Die irische Fluggesellschaft Ryanair unternimmt einen neuen Anlauf zum Kauf des heimischen Rivalen Aer Lingus. Ryanair wolle 1,30 Euro je Aer-Lingus-Aktie zahlen, womit der Konkurrent mit 694 Millionen Euro bewertet sei, teilte Europas größter Billig-Flieger am Dienstag mit. Zudem sei Ryanair zu Zugeständnissen an die Wettbewerbsbehörden bereit.
Ryanair hält seit längerem 29 Prozent an Aer Lingus und hat 2006 vergeblich versucht, den Konkurrenten zu übernehmen. Das Vorhaben war an der EU-Kommission gescheitert. Zuletzt hatte es eher so ausgesehen, als ob Ryanair seine Pläne aufgibt und seinen Anteil verkauft. Bekannt ist zudem, dass die irische Regierung den Verkauf ihres 25-prozentigen Anteils an Aer Lingus prüft. Irland fährt im Rahmen eines Rettungspakets von EU und IWF einen verschärften Privatisierungskurs.
Vor zwei Monaten hatte es in der "Irish Times" geheißen, der Lufthansa-Partner JetBlue verhandele über eine Beteiligung an Aer Lingus. Die Amerikaner seien die Wunschpartner des Aer-Lingus-Managements, da beide Unternehmen eine vergleichbare Niedrigpreisstrategie verfolgten und auf keinerlei Routen miteinander konkurrierten.
(Ag.)
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