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Steuerschurkenstaat Schweiz?

31.07.2012 | 12:46 |  Von Charles B. Blankart (Ökonomenstimme)

Die Schweiz ein steuerpolitisches Ärgernis. Warum kann die Schweiz Kapital nicht so besteuern wie es alle anderen großen Staaten tun?

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Der deutsch-schweizerische Steuerstreit spitzte sich in den letzten Wochen auf die Frage zu, ob deutsche Behörden aktiv (also gegen Millionenbeträge) gestohlene schweizerische Kundendaten ankaufen und auswerten dürfen. Deutschland hat am 21. September 2011 in einseitiger Erklärung auf solche Käufe verzichtet. Doch die Bundesländer fühlen sich daran nicht gebunden und kaufen weiter. Dadurch wird das deutsch-schweizerische Doppelbesteuerungsabkommen gefährdet. Da in der Schweiz das Referendum droht, hat die schweizerische Regierung keinen Spielraum für weitere Verhandlungen. So erklärte Bundesrätin Widmer Schlumpf am 19. Juli 2012: "Es wird keine Neu- oder Nachverhandlungen geben."

Hinter diesem Gefecht stehen aber viel tiefer gehende Probleme: Warum können einst befreundete Nationen wegen der Besteuerung ihre bislang so guten Beziehungen aufs Spiel setzen und so hintereinander geraten? Um das zu verstehen, muss die jahrhundertealte Tradition der Besteuerung in der Eidgenossenschaft mitbetrachtet werden. Der Autor des nachfolgenden Beitrags versucht Licht in diese Fragen zu bringen. Die Eidgenossenschaft begeht am kommenden 1. August den 721. Jahrestag ihres Bestehens: Ein Grund Rückschau zu halten und scheinbar Widersprüchliches besser zu verstehen.

Ein steuerpolitisches Ärgernis

Aus der Sicht der großen Mächte ist die Schweiz ein steuerpolitisches Ärgernis. Warum kann die Schweiz Kapital nicht so besteuern wie es alle anderen großen Staaten tun? Warum muss sie einen Sonderweg gehen? Der schweizerische Eigensinn wird zwar jüngst auf Druck der Großen allmählich abgebaut. Aber noch wird die Schweiz als diesbezüglich „rückständig“ angesehen. Abweichende Regeln führen zu „unfairem“ Steuerwettbewerb, sagen verärgert die großen Fiskalstaaten. Zur Abstrafung droht beispielsweise Frankreich der Schweiz die Staatlichkeit zu entziehen und sie zu einer nicht kooperativen Verwaltungseinheit, einem „territoire non-coopératif“, herunterzustufen (AFP 16.12.2009).

Offenbar sind diese Kritiker weder historisch noch literarisch im Bilde. Sonst hätten sie erkannt, dass die Eidgenossen schon vor 721 Jahren ihre Unabhängigkeit durch den Steuerwiderstand erstritten haben. Durch drückende Steuern wollten sich nämlich die Österreicher die Bergler von Uri, Schwyz und Nidwalden gefügig machen und dadurch die Kontrolle über den Gotthardpass an sich ziehen. Doch Steuern bestanden damals nicht in Geldzahlungen – denn wer besaß schon Geld? – sondern Sachwerten. Dazu erzählt Friedrich Schiller in seinem Drama „Wilhelm Tell“, wie der Bauer Arnold von Melchtal dem Knecht des österreichischen Landvogts die Finger brach, als dieser sich dazu anschickte, ihm zum Zwecke der Besteuerung die Ochsen vom Pflug abzuspannen, und wie sodann der Landvogt sich rächte, indem er Melchtals Vater blendete. In einem anderen Fall richtete sich das Auge des Steuervogtes auf das Eigenheim eines örtlichen Notablen, im dritten Fall verlangte der Vogt sogar die Liebesdienste der schönen Gattin des Steuerpflichtigen. Der rechtzeitig zurückgekehrte Ehemann erschlug den Vogt im Bade. So konnte es nicht weitergehen. Österreichs Autorität stand auf dem Spiel. Es sah sich gezwungen militärisch einzugreifen. Doch sein Reiterheer wurde 1315 am Morgarten bei Zug in eine Falle gelockt, mit Felsbrocken beworfen und vernichtend geschlagen.

