Die OPEC will auch in der nächsten Zeit ihre Vereinbarung über die tägliche Öl-Fördermenge von 30 Millionen Barrel (je 159 Liter) beibehalten. Das teilten die Mitglieder des Ölkartells nach Beratungen der zwölf Mitgliedsländer am Donnerstagabend in Wien mit. Die Entscheidung sei auch eine Reaktion auf Sorgen über die globale Wirtschaftsentwicklung, hieß es. Der Ölpreis von derzeit knapp unter 100 Dollar pro Barrel würde bei einer deutlichen Reduzierung erneut deutlich steigen.
OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri sagte aber auch, der Entschluss über das Ziel von 30 Millionen Barrel pro Tag bedeute, dass die Länder effektiv ihre Förderung reduzieren müssten, weil derzeit vom Kartell bereits 31,6 Millionen Barrel produziert würden. Die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder fördern etwa 40 Prozent des Weltbedarfs an Erdöl.
Mit Blick auf zuletzt gesunkene Preise drängten mehrere Mitglieder den führenden Exporteur Saudi-Arabien, seine Produktion zu drosseln. Der Produktionsanstieg sei nicht zu rechtfertigen, sagte der algerische Öl-Minister Youcef Yousfi. Mehrere Mitglieder befürchten, das Preisziel von 100 Dollar pro Barrel lasse sich nicht halten, sollte Saudi-Arabien sich nicht stärker zurückhalten. Der Öl-Preis für die Sorte Brent ist von 128 Dollar im März auf 97 Dollar je Fass abgerutscht.
Das nächste OPEC-Treffen wurde für den 12. Dezember angesetzt.
(APA/Ag.)
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