Im ersten Halbjahr 2011 hat die dem US-Hedgefonds Cerberus gehörende österreichische BAWAG weniger verdient, vor allem weil das Handelsergebnis auf die Hälfte eingebrochen ist. Bankchef Byron Haynes gab sich am Mittwoch dennoch überzeugt, im Gesamtjahr 2011 den Nettogewinn des Vorjahres von121,8 Millionen Euro zu übertreffen, obwohl die gesamte Bankwirtschaft Europas in diesen Monaten neue Herausforderungen zu verkraften habe - Stichwort: Schuldenkrisen.
2010 hatte die Bank zum ersten Mal seit vier Jahren die roten Zahlen verlassen. Den jüngsten nationalen Stresstest der Nationalbank, der heuer im Frühjahr zur gleichen Zeit wie der große europäische Bankenstresstest lief, habe die BAWAG "locker" bestanden, sagte Haynes.
Anleihen im Wert von 10 Millionen abgeschrieben
Im ersten Halbjahr hat die BAWAG ihre griechischen und spanischen Staatsanleihebestände um 10 Millionen Euro abgeschrieben, womit man Ende Juni bei 43 Millionen Euro stand. Am Griechenland-Umschuldungsprogramm der Banken werde die BAWAG angesichts der vergleichsweise geringen Summen nicht teilnehmen.
Die Kreditwertberichtigungen der BAWAG sind im ersten Halbjahr um 28 Prozent zurück gegangen, Haynes sieht hier den "Peak" seit neun Monaten hinter sich. Das Handelsergebnis sank um 55 Prozent. Der Verwaltungsaufwand wuchs leicht, die Kosten konnten laut Bank aber flach gehalten werden. Der operative Gewinn war mit 170,3 Millionen Euro um 23,5 Prozent niedriger. Beim Nettogewinn weist die Bank bis Juni einen Rückgang um 18,9 Prozent auf 78,5 Mio. Euro aus.
(APA)
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