Nach weiteren Rückzugsgefechten gab Österreich auf. Die Eroberungs- und Beherrschungskosten der Eidgenossenschaft lagen weit über den erzielbaren Steuererträgen. Nunmehr nahmen einheimische Unternehmer das Geschäft des Alpentransits selbst an die Hand und erwirtschafteten dabei stattliche Vermögen. Der berühmteste unter ihnen ist Kaspar Jodok von Stockalper (1609–1691). Er erzielte aus dem nahen Simplonpass ein Vermögen von 2.2 Millionen Walliser Pfund, entsprechend 122'233 Kühen. Er galt als einer der reichsten Männer Europas.

200 Jahre später erweckte der schweizerische Reichtum die Begehrlichkeit der französischen Revolutionäre. Im Jahr 1798 griffen sie zu, eroberten die militärisch nachlässig gewordene Eigenossenschaft und entführten die Berner und Zürcher Staatskasse nach Paris. Allein in Bern wurde über 24 Millionen Franken erbeutet. Die Last des Goldes war so schwer, dass das Fuhrwerk unterwegs zusammenbrach und ausgewechselt werden musste. Der schließlich in Paris angekommene Schatz wurde dazu verwendet, um Napoleons Feldzug nach Ägypten zu finanzieren. Das Geld wurde in wahrem Sinne verpulvert. Denn der Ägyptenfeldzug war ein völliger Fehlschlag.

Aus der Schweiz wollten die französischen Eroberer eine „Helvetische Republik“, d.h. einen zentralistischen Steuerstaat nach französischem Muster konstruieren. Auch das war ein Fiasko. Steuerzahlungen wurden schlicht boykottiert. Es entstand ein Chaos. Napoleon Bonaparte sah sich genötigt der Schweiz eine neue weniger zentralistische Verfassung, die „Mediationsverfassung“, zu verordnen. Insbesondere wurde den Kantonen ihre frühere Steuerautonomie zurückgegeben. Statt eine Geldsteuer an Frankreich zu leisten wurde die Schweiz verpflichtet, eine nicht weniger schwere, aber leichter durchsetzbare Sachsteuer aus 12.000 Mann Truppen u.a. für den Russlandfeldzug von 1812 zu stellen.

Die Abhängigkeit der Schweiz von Frankreich endete erst, als die alliierten Truppen nach der Völkerschlacht bei Leipzig Ende 1813 bei Basel den Rhein überschritten und Napoleon sich nach Frankreich zurückzog. Die Kantone verselbständigten sich. Die Schweiz wäre fast zerfallen. Nur dem Interesse der Großmächte an einem neutralen Zwischenstaat ist es zu verdanken, dass die Schweiz im Wiener Kongress nicht aufgeteilt wurde, sondern als Staat erhalten blieb. In neu gegründeten Schweizer Staatenbund gab es weder eine gemeinsame Steuer noch eine zwingende gemeinsame Gesetzgebung. Beschlossen wurde im Wesentlichen nur das, worüber man sich einig werden konnte. Das missfiel den progressiven, „freisinnigen“ Kräften. Sie verloren allmählich die Geduld und zwangen 1847 in einem kurzen Krieg die gegnerischen Konservativen unter das Mehrheitsprinzip im Bund.

Unter dem neuen Regime wurden die Binnenzölle abgeschafft, ein gemeinsamer Markt geschaffen, während die Steuern kantonal blieben und daher einen Steuerwettbewerb auslösten, auf den die Schweiz heute noch stolz ist.

Direkte Demokratie und Steuerföderalismus

Gegen Ende des Jahrhunderts wurde ergänzend die auf kantonaler Ebene schon bestehende direkte Demokratie auf Bundesangelegenheiten ausgedehnt. Direkte Demokratie förderte sowohl den Föderalismus wie den Zentralismus. Durch das Referendum konnten missliebige Bundesgesetze zurückverwiesen, durch die Volksinitiative Bundeskompetenzen geschaffen werden. Erhöhte Verteidigungsanstrengungen erforderten 1915 die Einführung der direkten Bundeseinkommensteuer und 1941 der Umsatz- und späteren Mehrwertsteuer. Doch nach wie vor bleibt den Kantonen und den Gemeinden das Recht erhalten, eine Einkommen-, Körperschaft- und Vermögensteuer nach eigenen Sätzen bzw. Gemeindezuschlägen zu erheben und die Freibeträge zu festzusetzen.

Wie aber lassen sich die Vorwürfe erklären, die die großen Staaten und die OECD gegenüber der Besteuerung in der Schweiz erheben? Weshalb wird die Schweiz zu den Schurkenstaaten (“États voyous“) gerechnet? Wie eben dargelegt wird in der Schweiz Realkapital durch die Kantone, d.h. faktisch nach dem Territorialprinzip „vor Ort“ besteuert. Zürich hat eine andere Körperschaftsteuer als Bern usw. Der daraus folgende Standortwettbewerb drückt die Steuersätze auf die durch die Unternehmen verursachten Infrastrukturkosten. Ergänzend wird auf dem inländischen Finanzkapital eine Quellensteuer erhoben, die im Endeffekt eine verlängerte Unternehmensbesteuerung darstellt. Ausländisches Finanzkapital bleibt unter dem Territorialprinzip steuerfrei, da es ja in der Schweiz keine Infrastrukturkosten verursacht, sondern Sache des Sitzstaates ist, das Unternehmen für die dort verursachten Infrastrukturkosten vor Ort zu besteuern.

Das alles gab nicht Anlass zu Streit, solange auch die anderen Staaten nach dem Territorialprinzip besteuerten. Das änderte sich erst, als im Jahr 1919 Großbritannien und die Vereinigten Staaten das bisher allgemein gebräuchliche Territorialprinzip durch das Wohnortprinzip zu ersetzen. Das heißt, die beiden Staaten vereinbarten, in- und ausländische Kapitaleinkommen bei jedem Steuerpflichtigen zusammenzuzählen und diese mit dem anderen Einkommen der nationalen Einkommensteuer zu unterwerfen. Weil diese Steuer nicht mehr proportional, sondern progressiv gestaltet ist, steigt im Mittel der Gesamtsteuerertrag der Staaten an. Diese praktische Geldbeschaffungsmethode überzeugte auch Deutschland und viele andere Staaten. Jeder Staat konnte mitmachen, wenn er sich verpflichtete den anderen Staaten die Kapitaleinkommen von dessen Bürgern zu melden. So entstand ein Steuerkartell, das den verharmlosenden Namen „OECD-Musterabkommen“ trägt.

Die Schweiz trat diesem Kartell nicht bei. Sie blieb bei der traditionellen Kantonalbesteuerung faktisch beim Territorialprinzip. Meldungen an fremde Fisken (etwa von jüdischen Kapitaleinkommen im Dritten Reich) hätten den schweizerischen Besteuerungsgrundsätzen diametral widersprochen. Das Bankgeheimnis war nicht ein Fremdkörper, sondern logische Folge des Territorialprinzips. Umgekehrt ist es nicht verwunderlich, dass sich ausländisches Kapital in der Schweiz sammelte, um der Besteuerung nach dem deutsch-britisch-amerikanischen Wohnsitzprinzip zu entgehen. Das war ein steuerliches Eigentor dieser Staaten. Schweizer können nicht verstehen, warum sie ihr System aufgeben sollen, nur weil andere Staaten zum Wohnortprinzip übergegangen sind, und sie wiederum dafür einstehen müssen, dass dieses nicht wasserdicht ist. Sie halten die Vorwürfe für ungerecht fühlen sich von den einst befreundeten Staaten schlecht behandelt.
Gute Nachbarn?

Auf diese Weise wird Vertrauenskapital zerstört. Zwischenstaatliche Beziehungen sind nicht ein Eintageswerk. Sie müssen langsam aufgebaut werden. Zwischen Deutschland und der Schweiz ist nach der Überwindung des Tiefpunkts von 1945 (schon vor der Gründung der Bundesrepublik) ein Neuanfang beschritten worden. Die Schweiz setzte sie sich treuhänderisch für die Erhaltung der deutschen Vermögen in der Schweiz ein, um diese vor dem Zugriff der alliierten Siegermächte so weit wie möglich zu schützen. Das war der Anfang. Dann folgte wechselweise eine Verbesserung nach der anderen, bis daraus ein enges Freundschaftsverhältnis erwuchs. Vertrauen schafft neues Vertrauen usw., bis Politiker kommen und glauben dieses Vertrauenskapital aus populistischen Gründen verfrühstücken zu müssen. Daraus können beide Länder nur verlieren. Da wäre es vielleicht ratsam, die Politiker würden diese Vorgehensweise noch einmal überdenken.

