrag der Regierung...

Nowotny ist vermutlich beides.
"Es gilt die Unschuldsvermutung"...

Antworten Gast: dajung
23.05.2012 10:44
6 0

Re: Ist Nowotny ein Beschwichtikator im Auftrag der Regierung...

Meiner Meinung nach ist er ein Schlitzohr und ein Totengräber der Demokratie.

Er ist Wirtschaftsprofessor und hat Einblick in alle Zahlen der Nationalbank. Er kennt die Fakten.

So viele Fehlprognosen, von denen genau das Gegenteil eingetreten ist, können vor diesem Hintergrund nicht passieren.

Auffällig ist, dass seine Fehlprognosen die Krisen, Gefahren und Verluste leugnen und daher rein zufällig dem Regime in die Hände spielen.

Kein Wunder, dass die Bevölkerung von den Parteien die Schnauze voll hat und nicht einmal mehr zu Wahlen geht (siehe Wahlbeteiligung bei den NR-Wahlen, bei den Wahlen in Innsbruck etc.).

Gast: b754
23.05.2012 09:23
1 2

mit einer övp in der regierung ist österreich extrem gefährdet

fekter ist schon eine gefahr wenn sie den mund aufmacht die blamiert uns in europa permanent und unser aussenminister ist nicht existent da er ja mit dem ehrenkodex beschäftigt ist

mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

da es ja eh mit sicherheit (wie viele nicht müde werden zu betonen) zum crash kommt: warum packen diese untergangspropheten nicht ihren koffer und ziehen in ein 'sicheres' land? jeder, der seine eigenen voraussagen ernst nimmt und seine 5 zwetschken im hirnkasterl beinander hat, müsste doch diesen weg der vernunft gehen, oder?

Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

Wer "seine 5 zwetschken im hirnkasterl beinander hat" erkennt, dass es im Crashfall (der dann sicher global sein wird) kaum "sichere Länder" mehr gibt.

Außerdem wird man es dann im eigenen Land, das man kennt und dessen Sprache man beherrscht leichter haben, als im Ausland.


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Re: Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

Ja aber nur jener der die drei G hat.
Geld,Gold,Gewehr.

Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

Ebenso provokative Gegenfrage:
Wer behauptet, dass man von einem Crash hier nicht profitieren kann?

Ernsthaft: Kommt darauf, wie der Crash ablaufen würde. Im harmlosen Fall genügt ein wenig Vorsorge. Im Ernstfall würde ich mich der The d. Hrn. Mandl darunter anschliessen.

Re: Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

"Kommt darauf, wie der Crash ablaufen würde."

dafür gibt es mehrere beispiele:

1. lehmann.
es wurde nicht interveniert. es folgte die krise.

2.
die krise selbst. es wurde interveniert. ein riesiger anstieg der staatsschulden zusätzlich zum eh schon bestehenden berg war die folge. diese variante wird auch von vielen nicht gemocht.

3.
1931: der zusammenbruch einer eigentlich unbedeutenden bank in einem kleinen unbedeutenden land. die creditanstalt in wien. es folgte wie bei lehmann ein dominoeffekt. interventionen wegen der zersplitterung in nationalstaaten, die einander nicht mochten, nicht möglich --> die große krise der 30er samt allen folgen.

wenn sie auf ein profitieren von einem crash hoffen, dann hoffen sie auch auf bedingungslose erneute interventionen per staatsschulden!
denn selbst wenn sie durch cleverness in den anderen fällen finanziell weich landen: wollen sie ernsthaft in einem land leben, wo es millionen leute gibt, die weniger geschickt waren und vor den trümmern ihrer existenz stehen? das allein schon ist nicht lustig, von den folgen daraus ganz zu schweigen!

Re: Re: Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

Die Crash-Varianten waren mir durchaus bewusst.

Ihr letzter Absatz ist der definitiv wichtige Punkt an dem gesamten Thema: Die nicht unbedingt notwendige gemeinsame Währung gefährdet das ursprüngliche - ja durchaus verfolgenswerte - Ziel der Friedensunion.

Und:
Ich kann nicht begreifen, was an dem bisherigen Ergebnis
- sozial sein soll, wenn Banken auf Kosten der Arbeitenden durchgefüttert werden und man für nachfolgende Generationen unabzahlbare Schulden anhäuft
- liberal sein soll, wenn nichteinmal das Banksystem marktwirtschaftlichen Regeln unterliegt

Mit anderen Worten: Alle, die irgendeine Ideologie vertreten, können mich inzwischen sonstwo. Und zwar gewaltig. Aber das nur am Rande.

Re: mich wundert, dass es noch immer nicht zu einer auswanderungswelle gekommen ist.

Wie auch immer Ihr Posting zu verstehen ist, sarkastisch oder ernsthaft.
Eine Wohnorts- und Arbeitsplatzwechsel in ein von der gegenwärtigen Krise nicht betroffenes Land ist nicht einfach durchführbar.
Auch offensichtlich unausweichliche Bedrohungen werden von Menschen solange negiert, bis es für eine Veränderung zu spät ist. Als besonders dramatische Beispiel für diese These mögen Vorgänge und sich abzeichnende Entwicklungen in den Jahren vor Ausbruch des letzten Weltkrieges dienen.

 
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Hobbyökonom