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Nowotny: Sparpolitik trug zu Aufstieg der Nazis bei

21.06.2012 | 16:26 |   (DiePresse.com)

Nowotny verweist darauf, dass die Sparpolitik der 1930er-Jahre zum Aufstieg des Nationalsozialismus geführt habe. Man müsse die Fehler von damals vermeiden.

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Nationalbankchef Ewald Nowotny hat im Moment deutlich mehr Aufmerksamkeit internationaler Medien als ihm lieb ist. Bei einer Konferenz am Montagabend in Wien verwies er darauf, dass die Sparpolitik der 1930er Jahre zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen habe. Das hat zu einem intensiven internationalen Medienecho geführt, weil dies insbesondere als Kritik an der Sparpolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel verstanden wurde.

Laut Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er am Montag, "aufgrund irreführender Theorien hat eine einseitige Konzentration auf Sparpolitik zu Massenarbeitslosigkeit, dem Zusammenbruch demokratischer Systeme und am Ende zur Katastrophe des Nationalsozialismus geführt" und weiter: "Wir müssen die Fehler der 1930er Jahre vermeiden." Und: "Wir müssen uns wirklich bewusst sein, dass dies ein darunterliegendes Thema ist." Lob spendete er der aktuellen Wirtschaftspolitik von Fed-Chef Ben Bernanke: Dieser habe die große Depression der 1930er Jahre erforscht, "das hat ihm vielleicht ermöglicht, ein sehr gutes Gefühl zu entwickeln, vielleicht besser als viele von uns".

"Kein Bezug zur aktuellen Sparpolitik"

In einer Aussendung am Donnerstag schreibt die Nationalbank, Nowotny habe am Montag "darauf hingewiesen, dass die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe war, sondern auch wesentlich zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen hat". Er sei "in seinen wirtschaftshistorischen Ausführungen nicht auf die aktuellen Konsolidierungsprogramme im europäischen Rahmen eingegangen und hat keinen Bezug zwischen der aktuellen Fiskalpolitik in Europa und der Wirtschaftspolitik ab 1929 hergestellt".

"Insbesondere verwehrt sich der Gouverneur entschieden dagegen, von der Bild-Zeitung in einen Gegensatz zur Position der Bundesrepublik Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel gebracht zu werden. Gouverneur Nowotny und die OeNB haben vielfach die Notwendigkeit betont, in der konkreten Situation Europas, die beschlossenen Maßnahmen der Stabilitätspolitik konsequent umzusetzen und damit die Grundlagen für künftiges Wachstum zu sichern."

"Ösi-Banker schockiert"

Auf "Bild.de" heißt es heute, "Ösi-Banker schockiert mit Nazi-Vergleich" und "irrer Nazi-Vergleich zu Merkels Sparpolitik". Nowotnys Aussagen haben aber weite Kreise gezogen: Unter anderem schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) von einem "drastischen NS-Vergleich", mit dem Nowotny vor einer zu strikten Sparpolitik im Kampf gegen die Eurokrise gewarnt habe. Zwar hätten auch andere schon ähnliche Parallelen gesehen, aber "Nowotnys Äußerungen sind von besonderer Brisanz", weil er auch Mitglied im EZB-Rat sei, die maßgeblichen Anteil an den harten Sparauflagen an Länder wie Griechenland habe. Im "Wall Street Journal" (WSJ) ist von "ungewöhnlichen" Aussagen die Rede.

Unter Ökonomen steht Nowotny mit dem Vergleich nicht alleine da, unter anderem hatten die Historiker Niall Ferguson und der US-Ökonom Nouriel Roubini in der "Financial Times" (FT) auf die historische Parallele verwiesen. Auch hat Nowotny bereits im Oktober 2009 gesagt: "Die Krise der 1930er Jahre darf sich nicht wiederholen", man dürfe nicht zu früh mit einer Budgetkonsolidierung beginnen.