Der Autor
Charles B. Blankart ist Senior-Professor für Öffentliche Finanzen an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ständiger Gastprofessor an der Universität Luzern. Er war Gastprofessor an der Universität Rom, Hayek-Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien, Fellow des Center for Study of Public Choice VPI in Blacksburg und des Wissenschaftszentrums Berlin sowie des Centers for Study of Public Choice der George Mason University in Fairfax. Derzeit nimmt er einen Lehrauftrag an der Bucerius Law School in Hamburg wahr.

Seine Forschungsschwerpunkte sind: Öffentliche Finanzen, Public Choice und Föderalismus.

Kooperation
Dieser Artikel wurde für "Ökonomenstimme", die Internetplattform für Ökonomen im deutschsprachigen Raum, erstellt. Die Presse ist exklusiver Medienpartner der Ökonomenstimme.

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89 Kommentare
 
12 3
Gast: advo
14.08.2012 08:02
0 0

Generelle Frage

Berechtigt ist der Einwand von @b754 inwieweit schweizer Banken in mit den Despoten der Welt verknüpft sind. Es stellt sich dazu die generelle Frage wie die Banken die Despoten und die Kriege finanzieren!?
Das gelinde ausgedrückte Bankenübel bezieht sich auf alle Banken. Das Knowhow der schweizer Banken dürfte jenes der Banken anderer Länder übersteigen!
Ein prozentueller Anteil der mangelnden Moral lässt sich nicht feststellen.
Jean Ziegler ausgeladener Festredner hat sich nicht umsonst in seinem Buch "Die Schweiz wäscht weisser" durch seine moralische Haltung nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Österreich als persona non grata erwiesen.
Österreich hat sich mit seiner Ausladung lächerlich gemacht!
Noch einmal sich wechselseitig mit Dreck zu bewerfen bringt nichts.

Re: Generelle Frage

Sehr geehrter advo.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass das Publikum über erwähnte und/oder zitierte Personen nicht entsprechend uneingeschränkt aufgeklärt wird.

Vor ein paar Tagen gab ein schweizerischer Schriftsteller (A. Capus) im deutschen Fernsehen umfassend und bereitwillig Auskunft über die "schweizerische Seele", insbesondere in Bezug auf die "Steuerdebatte" CH vs. D. Als geradezu "neutrale Ikone" wurde er präsentiert. Verschwiegen wurde allerdings (bewusst?), dass Herr Capus als Präsident der Sozialdemokraten der Stadt Olten amtiert. Somit wären seine Aussagen wohl in einem anderen Lichte erschienen.

Auch in Ihrem Falle sollte man natürlich zumindest darauf hinweisen, dass J. Ziegler ein Sozialdemokrat der fundamentalsten Seite ist.

MfG

Antworten Antworten Gast: advo
14.08.2012 14:25
0 0

Re: Re: Generelle Frage

Vor einiger Zeit soll kolportiert worden sein, dass Erdogan ein Konto in der Schweiz habe. Nicht anzunehmen ist, dass das Geld bedenklich sein wird!
Grundsätzlich ist eine freie Marktwirtschaft zu befürworten, diese entlastet uns allerdings nicht moralische Fragen zu stellen. Die Frage der Parteizugehörigkeit erscheint sekundär zu sein. Ziegler wollte bekanntlich auf der Seite Castros kämpfen, was diesen amüsiert hat.
Es ist gerechtfertigt unserem System den Spiegel vorzuhalten, aber nicht nur den Schweizern!

Re: Re: Re: Generelle Frage

Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Ich stimme Ihnen zum überwiegenden Teil zu, insbesondere in Bezugnahme auf den letzten Satz. Aber auch Ihren ersten Absatz befürworte ich absolut.

Sowieso einverstanden bin ich mit folgender Aussage (Zitat): "Grundsätzlich ist eine freie Marktwirtschaft zu befürworten, diese entlastet uns allerdings nicht moralische Fragen zu stellen."

Anderer Meinung bin ich bezüglich der Parteizugehörigkeit. Es ist äusserst relevant, sollte ein Zitierter/Befragter einer politischen Seite angehören und sogar politisch aktiv sein. Dies gilt es zu erwähnen, nur so sind die Aussagen einzuschätzen.

Im Übrigen: Herr Ziegler war angeblich ein "guter Kollege" von Muammar al-Gaddafi.

