Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

07.01.2013 | 11:54 |  Von Werner Vontobel (Ökonomenstimme)

Es ist eine wirtschaftspolitische Fehlleistung von historischem Ausmaß. Ein U-Ausschuss des EU-Parlaments sollte das Desaster aufarbeiten.

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Die Zahlen sprechen für sich: In fünf aufeinanderfolgenden Krisenjahren ist Griechenlands BIP bisher um 19,1 Prozent geschrumpft. Die allgemeine Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 26, die der  Jugendlichen bei 56,4 Prozent. Die realen Detailhandelsumsätze haben sich seit 2007 halbiert. Damit übertrifft die griechische Depression heute schon diejenige Deutschlands von 1929 bis 1932. Auch wenn die (optimistischen) Prognosen der OECD zutreffen, dürften die kumulierten BIP-Verluste Griechenlands die der grossen Depression in den USA noch übertreffen. Dabei haben wir noch nicht von der Zerrüttung der griechischen Gesellschaft um vom Niedergang der Demokratie gesprochen.

Eine solche Fehlleistung muss dringend aufgearbeitet werden. Sind wirklich nur die Unterlassungen der griechischen Regierung für das Desaster verantwortlich? Hat die Troika (EU-Kommission, EZB und IWF) je alternative Diagnosen und Therapien in Betracht gezogen? Von wem hat sie sich – nicht – beraten lassen? Hat sie externe Kritiker angehört? Wie hat sie darauf reagiert, dass ihre Prognosen laufend von der Realität dementiert worden sind? Diese Fragen müssen gestellt und geklärt werden – auch anhand interner Dokumente.

Griechenlands Konkurs als Negativbeispiel

Tatsache ist, dass Griechenlands Konkurs extrem schlecht gehandhabt worden ist. Erinnern wir uns an die Ausgangslage: In den zehn Jahren bis ins 3. Quartal 2007 ist Griechenlands BIP im Jahresmittel um 4,1 Prozent gewachsen. Im gleichen Zeitraum hat jedoch der einheimische Konsum noch mehr zugenommen, nämlich um jährlich 4,7 Prozent. Als Folge dieses Konsumbooms wies Griechenland in den letzten vier Quartalen von Beginn der Rezession im 4. Quartal 2007 einen negativen Außenbeitrag (Waren und Dienstleistungen) von nicht weniger als 13,1 Prozent des BIP aus. Griechenland lebte in beträchtlichem Ausmass auf Kosten der ausländischen Gläubiger – die diesen Zustand zu Recht nicht länger tolerieren wollten. Zunächst kam es auf Druck der Kapitalmärkte  zu mehr oder weniger autonomen Sparpaketen, ab April 2010 übernahmen dann die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission „kommissarisch“ die Wirtschaftspolitik. Griechenland steht seither faktisch unter Konkursverwaltung.

Aus Sicht der ausländischen Gläubiger verfolgt diese Übung zwei Zwecke:  Erstens ging es darum, Griechenland zu einem positiven Saldo der Handels- und Dienstleistungsbilanz zu  zu zwingen. Ein positiver Außenbeitrag ist Voraussetzung dafür, dass ein Land Auslandschulden bedienen und abbauen kann. Zweitens hätten die Sparprogramme dafür sorgen müssen, dass der positive Außenbeitrag in die Hände des Staates gerät. Griechenlands Außenschulden sind im Wesentlichen Schulden des Staates oder der staatlich gestützten Banken.

Betrachten wir zunächst den theoretischen Normalfall: Griechenlands BIP pro Kopf lag  2007 trotz der eindrücklichen Aufholjagd noch immer 28 Prozent unter dem Mittel der Euroländer. So gesehen wäre ein unverändertes BIP-Wachstum (von 4,1%) noch etliche Jahre möglich gewesen. Ein realistischer Schuldenabbau-Plan hätte somit wie folgt aussehen können: Der einheimische Konsum wird ab sofort eingefroren. Alle frei werdenden Kapazitäten gehen in den Export und dienen zur Bedienung der Schulden. Nach diesem „sanften“ Plan hätte Griechenland rein rechnerisch zwar bis 2010 weitere rund 15 BIP-Prozent Schulden aufnehmen müssen, zw. dürfen.  Seither wäre davon aber bereits wieder gut 10 Prozent abgebaut worden. (Die Zinszahlungen sind in dieser Modellrechnung ausgeklammert.) Dies wohlverstanden unter Wahrung des einheimischen Konsum- und Investitionsniveaus.

Gemessen an diesem Benchmark haben Griechenlands globale Konkursverwalter einen miserablen Job gemacht. In den letzten vier Quartalen lag Griechenlands Handels- und Dienstleistungsbilanz noch immer noch bei 3,4 Prozent des BIP. Das ist einerseits gegenüber dem Ausgangsjahr eine Verbesserung um 9,7 BIP-Prozent.  Immerhin. Aber: Erstens bleibt der Außenbeitrag negativ. Gemessen am den kumulierten negativen Außenbeiträgen ist die Auslandschuld Griechenlands seit 2007 um 55 Prozent des aktuellen BIP gestiegen, dies im Vergleich zu nur 5 Prozent in der Benchmark-Version.

 Zweitens ist die Verbesserung der Außenhandelsposition ausschließlich auf einen massiven Rückgang der Importe zurückzuführen. Die Exporte sind im Vergleich zu 2007 um gut 10 Prozent geschrumpft. Schlimmer noch: Griechenlands Investitionen sind seit 2007 um rund 60 Prozent zurückgegangen, worunter auch die Exportindustrie gelitten haben dürfte.  Das Land ist weiter denn je davon entfernt, eine Exportindustrie zu haben, welche die Auslandschulden bedienen könnte.

Keine Bedienung der Gläubiger

Doch es kommt noch schlimmer: Die bescheidene relative Verbesserung des griechischen Außenbeitrags kam nicht etwa den ausländischen Gläubigern zugute, sondern ausschließlich dem griechischen Unternehmenssektor. Auch diese negative Konsequenz der Sparprogramme war vorhersehbar: Dank des Spardrucks der Troika konnten der Unternehmenssektor die nominale Lohnsumme von 39,4 (2007) auf 27,6 Milliarden Euro (2012) drücken. Die Troika unternahm jedoch nichts, um die
Unternehmen zu entsprechenden Preissenkungen zu zwingen, sonst wären die Konsumentenpreise seit 2007 kaum um 14,5 Prozent gestiegen. Weil die Unternehmen gleichzeitig weniger investierten und trotz steigenden Gewinnen nicht mehr Steuern erzielten, erzielten sie 2012 einen Nettofinanzierungsüberschuss (sprich Kapitalexport) von 19,3 Milliarden Euro. Gegenüber 2007 ist das eine Verbesserung um 21,2 Milliarden oder rund 10 BIP-Prozent.  (Siehe dazu auch: http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2012/10/mehr-als-spekulative-kapitalbewegungen---warum-die-sparprogramme-auch-den-glaeubigern-massiv-schaden/)

Mit anderen Worten: Mit ihren Sparprogrammen hat die Troika vor allem die Kapitalflucht gefördert und die Kassen der griechischen Unternehmen gefüllt. Ihnen floss praktisch der ganze Nutzen der verbesserten Außenbilanz zu. Der Staat hingegen konnte seine Nettofinanzierungsposition kaum verbessern. Das Defizit schrumpfte lediglich von 15,1 auf 13,3 Milliarden Euro. (In Prozent des BIP gemessen, ist das sogar eine Verschlechterung.

Im zivilen Konkursverfahren zivilisierter Länder muss der Konkursverwalter auch die Interessen der Schuldner wahren, und ein neutraler Konkursrichter wacht darüber. Im konkreten Fall heisst das, dass die Sachwalter die Notwendigkeit, das Schuldnerland auf Export zu trimmen, gegen die Gefahr abwägen muss, dass ein zu rigoroses Sparprogramm die einheimische Nachfrage abwürgt. Dies zu vermeiden, liegt übrigens auch im Interesse der Gläubiger, denn die meisten Exportunternehmen sind auch auf den Binnenmarkt angewiesen.

Es brauchte nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, wie sich die kombinierte Aussicht auf Massenentlassungen beim Staat, Kürzungen des Mindestlohns, der Arbeitslosengelder und der Renten, gekoppelt mit düsteren langfristigen Wirtschaftsprognosen auf die Konsumlust auswirkt. Das tatsächliche Ausmaß des Einbruchs seit dem 3,. Quartal 2007 hat dann allerdings die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen: 68 Prozent weniger Bauvolumen, 27,5 Prozent weniger Industrieproduktion (ohne Bau), 50 Prozent weniger Detailhandelsumsatz, 75 Prozent weniger Autozulassungen usw.

Die Angst vor den Kapitalmärkten

Diese Kurzanalyse offenbart zwei Hauptschwächen der Konkursabwicklung: Man hat offenbar nicht genügend beachtet, wie sich die Sparmaßnahmen erstens auf das interne Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmern und dem Unternehmenssektor auswirkt. Zweitens hat man dem wichtigen Aspekt des Konsumentenvertrauens offenbar kaum Beachtung geschenkt.  Im Gegenteil: Zumindest in den öffentlichen Verlautbarungen der Troika und der Vertretern der Gläubiger-Regierungen war immer nur vom Vertrauen der Kapitalmärkte die Rede.

Offensichtlich geht die Troika von einer ökonomischen Theorie aus, in der das wirtschaftliche Wohlergeben eines Landes ausschließlich davon abhängt, ob „der Kapitalmarkt“ bereit ist, im betreffenden Land zu investieren. Diese Bereitschaft besteht – nach dem Ökonomieverständnis der Troika – immer nur dann, wenn sich die Regierung glaubwürdig verpflichtet,  das Staatsbudget in kurzer Zeit auszugleichen. Diese Theorie hat sich weder im Falle Griechenlands noch in denen von Spanien, Italien oder Portugal bestätigt. Auch im „Modellfall“ Irland nehmen die Staatsschulden weiter zu, stagniert das BIP und bleibt die Arbeitslosigkeit hoch.

Es sieht leider nicht danach aus, als hätten diese Fakten bei der EU-Kommission oder in Berlin irgendwelche vernehmbare Nachdenklichkeit ausgelöst. Wer wagt es schon, die Kapitalmärkte zu verunsichern?! Das Parlament bleibt deshalb die einzig mögliche Reflexionsinstanz der EU. Gemäß Artikel 107 der Geschäftsordnung genügt ein Quorum von 10  Prozent um einen Misstrauensantrag gegen die Kommission einzubringen.  Oder: Nach Artikel 185 kann ein Viertel der Parlamentarier einen Untersuchungsausschuss beantragen. Dieser kann öffentliche Anhörungen durchführen und Dokumente einfordern. (Falls sich das EU-Parlament nicht aufraffen kann, wäre ein Russell-Tribunal hilfreich. )

Der Zweck dieser Übung bestünde nicht nur darin, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ginge vor allem auch darum, die Grundlagen für ein vernünftiges internationales oder EU-Recht für Staatskonkurse zu legen. Die grässlichen Erfahrungen mit Griechenland zeigen, dass dies dringend nötig ist. Auch Wirtschaftskriege fordern sollten keine unnötigen Opfer fordern.

Quellen: http://ec.europa.eu/economy_finance/ameco/user/serie/ResultSerie.cfm

http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/PAGE-themes?p_param=A0708

http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE

Der Autor
Werner Vontobel ist Wirtschaftskolumnist beim Ringier Verlag in Zürich und Autor diverser wirtschaftspolitischer Fachbücher.

Kooperation
Dieser Artikel wurde für "Ökonomenstimme", die Internetplattform für Ökonomen im deutschsprachigen Raum, erstellt. Die Presse ist exklusiver Medienpartner der Ökonomenstimme.

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27 Kommentare
 
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Schuld!betreibung!

ist gut - wie wahr.

Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

dieser Artikel ist sehr interessant und gilt für alle in Schwierigkeiten geratenen EU Staaten.
Gewissensfrage nach dem Lesen;
http://www.neopresse.com/finanzsystem/efsf-und-esm-wo-sind-die-rettungsmilliarden-geblieben/

Es ist sicherlich eine Kunst, mit nichts Staaten retten zu wollen. Das heißt wenn nichts da ist wer bezahlt; das VOLK!!!!!!!!!!!!nach dem Lesen werden sie wissen warum in allen Ländern alles gekürzt werden muß und es überhaupt keine wirtschaftliche Erholung geben kann und geben wird, es gibt kein Geld ausser den Ersparnissen-Kürzungen und alles was wir kennen.

Es hätte nur einen vernüftigen und sauberen Weg gegeben. Das Volk interessiert überhaupt nicht mehr ob EURO oder nicht !!!!
Der Ausweg aus dem Grexit ist ganz einfach man tauscht seine EURO einfach in USD um, legt sie sich unter das Kopfkissen bis der Spuk vorbei ist. Deshalb spielt es überhaupt keine Rolle ob Grexit oder nicht, das ist reine Medienerfindung.
Es hätte alleine die Banken getroffen aber nicht den kleinen Mann. Ob er seine Rente in Drachme bekommt und sich vielleicht sogar mehr leisten kann als mit Euro hängt nur von der Landeseigenen Produktion ab.
Die griechische Wirtschaft ist aus dem Stand hochzufahren.
Alle Griechen im Ausland haben ihre Geschäfte nicht in Griechenland sondern in den USA-Australien -Kanada usw.
Wirtschaft ist kein Geheimnis und auch keine Hexerei -Rechenkunst-nur der Mensch ist dabei entscheidend sonst niemand vor allem keine Kleptomanen.

Nicht sooo schlecht der Artikel, immerhin...

Man merkt, da hat sich jemand zumindest Gedanken gemacht. Bei österreichischen Veröffentlichungen ja nicht gerade selbstverständlich. Dennoch werden hier einige (offensichtliche?) Dinge übersehen.

Die Kapitalflucht aus Griechenland hat weniger mit der Fiskalpolitik, als vielmehr mit der "Gefahr" eines Grexit zu tun. Findet dieser statt und wertet die neue Drachme ab, dann werden die Geldvermögen relativ zum Euro entwertet. Ein solches Risiko will niemand freiwillig tragen.

Genau dieser Grexit hätte aber längst stattfinden müssen um dem Land wieder eine Perspektive zu geben. Damit wäre einerseits das Preisniveau der griechischen Produktion schnell und einfach auf das nötige Niveau nivelliert worden, womit das Land wieder konkurrenzfähig wäre. Andererseits würde die Gefahr des Austritts nicht mehr wie ein Damoklesschwert über allen Finanzanlagen drohen und die Kapitalflucht wäre somit gestoppt.

Der Weg der inneren Abwertung im Euro ist dagegen langwierig, schmerzhaft und mit enormen Kollateralschäden verbunden. So werden etwa Lohnsenkungen teils durch Produktivitätsverluste wieder kompensiert, womit sich die Nettoposition kaum verbessert. Die griechische Wirtschaft droht zur Erbse zu schrumpfen.

Dabei war doch im Prinzip allen klar, dass Griechenland wird austreten müssen. Das quasi gewaltsam zu verhindern führt zwangsläufig zu den ungünstigen Folgen. Ich mein, wenn man mit dem Kopf gegen die Wand rennt, braucht man sich auch nicht über Kopfschmerzen zu wundern..

Re: Nicht sooo schlecht der Artikel, immerhin...

Sehr guter Beitrag.

Im Fußball würde man den Trainer feuern!

Staaten finanzieren sich in der Regel am Markt. Schwache Volkswirtschaften zahlen daher in der Krise die höchsten Zinsen. Dies funktioniert vielleicht noch bei Solo-Staaten, da sie ihre Währungen gegenüber der Konkurrenz abwerten können. Innerhalb einer Währungsunion ist diese Finanzierungsform jedoch extrem konterproduktiv. Da ein Bankrott eines Staates in einer Union alle Unionsstaaten gefährdet, müssen die Regeln des Marktes letztlich immer mit Transferzahlungen zu Gunsten der schwächsten konterkariert werden.
Würde man dieses Vorgehen auf eine Gruppe von 17 EU-Bergsteigern übertragen, die in einem globalen Wettbewerb gemeinsam schneller als der Rest der Welt einen Berg besteigen sollen, dann würde dies folgender Taktik entsprechen: Die schnellsten Bergsteiger dürfen (je weiter sie voran liegen) ihre Ausrüstung am Weg zurücklassen und die schwächeren, nachkommenden Kammeraden müssen dieses Gebäck am Wegrand aufnehmen. Nachdem die leistungsstärksten Bergsteiger den Gipfel ohne Gebäck in Weltrekordzeit erreicht haben (und sich feiern lassen), müssen die „Weltmeister“ zurückgehen und die zusammengebrochen schwächsten Bergsteiger (inklusive ihr eigenes, zurückgelassenes Gebäck) schultern und auf den Gipfel tragen (Transferleistung). Fazit: Sie werden mehr Weg zurücklegen als alle anderen Teams und mehr Lasten als vorhandenes Gebäck auf den Gipfel tragen – den sie vermutlich nie erreichen, weil sie sich zerstreiten und aufgeben.

http://niveus.at/griechischer-schuldenrueckkauf

Wirklich profund! Teufel aber auch.

Wirklich profunde Erkenntnis des schweizer Autors diverser Fachbücher:

"Konsum einfrieren ..." - ein sensationell neues Instrument zur Überwindung der Schuldenkrise in Griechenland, vielleicht auch anderswo andwenbar?

Hier eines von meinen 5 cent (1 von 111 Modellen, die mir spontan zur Griechenland-Rettung einfallen) als Alternative:

Der IMF und der neue EMSF-AE gewähren Deutschland und weiteren führenden Mitgliedern des Euro-Raums Kreditlinien mit negativen Realzinsen unter Zweckbindung von geförderten Urlauben in Griechenland. Durch Thesaurierung und Distribution dieser Mittel wird ein beträchtlicher Stimulus der Dienstleistungsbeitrags Griechenlands bewirkt, der die Gesamtbilanz von Griechenlands relativ zu den übrigen Euroländern ins Plus dreht. Das Land würde in 2 Jahren wieder etwa 4% Realwachstum erzielen, was sich auf den Kapitalmärkten positiv und zwangsläufig in niedrigeren Zinsen auswirken würde. In nicht mehr als 9 bis 10 Jahren könnte Griechenalnd ähnlich wie Irland wieder als blühender Tiger des Südens dastehen.

Hm, klingt positiver als "Konsum einfrieren ...", oder?

Ich verlange einen Untersuchungsausschuss der EU, warum diese Maßnahme nicht sofort umgesetzt wird!

in Griechenland wäre ein Investitionsboom, wenn...

...der Staat schlank genug wäre
...die Steuern tief genug
...die Löhne tief genug
...die Regulierungen gering genug
...der Fleiß und die Ausbildung hoch genug

offensichtlich ist das alles noch nicht genug erreicht.

Re: in Griechenland wäre ein Investitionsboom, wenn...

hihihihihi...
Du bist ein Ekonomist!
Werden diese Voraussetzungen jemals vorliegen?

Re: Re: in Griechenland wäre ein Investitionsboom, wenn...

Mit der Politik unserer griechischen und europäischen korrupten Sozialpsychopaten sicher nicht.

Nach dem totalen Systemzusammenbruch wär's theoretisch möglich, dass wir wieder Kapitalismus in funktionierender Form erleben könnten.

Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

3
Wenige wissen das die berühmte Havard Universität in den USA von Onassis finnaziert worden ist, als Gedenken an Kennedy. 50% des Gewinnes des Onassis Vermögens gehen nach Lichtenstein in die Alexander Onassis Stiftung. Es sind ungezählte Milliarden für Kinder.
Das heißt sämtliche Verträge die die Regierung gemacht hat mit er EU, sind verfassungswidrig

Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

2
Das war ein in der Verfassung verankertes Gesetz und Recht des griechischen Volkes , beschlossen durch Parlament und der Wahl des Volkes.
Das ist so gemacht worden weil Papadopoulos wußte die Geier werden ihn jagen um das griechische Volk zu vernichten.
Bis heute ist diese Verfassung von Papadoupolos in Kraft da es bis heute noch keine neue Verfassung gibt, gewählt durch das Volk. Onassis hat diese spezielle Gesetz so gewollt, er ist einer von den Überlebenden aus der Schlachterei der Türken in Smirni. Onassis wußte, wenn sein Reichtum er alleine besitzt, eines Tages geht es verloren, wenn aber ein ganzes Volk als Erbe dasteht, ist das Vermögen gesichert für das Land und seinem Volk. Hätte er heute noch gelebt,diese EU schlamperei hätte es gar nicht gegeben, sein Ziel war weltweit Kinder unabhängig von Staatsangehörigkeit im Studium zu unterstützen. Deshalb hat er die Stiftung im als gedenken im Namen seines Sohnes Alexander Onassis in Lichtenstein gegründet. Österreich hat auch Schulen von Onassis bekommen, wie viel Länder in der Welt.

Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

1bis zum Ende der angeblichen Militär Junta die sich nach und nach als reines erfundenes Märchen herausstellt, hatte Griechenland keine Schulden . Papadopoulos und seine Mitstreiter haben Griechenland absolut schuldenfrei gemacht. Onassis hat 1967 seinen Reichtum zur Verfügung gestellt für den Aufbau Griechenlands. Es wurden Schiffe –Werften -Fabriken-Krankenhäuser-Rentenversicherung-Waisenhäuser-Kraftwerke-Flughafen inkl. Der Flugzeuge-die ganze Infrastruktur wie Strom-Wasser aufgebaut. Schulen und Studium weltweit in griechischer Sprache kostenlsos, für die Griechen und für denjenigen der die Sprache lernen wollen.
Als Kostas Karamanlis aus seinem Exil aus Paris kam nach Griechenland, hat er die Plünderung der Staatskasse die durch Papadoupolos 1967 gestoppt wurde, sofort weitergemacht. Der einfache Bürger hat täglich für sein Brot gearbeitet und davon nichts mitbekommen.
Heute weiß das griechische Volk genau was diese Regierungen ganze 38 Jahre gemacht haben, nämlich Plünderung des griechischen Saatsvermögens das explizied dem griechischen Volk gehört und nicht den Politikern.

Die Vereinbarung zwischen Papadopoulos und Onassis, der alleinige Erbe des griechischen Staates ist nur und ganz alleine das griechische Volk.
Das war ein in der Verfassung verankertes Gesetz und Recht des griechischen Volkes , beschlossen durch Parlament und der Wahl des Volkes.


Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

Absolut richtige Analyse !!!!!!!!!!!
Der Zweck dieser Übung bestünde nicht nur darin, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ginge vor allem auch darum, die Grundlagen für ein vernünftiges internationales oder EU-Recht für Staatskonkurse zu legen. Die grässlichen Erfahrungen mit Griechenland zeigen, dass dies dringend nötig ist. Auch Wirtschaftskriege fordern sollten keine unnötigen Opfer fordern.

Der derzeitige Ministerpräsident ist seit 1977 als Politiker tätig. Das Aufarbeiten der Vergangenheit die mit allen Mitteln verhindert wird, würde ihm sofort den Posten kosten und allen seinen Mitstreitern.
Kein Parlemantarier der im Parlament für diesen Vertrag gestimmt haben, hat den Vertrag der angeblich geschlossen wurde, gelesen oder in seinen Einzelheiten gekannt. Sie haben in der Pause der für Griechenland existenziell wichtigen Abstimmung im TV Basketball geschaut. Das war wichtiger.
Das Problem das sich in Griechenland zeigt und in der ganzen EU ist ganz einfach zu definieren, Politiker müssen von NEHMEN auf WIRTSCHAFTEN umschalten. Das heißt mit dem vorhandenen Geld effizient umzugehen. Dazu sind sie auch gesetzlich verpflichtet. Aber wen interessieren schon Gesetze wenn es um das Geld des Steuerzahlers handelt.
Der Unterschied zwischen einem Elefanten und einem Volk ist, der Elefant vergißt nie, das Volk sofort.



Re: Griechenland: Was bei der Schuldbetreibung schief läuft

...Der Unterschied zwischen einem Elefanten und einem Volk ist, der Elefant vergißt nie, das Volk sofort...

Wahre Worte!!!!

Es zeigt

sich am Beispiel Griechenland, die EU in der jetzigen Form, kann nicht funktionieren.

Aus meiner Sicht, war es ein Fehler für beide Seiten, Griechenland in die EU aufzunehmen. Es war von Anfang an klar, dass in Griechenland die Uhren anders gehen und nicht nur in diesem Land.
Natürlich konnte damals niemand wissen oder vielleicht nur einige ahnen, dass die Zahlen alle geschönt waren.

Ich denke ein Schuldenschnitt und Griechenland in die "Freiheit" zu entlassen, erspart der EU weitere Hilfszahlungen und die Griechen könnten sich ohne Korsett der EU sicherlich wieder besser erfangen.


Der Vergleich mit Deutschland!

Deutschland hatte auf Grund der Wirtschaftskrise von 1929 bis 1932 der Welt einen Weltkrieg angezettelt. Griechenland könnte auch versuchen!

Re: Der Vergleich mit Deutschland!

...Panzer haben sie mit unserer Kohle ja schon gekauft...

Re: Der Vergleich mit Deutschland!


Gegen wen sollten die Griechen einen Krieg anzetteln?

Gegen Mazedonien?

Oder Albanien?

Ich stelle mal die Behauptung auf, dass bei denen maximal 10% des teuer eingekauften Kriegsgeräts einsatzbereit ist.

Re: Re: Der Vergleich mit Deutschland!

Gegen die Türken?

Re: Re: Re: Der Vergleich mit Deutschland!


Unterhosen-Pampers gegen Kopf-Pampers?

Wär' lustig!

Was beweist das?

Es beweist nur, daß Griechenland ein failed state ist und weder in der Eurozone noch in der EU verloren hat. Nicht die Troika ist schuld sondern die herreschende politische Klasse, diein der überwiegenden Mehrheit eine Kleptokratie von ungeheuren Ausmaß darstellt. Im übrigen ist auch das griechische Volk als Ganzes schuld. Sie haben 10 Jahre Party gefeiert und zwar größtenteils auf Kosten der anderen. Jetzt haben sie den Kater nach dem Vollrausch. Sie haben diese Kleptokraten gewählt. Und jetzt, wenn es ans Bezahlen kommt, wollen sie plötzlich nicht zahlen. Sie glauben, sie haben ein gottgewolltes Anrecht auf einen Lebensstandard, der ihrer Arbeitsleistung nicht entspricht und daher von den anderen,,bevorzugt den Nordstaaten finanziert werden soll. Sie fordern(welch eine Frechheit) das unter dem Witzwort"europäische Solidarität" oder "wir sind eine Familie"ein (Simitis, der Ex-Reg.chef, der die Zahlen fälschen ließ). Ich stelle fest:die Griechen gehören nicht zu meiner Familie, ich würde mich für solche Familienmitglieder(bertrüger,Zahlenfälscher) schämen.Sie haben schon bei der Lateinischen Münzunion betrogen und sind darauf hinausgeworfen worden. Warum jetzt nicht auch?

Jetzt haben sie den Kater nach dem Vollrausch.

und das Aspirin nicht mehr hilft!

Re: Was beweist das?


Aber:

Papandreou: "Wir sind ein stolzes Volk"

Antonis Samaras: "Wir sind ein sehr stolzes Volk", sagte Samaras, "wir mögen es nicht, von geliehenem Geld abhängig zu sein." Sein Land brauche nicht mehr Mittel, sondern "Zeit und Luft zum Atmen" (24.08.2012 in Berlin).

Oder:

Excelentísimo Señor (Seine Durchlauchtheit) Mariano Rajoy: "Die Spanier sind ein stolzes Volk"

Wetten, diese beiden sind nicht die einzigen stolzen Völker im Euro-Land?

niemand

hat sich getraut das flucht und schwarzgeld in der schweiz anzugreifen. superreiche griechen finanzieren einen jungen tiroler, der als strohmann zum größten immobilienspekulanten werden kann.
so funktioniert die eu und beweist jeden tag wirtschaftskompetenz.

Rechtskräftige Steuerschulden ...


... in Griechenland per Ende November 2012: 55,5 Mrd Euro.

Jährliche Einnahmen des Staates: 50 Mrd Euro.

 
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Hobbyökonom

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