Italienische Beamte sollen nicht mehr unkündbar sein

24.05.2012 | 18:54 |   (DiePresse.com)

Montis Arbeitsministerin Elsa Fornero will ein Tabu brechen: Der Kündigungsschutz für Staatsbeamte soll gelockert werden.

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Die italienische Regierung will ein Tabu brechen und fordert die Auflockerung des Kündigungsschutzes für Staatsbeamte. "Ich hoffe, dass es zu einer Reform in diese Richtung kommt. Wir wollen nicht, dass es unterschiedliche Behandlungen in der Privatwirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung gibt", sagte Arbeitsministerin Elsa Fornero am Donnerstag.

Im Rahmen der Arbeitsmarktreform will die Regierung Monti überprüfen, in welchen Bereichen der öffentlichen Verwaltung Beamte überschüssig sind. Man werde versuchen, neue Stellen für sie zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, werde es zu Kündigungen kommen, verlautete es aus Regierungskreisen. Die Gewerkschaften kritisierten die Aussagen der Ministerin heftig.

Die Worte Forneros sind ein Schlag für die Gewerkschaften, die seit Wochen eine scharfe Kampagne gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung Monti führt. Die Reform, die derzeit im Parlament diskutiert wird, sieht eine Auflockerung des Kündigungsschutzes vor. Dagegen haben die Gewerkschaften bereits zu Protestaktionen aufgerufen.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Österreicher aus Öst.
25.05.2012 09:54
0

WIR ÖSTERREICHER WOLLEN DAS AUCH NICHT ...

...., dass es unterschiedliche Behandlungen in der Privatwirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung gibt.

.
.

ÖSTERREICHS ARBEITER UND ANGESTELLTE WERDEN SEIT JAHRZEHNTEN VON DER GÖD-ÖVP-CONNECTION GENARRT !!

zeit das auch in Österreich umzusetzen

die Pragmatisierung ist ein staatlich garantiertes Faulbett

wie lange

kann man über die Änderung des dortigen Arbeitsgesetzes eigentlich im Parlament "beraten"??

Gast: Halbwissen
24.05.2012 21:28
1

Wenn jegliche Ernte auf der Welt verfault ist,

beharren Beamte noch immer auf ihren Vertrag, der ihnen einen gedeckten Tisch garantiert, damit sie sich die Wampe vollstopfen können.

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