Falls es Sie interessieren sollte (auf Schwiizerdütsch):

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/09/20/Schweiz/Jean-Ziegler-bei-Schawinski-Wuerde-Gaddafi-kein-Asyl-gewaehren

MfG

Gast: b754
13.08.2012 15:50
0 6

kein krieg auf dieser welt in den die schweiz nicht verwickelt ist

man fragt sich wann die uno aktiv wird die despoten dieser welt können sich nur dank der schweizer an der macht halten da sie deren geld verwalten massenmörder unter dem schutz der schweizer banken

Antworten Gast: globetrotterneu
14.08.2012 00:23
3 0

Re: kein krieg auf dieser welt in den die schweiz nicht verwickelt ist

parkpickerl volksbefragung
steinhof
marillenalm meidling
die verlorenen akten der heimkinder
pratervorplatz
wien: umwidmungen auf wunsch
ögb
ak
akh
bawag
konsum
creditanstalt geld
kommunalkredit affäre
inseratenaffäre faymann


Gast: advo
10.08.2012 21:07
3 1

Dauerbrenner

Die Schweiz ist ein Dauerbrenner, weil nunmehr die Transferierung der Gelder angeblich über schweizer Banken in echte Steueroasen erfolgt.
Die getroffenen Abkommen über die Versteuerung sind letzten Endes nur eine Alibiaktion der Politik um gut dazustehen. Das Kapital geht eben dort hin wo es mehr Ertrag bringt.
Wem dies nicht passt müsste die Marktwirtschaft abschaffen.
Bedauerlich ist, dass Länder wie Deutschland und Österreich ihre Bürger derart hoch besteuern, dass diese ihr Kapital ins Ausland bringen müssen.
Deshalb ist die Überschrift des gegenständlichen Artikels anders zu stellen, sind Deutschland und Österreich "Schurkenstaaten"?

Antworten Gast: GGRUFTI
11.08.2012 01:48
3 1

Re: Dauerbrenner

Ich bin voll Ihrer Meinung. Ich bin schon vor ueber 40 Jahren ausgewandert.

Gast: Gerechtigkeit_Jetzt
10.08.2012 11:41
1 3

Es stinkt

Hinter dem Deckmantel von "So ist halt unser Steuersystem" holen sich die Schweizer das unversteuerte Kapital und Schwarzgeld der anderen Länder. Und hier ein Beispiel wie das System funktioniert:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuer-cd-fuehrt-fahnder-nach-singapur-a-849253.html

Gast: globetrotterneu
09.08.2012 14:57
5 1

Die Schweiz zeigt der SPÖ wie es geht

Wir sollten uns an der Schweiz ein Beispiel nehmen:
- Direkte Demokratie
- Der Bürgerwille spiegelt sich in der Politik und Gesetzen wieder.
- Kein Diktat aus Brüssel
- Wohlstand für alle
- hohes Bildungsniveau
- sehr gute Infrastruktur
- seid ewigen Zeiten Neutralität und Frieden
- und das Ganze bei geringen Steuern.
- Die Schweiz ist die Wohlstands- und Demokratieoase in der Europäischen Wüste.Wenn wir so weiter machen wie bis her, kann Deutschland und die EU nur als abschreckendes Beispiel für Sozialismus und Planwirtschaft dienen.

Gast: b754
08.08.2012 18:33
1 9

http://www.welt.de/finanzen/article108534944/Schweizer-verpassen-US-Buergern-neue-Paesse.html

wer immer noch zweifelt dass in der schweiz die achse des bösen beginnt der sollte es bald begreifen denn die eidgenossen werden früher oder später als schurkenstaat angeklagt werden und ab nach den haag mit den verbrechern keine sauerei ohne schweizer beteiligung drum steht die fpö so auf die

Antworten Gast: globetrotterneu
09.08.2012 10:38
6 1

Re: http://www.welt.de/finanzen/article108534944/Schweizer-verpassen-US-Buergern-neue-Paesse.html

Solange die EU aus nicht gewählten Bürokraten besteht und das Parlament von Lobbyisten nur so unterwandert ist, dass sie eigentlich gleich selbst dort Platz nehmen könnten, können sie die EU behalten! Dieser Verein versorgt sich ohne Gegenleistung vom Steuerzahler solange das Wetter gut ist. In Krisenzeiten zeigt sich dann, dass keiner der Vertreter auch nur den Hauch von Kompetenz besitzt! Das sind nur zwei von duzenden Gründen warum diese EU abzulehnen ist! Und alle europäischen Völker sind sich da mehr als einig. Die Elite wird ihre Quittung von den Bürgern der Staaten noch bekommen!

