Schienenverkehr: Falsche Prognosen, echte Milliarden

Kolumne Die Verkehrsprognosen, auf denen Multimilliarden-Investitionen in das Schienennetz beruhen, sind offenbar längst überholt. Trotzdem hält das Ministerium eisern daran fest.

Der Güterverkehr gehört derzeit nicht zu den großen Wachstumsbereichen europäischer Bahnen.
Schließen
Der Güterverkehr gehört derzeit nicht zu den großen Wachstumsbereichen europäischer Bahnen.
Der Güterverkehr gehört derzeit nicht zu den großen Wachstumsbereichen europäischer Bahnen. – Die Presse (Clemens Fabry)

In Österreich werden große Infrastrukturvorhaben in der Regel auf politischen Zuruf hin geplant, zur Untermauerung wirtschaftlich fragwürdiger Milliardenvorhaben werden häufig geschönte Gutachten und Prognosen herangezogen, die mit der Realität nur am Rande zu tun haben. Das gilt auch für die sogenannte Baltisch-Adriatische Verkehrsachse. Eine Fiktion, die gemeinsam mit der ähnlich geplanten Brenner-Eisenbahnstrecke die Steuerzahler in den nächsten 50 Jahren mindestens 60 Milliarden Euro kosten wird. 42 Mrd. Euro davon sind vom Parlament unter dem Titel „Vorbelastungen für künftige Budgets“ ja schon genehmigt. Wer dieses Statement für eine bösartige Übertreibung hält, dem sei eine nähere Befassung mit den derzeit laufenden einschlägigen Vorgängen in Klagenfurt empfohlen. Dort bemühen sich Politiker, Interessenvertreter und die ÖBB nach Kräften, obige These zu bestätigen.

Das ist drin:

  • 3 Minuten
  • 573 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen
Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen