Beim börsenotierten Kartonhersteller Mayr-Melnhof (MM Karton) haben im ersten Halbjahr 2012 Schließungskosten für das englische Verpackungswerk in Liverpool die Bilanz mit neun Millionen Euro belastet. Deshalb sank der operative Halbjahresgewinn um 14,7 Prozent auf 79,1 Millionen Euro, der Periodenüberschuss (Nettogewinn) fiel um 20 Prozent auf 51,2 Millionen Euro zurück.
Abgesehen von diesen Einmalaufwendungen weise man eine solide Ergebnisentwicklung auf, berichtete der Konzern am Donnerstag. Der Umsatz ging leicht um 1,3 Prozent auf 975 Millionen Euro zurück.
Die europäischen Kernmärkte entwickelten sich verhalten, heißt es. Weil man aber geografisch breit aufgestellt sei und zudem den Fokus auf nachhaltige Verbrauchsgüter gelegt habe, habe man die Auslastung in der Kartonerzeugung und -verarbeitung auf hohem Niveau halten können.
Übernahme in Kolumbien
In Lateinamerika hat Mayr-Melnhof heuer die Mehrheit am größten kolumbianischen Faltschachtelerzeuger erworben. In Polen entsteht derzeit ein drittes Verpackungswerk, das im Jänner 2013 die Produktion aufnimmt.
Vor dem Hintergrund von Rezessionsszenarien auf den europäischen Hauptabsatzmärkten und massivem Wettbewerb setzt der Konzern nach eigenen Angaben auf "höchstmögliche Flexibilität und Kosteneffizienz". Die laufenden "operativen Optimierungen" würden die Basis dafür schaffen. Im dritten Quartal sollte sich der Geschäftsverlauf wenig ändern, heißt es im Ausblick.
(APA)
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