Gast: almöhi
04.08.2012 12:05
1 20

wir sollten also alle nachsitzen,

damit wir verstehen, warum das in der Schweiz so
ist. Warum soll das interessieren, wie heisst es so
schön : ein Staat hat keine Freunde, sondern Interessen.Für niemanden gilt das mehr, als die Schweiz. Ob die in der EU sind, wen juckts. Mittlerweile haben sie auch kappiert, das es nichts
umsonst gibt, wenns ihnen auch schwer fällt. Kein Gesetz, das nicht klammheimlich auf EU - Konformität geprüft wird. Zahlen sollen gefälligst die anderen, wieso die EU denen so weit entgegenkommt, ist ein Rätsel und unfair gegenüber eigenen Mitgliedern.

Re: wir sollten also alle nachsitzen,

Abgesehen davon, dass Ihre (allermeisten) Aussagen schlicht falsch sind, möchte ich kurz auf Ihre ersten beiden Sätze zu sprechen kommen:

"Wir sollten also alle nachsitzen,
damit wir verstehen, warum das in der Schweiz so
ist (...) "

Ich finde schon, dass es äusserst wichtig wäre, andere Gemeinwesen/Staaten, deren Aufbau und Funktionsweise, aber auch die jeweiligen historischen Ursprünge und Gegebenheiten zu verstehen. Alles andere - so wohl auch in Ihrem Fall - fördert Unverständnis und Vorurteile. Dies ist im Übrigen (u.a.) auch der Grund, weshalb ich mich als Schweizer in einem österreichischen Forum, eines östrerreichischen Presseerzeugnisses "herumtummle": Ich möchte mehr über die "Seele" und die Verhältnisse Österreichs verstehen und lernen. Allerdings verstehe ich dies nicht als Strafe (so wie Sie: "nachsitzen"), sondern vielmehr als Bereicherung meines Verständnisses anderer Nationen und Staatswesen.

MfG

Antworten Antworten Gast: almöhi
05.08.2012 20:59
1 6

Re: Re: wir sollten also alle nachsitzen,

nun, dass Ihnen meine Aussagen nicht angenehm sind, ist verständlich, Wahrheit
schmerzt meist. Ich habe an die 25 Jahre in der in Österreich ach so bewunderten Schweiz gearbeitet und gewohnt, ich weiss sehr wohl, wovon ich rede.
Selbstverständlich steht es Ihnen frei , meine Aussagen für falsch zu halten, warum sollte mich das beeindrucken.

Re: Re: Re: wir sollten also alle nachsitzen,

Zuerst einmal besten Dank für Ihre Antwort.

Mich "schmerzt" ihre Meinung vom 4.8. keineswegs. Im Gegenteil: Ich finde konträre Ansichten sehr spannend...

Mit meinem Posting vom 5.8. wollte ich lediglich auf zwei Umstände hinweisen, die ich (persönlich) für wichtig halte:

1. Ihre (allermeisten) Behauptungen sind flasch (so z. B. Ihre Aussage bezüglich "EU-Konformität" oder der abstrusen und "luftleeren" Behauptung "zahlen sollen gefälligst die anderen").

2. Siehe 3. Absatz meines Postings.

Noch eine Zusatzbemerkung: Ich bevorzuge sachliche, konkrete Diskussionen und Vorwürfe/Beanstandungen. Der Rest dient der Provokation und der Pflege steretotyper Vorurteile. Insofern würde ich mich freuen, wenn Sie in Ihrer Kritik konkreter und spezifischer werden könnten (spezifischer als Ihr Kommentar vom 4.8.). Oder eventuell könnten Sie mir Ihre Meinung zu meinem 3. Absatz (5.8.) mitteilen?

