Italienische Beamte sollen nicht mehr unkündbar sein

Montis Arbeitsministerin Elsa Fornero will ein Tabu brechen: Der Kündigungsschutz für Staatsbeamte soll gelockert werden.

ITALY LABOR REFORM BILL
Schließen
ITALY LABOR REFORM BILL
(c) EPA (Claudio Peri)

Die italienische Regierung will ein Tabu brechen und fordert die Auflockerung des Kündigungsschutzes für Staatsbeamte. "Ich hoffe, dass es zu einer Reform in diese Richtung kommt. Wir wollen nicht, dass es unterschiedliche Behandlungen in der Privatwirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung gibt", sagte Arbeitsministerin Elsa Fornero am Donnerstag.

Im Rahmen der Arbeitsmarktreform will die Regierung Monti überprüfen, in welchen Bereichen der öffentlichen Verwaltung Beamte überschüssig sind. Man werde versuchen, neue Stellen für sie zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, werde es zu Kündigungen kommen, verlautete es aus Regierungskreisen. Die Gewerkschaften kritisierten die Aussagen der Ministerin heftig.

Die Worte Forneros sind ein Schlag für die Gewerkschaften, die seit Wochen eine scharfe Kampagne gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung Monti führt. Die Reform, die derzeit im Parlament diskutiert wird, sieht eine Auflockerung des Kündigungsschutzes vor. Dagegen haben die Gewerkschaften bereits zu Protestaktionen aufgerufen.

(APA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Italienische Beamte sollen nicht mehr unkündbar sein

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen