Im Abwehrkampf gegen den ungebetenen Milliardär Carlos Slim hat der niederländische Telekom-Konzern KPN einen Rückschlag erlitten. Der von dem mexikanischen Investor kontrollierte Mobilfunkkonzern America Movil sicherte sich am Donnerstag nach eigenen Angaben die Kontrolle über knapp 21 Prozent an KPN. Damit stockte Slim seine Beteiligung binnen eines Tages von 8,7 Prozent an dem niederländischen Ex-Monopolisten auf. Der Mexikaner will seinen Anteil an KPN noch auf bis zu 27,7 Prozent ausbauen. KPN ist die Offerte von acht Euro je Aktie zu niedrig. Der Konzern hatte seinen Aktionären empfohlen, das 3,25 Milliarden Dollar schwere Angebot auszuschlagen.
Mit einem Teilausstieg bei der deutschen Tochter E-Plus wollte KPN eigentlich den Investor abschütteln, der groß bei den Niederländern einsteigen will. E-Plus ist die Cash-Cow von KPN - ohne die Deutschland-Tochter wäre der Konzern für Slim viel weniger attraktiv. Am Mittwoch musste KPN aber die Fusionspläne für E-Plus wieder in die Schublade legen. Das seit einem Jahrzehnt erwartete Zusammengehen des Mobilfunk-Marktdritten mit der kleineren o2 war damit vorerst vom Tisch.
(APA/Ag.)





WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet
UrlaubÖsterreicher im EU-Ranking voran