Ich werde in nächster Zeit noch einige Male hineinschauen und bin gespannt...
;-)

MfG

Antworten Antworten Gast: b754
05.08.2012 20:08
1 13

Re: Re: wir sollten also alle nachsitzen,

die schweiz gehört international isoliert grenzen dicht visumpflicht und die regierung nach den haag es ist unglaublich was in europa an verbrechen eines staates möglich ist

Gast: almöhi
04.08.2012 12:05
1 13

wir sollten also alle nachsitzen,

damit wir verstehen, warum das in der Schweiz so
ist. Warum soll das interessieren, wie heisst es so
schön : ein Staat hat keine Freunde, sondern Interessen.Für niemanden gilt das mehr, als die Schweiz. Ob die in der EU sind, wen juckts. Mittlerweile haben sie auch kappiert, das es nichts
umsonst gibt, wenns ihnen auch schwer fällt. Kein Gesetz, das nicht klammheimlich auf EU - Konformität geprüft wird. Zahlen sollen gefälligst die anderen, wieso die EU denen so weit entgegenkommt, ist ein Rätsel und unfair gegenüber eigenen Mitgliedern.

Gast: Fprester
03.08.2012 22:36
11 0

Die Angriffe auf die Schweiz haben nur ein Ziel,

nämlich das Land sturmreif für einen EU-Beitritt zu schiessen. Die Vorwürfe an die Adresse der Schweiz bezüglich Steueroase können auf fast alle Länder ausgedehnt werden. Gerade die Länder, die am lautesten schreien, haben bezüglich Beihilfe zur Steuerhinterziehung am meisten "Dreck am Stecken". Es sind dies die USA, Deutschland, Österreich (!), Luxemburg, Grossbritannien etc. Ist es nicht Österreich, das stolz auf sein viel besseres Bankgeheimnis als die Schweiz hinweist? Ist es nicht gerade Deutschland, das bei Schwarzgeld Nichtdeutscher wegschaut? Sind es nicht die USA, die etwa in Delaware eine der besten Steueroasen unterhalten und generell ausländisches Vermögen in den USA als steuerlich nicht existent betrachtet?

Oder man betrachte die Geldwäscherei: Die Schweiz gilt bezüglich Kampf gegen die Geldwäsche als hervorragend, was man weder bei Deutschland noch Österreich sagen kann.

Die Angriffe sind geheuchelt. Es geht nicht um das Steuersysteme, sondern um den Kampf gegen eines der erfolgreichsten Staats-Systeme.

Gast: steuerant
03.08.2012 21:15
0 7

Überdenken sollten allein die Schweizer, wie sich erdreisten können in einer zivilisierten Umgebung eine Oase für Steuerhinterzieher zu schaffen

Anderen Staaten ein solches Bein zu stellen wird der Schweiz nicht gut bekommen, denn sie ist auf andere angewiesen und wie der Steuerstreit mit den USA zeigt, liegt sie bald auf der Nase, wenn man konsequent gegen sie vorgeht.

Gast: Gerechtigkeit_Jetzt
03.08.2012 08:59
2 8

Scheinheilig

Hinter dem Deckmantel von "So ist halt unser Steuersystem" holen sich die Schweizer das unversteuerte Kapital und Schwarzgeld der anderen Länder.

3 0

Re: Scheinheilig

die Politiker und Finanzbeamten der Länder die so über die Schweiz herziehen sind schlichtweg zu blöd wie kann sonst unversteuertes Vermögen in die Schweiz verschieben.warum soll die Schweiz deren Arbeit erledigen.

Gast: globetrotterneu
02.08.2012 19:14
10 1

österreichs neid ist gröss

ich wünsche mir das österreich so ist wie die schweiz.

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Re: österreichs neid ist gröss

Stimmt leider. Ich bin längst nicht mehr jung, habe mein ganzes Leben hier verbracht, und bin nicht zuletzt selbst Österreicher. Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, aber ich bin nie daraufgekommen, woran das liegt.

0 0

Re: Re: österreichs neid ist gröss

fuer mindestsicherungsbezieher ist die schweiz strenger, zu streng... das ist nicht ok, ich bin aber kein schweizer... und mag deshalb keine fehler machen...

Macht & Umverteilung

Wir könnten die Steuern und Abgaben drastisch senken, wenn wir nicht die Kosten für den Machterhalt verschiedener Ideologen und die Kosten für die Umverteilungs"organisation" zu tragen hätten. Und bei drastisch gesenkten Steuern und Abgaben sinkt auch die Hinterziehungsquote und die Schadenshöhe.
Wird der Verschwendung von öffentlichen Mitteln ein Riegel vorgeschoben, werden Umverteilungskosten auf das nötig Maß reduziert, lösen sich gleich ganz viele Probleme auf einmal.
Und dann sieht auch die Schweiz auf einmal viel besser aus – ohne daß sich dort viel ändern müßte ...

 
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