Wien/Ag./Red. Wer im Sommer auf Urlaub fährt und sich zu diesem Zweck einen Mietwagen ausleihen will, sollte im Internet vorab genau recherchieren und mehrere Angebote vergleichen. Wie die Arbeiterkammer (AK) erhoben hat, machen die Preisunterschiede für den selben Urlaubsort bei einem Mietwagen bis zu 163 Prozent aus. Konkret wurden die Preise von acht Autovermietern in zwölf Ländern in der ersten Augustwoche untersucht.
Demnach müsste jemand, der in dieser Zeit in die Türkei auf Urlaub fährt, für den günstigsten Mietwagen (Ford Fiesta) bei der Firma „billiger-mietwagen“ 203 Euro auf den Tisch legen. Der teuerste Anbieter (Sixt) verlangte rund 466 Euro für den billigsten Wagen (Fiat Palio).
Auf Kos kostet der günstigste Mietwagen rund 216 Euro bei der Firma „billiger-mietwagen“, bei Avis wären rund 360 Euro zu zahlen gewesen. Das macht einen Preisunterschied von 66 Prozent.
Dokumentation schadet nicht
Wer ein Auto mietet, dem rät die AK nachzufragen, welche Vereinbarungen Teil des Vertrages mit dem Autovermieter sind. Ob trotz Vollkaskoversicherung beispielsweise ein Selbstbehalt zu zahlen ist – und in welcher Höhe. Wer online bucht und sofort bezahlt, der steigt manchmal günstiger aus als bei der Bezahlung am Urlaubsort.
Noch bevor der Wagen benutzt wird, ist ein Rundgang um das Auto zu empfehlen; Mängel am Fahrzeug, wie etwa Kratzer am Lack, sollten vorab dokumentiert werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)
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