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BayernLB: Ex-Banker sollen zahlen

19.06.2012 | 17:32 |   (Die Presse)

Weil sie ihrer BayernLB die marode Kärntner Hypo eingebrockt hatten, wurden ehemalige Manager der Bank geklagt. Es geht um 200 Millionen Euro, die ihre ehemalige Bank von den Ex-Managern zurückfordert.

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München/ag. Wenn es heißt, acht ehemalige BayernLB-Manager stehen seit Dienstag in München vor Gericht, dann ist dies nur im übertragenen Sinn zu verstehen. Denn beim ersten Prozesstag ist lediglich einer der Angeklagten persönlich erschienen, die Übrigen ließen sich von ihren Anwälten vertreten. Es geht um 200 Millionen Euro, die ihre ehemalige Bank von den Ex-Managern zurückfordert. Die haben 2007 die Kärntner Hypo gekauft, obwohl sie eigentlich hätten sehen müssen, dass das österreichische Institut mehr als marode war, klagen die Eigentümer der BayernLB.

Trotzdem meinte der Richter gestern, dass 200 Millionen Euro Schadenersatz womöglich etwas zu hoch gegriffen seien. Falls da in den kommenden Monaten nicht neue Erkenntnisse auftauchen, könnte die Bank mit 25 Millionen Schadenersatz rechnen. Beim früheren Chef Werner Schmid und beim damaligen Risikovorstand Gerhard Gribkowsky sei am ehesten etwas zu hohlen. Für Gribkowsky ist der Zivilprozess nur ein Gerichtstermin von vielen. Er muss sich auch wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen beim Formel-1-Verkauf verantworten.

Zurück zum Hypo-Deal: Um 1,6 Mrd. Euro wurde die Bank 2007 gekauft. Zwei Jahre später hätte die Hypo ihre Konzernmutter so in die Verlustzone gedrückt, dass der Freistaat Bayern 3,7 Mrd. beisteuern musste. Die Hypo wurde in Österreich verstaatlicht und ist mittlerweile auch für den heimischen Staatshaushalt zu einem schwer kalkulierbaren Risiko geworden. Allein die Haftungen des Landes Kärnten machen 18 Mrd. Euro aus. Der Prozess in München wurde auf 23. Oktober vertagt.

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