Wirtschaftskammer: "Kampagne" gegen eigene Mitglieder?

Die Wirtschaftskammer Steiermark ist mit einem Gutachten gegen die Interessen einiger ihrer (Pflicht-)Mitglieder aufgetreten. Justiz und Aufsicht wurden eingeschaltet.

Der Streit entzündete sich an der Shopping City SeiersbergERSBERG
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Der Streit entzündete sich an der Shopping City SeiersbergERSBERG
Shopping City Seiersberg – (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)

So etwas hat es in Österreich noch nie gegeben. Von einem „Paukenschlag“ schrieben einige Zeitungen, von einem „Knalleffekt“ andere. Und das war nicht übertrieben: Mitte Juli 2016 veröffentlichte der Verfassungsgerichtshof nämlich eine Entscheidung, die mit einem Schlag ein gigantisches Einkaufszentrum südlich von Graz in Frage stellte – nämlich die Shopping City Seiersberg mit ihrem 85.000 Quadratmeter großen Areal, 200 Shops und 2100 Mitarbeitern. Ein starkes Stück. Doch jetzt wissen wir: Das war noch nicht die letzte Eskalationsstufe. Die wurde in den vergangenen Wochen erreicht – es sind Klagen und Aufsichtsbeschwerden eingebracht worden. Und auch das hat es noch nie gegeben: Es geht dabei um die Frage, ob die Wirtschaftskammer Steiermark gegen das Wirtschaftskammergesetz verstoßen hat. Ob sie nämlich – statt ausgleichend zu wirken und die Interessen aller ihrer Mitglieder zu vertreten – Partei ergriffen hat. Gegen die Betreiber des Shoppingcenters nämlich, gegen (pflichtweise) zahlende Kammermitglieder also.

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