 

(APA)

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168 Kommentare
 
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da spricht wohl wieder

der sozialist aus ihm.
die situationen sind doch nicht vergleichbar. das ganze ist typisch linksmotivierte propaganda.

alle reden wieder den hitler herbei, nur um deutschland und österreich ja bei der stange zu halten und weiszumachen, dass ohne weitere milliarden und kompetenzabtretungen der holocaust gefährlich nahe kommt.
in JEDER diskussion, die man hört, fast in jedem artikel, der die wirtschaftskrise behandelt, kommt diese argumentation.
das ist doch alles paranoider stumpfsinn!

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Der Nowotny ist unter Bankern der analoge Schnösel


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Re: Der Nowotny ist unter Bankern der analoge Schnösel

eher eine rotschillernde Bettwanze die sich nach jeder Häutung (den von ihm mitverursachten dem Steuerzahler hinterlassenen Debakel) weiter durch den hinfälligen SPÖ Kadaver labt.

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Sparen

Schuld am Sparkasse haben aber in erster Linie jene, welche vorher einen schlechten Haushalt geführt haben. Das sollte man auch sagen Herr Novotny.

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Re: Sparen

Sorry... am Sparkurs ...
Warum korrigiert ein Programm Sparkurs zu Sparkasse?

Antworten Antworten Gast: Fred vom Jupiter
22.06.2012 23:14
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Re: Re: Sparen

Weil die Programme alle nur auf "Happy Times" laufen und keine Krise kennen (wollen).

Da hat er RECHT,

da aber die Meisten von Geschichte und vom Neoliberalismus keine Ahnung haben, macht man sich lustig über ihn!

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Re: Da hat er RECHT,

Er ist auch lustig, sonst würde er nicht in der Nationalbank, oder einen sonstigen gefärbten Posten, sitzen!

der herr n

hat doch bei einem vortrag vor einem jahr glatt behauptet, dass die ezb KEINE staatsanleihen aufkaufe. die meisten haben sich nur gegenseitig angesehen und den kopf geschüttelt.
das sagt wohl alles über den herrn n.

Jeder kann sich vor Inflation schützen!

Daher verstehe ich das Problem der meisten hier nicht!

Inflation macht den Reichen nichts aus, Inflation macht den Armen nichts aus, nur dem kleinen dummen Teil des Mittelstandes, der denkt, ein Sparbuch wäre sicher und vermehrt das Geld!

Es gibt ja wohl kaum etwas einfacheres als sich vor Inflation zu schützen!

- dividendenstarke Aktien
- sachwertstarke Aktien
- Edelmetalle
- FX


Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

@ gastnamen:
FX und Devisenhandel ist das gleiche und war nur einer von vier Punkten!
Und ich meine nicht dass du mit den Währungen Intraday trafen sollst, sondern dein Portfolio mit Währungen absicherst.
Dennoch, die wichtigeren Punkte sind 1-3!

@ arno-graz:

Selten so nen Blödsinn gelesen!
Ich hoffe dir ist klar (aber anscheinend nicht) dass Inflation durch die Lohn-Preis-Spirale ausgelöst wird - deine Kaufkraft wird daher nicht schlechter - wozu brauchst du dann Liquidität?
Aber bleib einfach beim Sparbuch! :-)

Antworten Antworten Gast: gastnamen
22.06.2012 21:07
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Re: Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

thx für die Richtigstellung, nur noch nebenbei Forex ist meist ein Kuppelprodukt und funktioniert als Sekundentrade, welches bei normalen Devisenhandel nicht so zum Tragen kommt.
Eine Vernünftiges Gehalt für vernünftige Arbeit und keinen exorbitanten Gehaltsscheren, Regulierung der Finanzmärkte, Freistellungen für Bildung und Regeneration und ich bin wieder guter Dinge ;)
Als Anmerkung noch ein Buch wie Implosion und ein kleines Video für Nichtleser https://www.youtube.com/watch?v=FfWcZJtP6NI

Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

@ gastnamen:
FX und Devisenhandel ist das gleiche und war nur einer von vier Punkten!
Und ich meine nicht dass du mit den Währungen Intraday trafen sollst, sondern dein Portfolio mit Währungen absicherst.
Dennoch, die wichtigeren Punkte sind 1-3!

@ arno

Re: Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

@arno-graz

Selten so nen blödsinn gelesen! Ich hoffe dir ist klar dass Inflation durch die Lohn-Preis-Spirale ausgelöst wird - du verdienst mehr, hast dadurch mehr Geld - die Nachfrage steigt - die Preise steigen! Die Kaufkraft ändert sich nicht! Wozu brauchst du dann Liquidität??
Aber vielleicht solltest du einfach beim Sparbuch bleiben, sofern dir die zinseszinsmodelle nicht zu kompliziert sind! Bildung gleich 0, Wahnsinn!

Antworten Gast: gastnamen
22.06.2012 13:47
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Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

Super Vorschläge, genau diese haben die Realwirtschaft ruiniert!

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Re: Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

... Hat wer gesagt?

Re: Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!


Unsinn, das sind doch alles Sachwerte!

Sachwerte zerstören sicher nichts!


Antworten Antworten Antworten Gast: gastnamen
22.06.2012 15:01
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Re: Re: Re: Jeder kann sich vor Inflation schützen!

FX und der Ganze Devisenhandel hat rein gar nichts mit Sachwerten zu tun!


Sicherheit gibt´s heute zum Schleuderpreis :-)

Wie zB Investments in Immobilien, Teile der US-Finanzmärkte haben dann noch eins drauf gesetzt und die Risiken in Übersee weiter zu Geld gemacht.

Oder Edelmetalle.

Wenn die meisten dann ihre Edelmetalle verkaufen, weil sie die Liquidität wegen der gestiegenen Preise benötigen, ist der Edelmetallpreis schon längst im Sinkflug.

Aber was soll´s. Es wird auch in Zukunft noch jede Menge Meute zu finden sein, die auf schönes Gerede und Hochglanzbroschüren abfährt ...

Mit der Angst (um den Verlust von Sicherheit? Wie doof!) ist eben nun mal gut Kohle machen.

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...ist der Edelmetallpreis schon längst im Sinkflug....

falsch - mittel und langfristig gesehen hat Gold seinen Wert über die letzten 4.000 Jahre gehalten.
Das sollte für unsere Lebenszeit auch gelten. Die selbe Menge Goldes die man im alten Rom für eine Ross oder eine bessere Tunika bezahle legt man heute für eine Pferd oder einen Anzug hin.
Langfristig sind nur drei Dinge sicher im Überdauerten von volatilen Gezeiten der Geschichte: Steuern, Tod und Gold.

Re: Sicherheit gibt´s heute zum Schleuderpreis :-)


Immobilien sind als Anlage wertlos, sobald die Zinsen oder die Steuern steigen!

Besonders in einem geregelten Mietmarkt wie Österreich!


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Re: Re: Sicherheit gibt´s heute zum Schleuderpreis :-)

In AT brauchen sie ohne sehr guten Draht zur Politik gar nichts investieren.
Viel zu riskant und zu wenig Rendite.

Gast: uburoi
22.06.2012 12:52
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quantifizierungsanalyse endet immer in unvermeidlichen fatalen fehlern.

aber das ist sicher ganz neu und auch sonst so.

Sparen oder nicht ist eh egal

die Frage läuft darauf hinaus: Wie werden die Staatsschulden beglichen? Über Steuern oder über die Sparkonten?

Re: Sparen oder nicht ist eh egal

Inflation.

Re: Sparen oder nicht ist eh egal

Staatsschulden werden gar nicht beglichen.

Der Staat wird sich per Währungsreform (nicht verwecheln mit Währungsumstellung!) entschulden.

 
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Hobbyökonom