21.05.2013 14:48 Merkliste 0

Die Post-Aktie als „Sparbuch“: 7,3 Prozent Dividendenrendite

15.03.2012 | 17:44 |   (Die Presse)

2011 war das zweitbeste Jahr in der Geschichte der heimischen Post. So konnte der Umsatz des Konzerns um 4,2 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro wachsen. Von diesem Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/jaz. Eigentlich hätte das Vorjahr für die heimische Post ja ein hartes Jahr werden müssen. Denn seit 1. Jänner 2011 ist der Postmarkt in Österreich vollständig liberalisiert. Allerdings hat die Post eine „Gnadenfrist“ bis zum Jahresanfang 2013 bekommen. Denn erst ab dann müssen sämtliche Hausbrieffachanlagen so umgestellt sein, dass jeder Anbieter problemlos Zugang erhält.

Brief-Umsatz steigt wieder

2011 musste sich die Post daher trotz Liberalisierung im Briefsegment noch nicht mit Konkurrenten messen (bei Paketen gibt es diese schon seit Längerem). Und erstmals seit Jahren konnte dieser bislang stetig schrumpfende, aber immer noch größte Geschäftsbereich der Post auch wieder zulegen. So stieg der Brief-Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro – obwohl das Volumen neuerlich um drei Prozent zurückgegangen ist.

Dies sei jedoch kein Beweis dafür, dass die im April erfolgte Tarifumstellung von Gewicht auf Format einer Preiserhöhung gleichgekommen sei, so Post-Chef Georg Pölzl bei der Präsentation der Post-Bilanz. „Es hat nämlich auch eine Veränderung im Brief-Mix – hin zu teureren Briefen – gegeben, da beispielsweise Amazon kleinere Produkte immer häufiger nicht mehr mit einem Paket, sondern per großem Brief sendet“, sagt Pölzl weiter. Und dies sei bei der Post deutlich spürbar.

Der Internethandel war für die Post auch in Summe der größte Wachstumstreiber. So konnte der Umsatz des Konzerns um 4,2 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro wachsen. Unter dem Strich verdiente die Post dadurch mit 123,8 Mio. Euro um 4,6 Prozent mehr als 2010.
Von diesem Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren, indem die Dividende um 6,3 Prozent auf 1,70 Euro je Aktie steigt. Dies entspricht im Verhältnis zum Jahresultimo einer Dividendenrendite von 7,3 Prozent. „Wir sind damit nicht nur in Wien der dividendenstärkste Titel, sondern auch in Europa ganz vorne dabei“, sagt Pölzl.
Auch der Rückblick auf die Entwicklung seit dem Börsengang am 30. Mai 2006 zeige, dass der Kurs seither zwar nur um 22,6 Prozent (bis Ende 2011) zugelegt hat, inklusive der kräftigen Dividendenzahlungen der „Total Shareholder Return“ der Aktie jedoch rund 70 Prozent betrage. Wer also 2006 einen Euro investierte, hat jetzt bereits 1,70 Euro.

Teile von Transoflex verkauft

Für heuer erwartet die Post erneut eine leichte Steigerung bei Umsatz und Ergebnis. Helfen soll dabei, dass die defizitäre belgische und holländische Sparte der deutschen Tochter Transoflex am Donnerstag an die holländische Post verkauft wurden. Und auch der Mitarbeiterstand soll von derzeit 24.000 ähnlich wie im Vorjahr um rund 800 sinken.
An der Börse wurde die Post-Bilanz freudig aufgenommen. Auch die Analysten sind positiv gestimmt: Von zwölf von Bloomberg befragten Analysten sagen fünf „Kaufen“ und sieben „Halten“.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

4 Kommentare

Das ist bitte ein Rekordgewinn!

...und Rekorddividende:

http://bit.ly/x9SnEJ

4 0

Lieber Post-Chef Pölzl, Sie sind ein Idi....

Bei einer Preissteigerung von teilweise ein paar 100% (!!!), macht das Unternehmen natürlich heuer mehr Gewinn!

Vielleicht auch noch nächstes Jahr.

Und dann?

Diese vollkommen abgehobene Preissteigerungen kommen daher, dass der Österr. Staat das Unternehmen POST künstlich geschützt hat, sodass auch nach dem Fall des Brief-Monopols KEIN anderes Unternehmen sich an dem Briefgeschäft beteiligen KONNTE!
Bei diesen Preisen ist es allerdings nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Mitbewerber kommt. Am beispiel der ÖBB & Westbahn sieht man, wie ein Staatsnahes Unternehmen dann plötzlich die Hosen runterlässt.

Anstatt durch niedrige Preise der Post (bestehendes Filialnetz & Kundenkreis) ein ewiges Monopol zu verschaffen -bei einer zu geringen Marge ohne bestehende Infrastruktur wird kein neues Unternehmen je auf den Markt drängen- schaffen sie sich künstlich Mitbewerber!
Bei den Preisen werden diese kommen!

Sie sind ein Paradebeispiel für dafür, wie Vorstände Unternehmen ruinieren, nur weil Sie "geil" darauf sind, in Ihrer kurzen Vorstandszeit möglichst viel Rahm abzuschöpfen!

Schade, dass Sie nicht von jedem Mitarbeiter, der sich nach dieser exorbitanten Preissteigerung von wütenden Kunden fast schon persönlich beschimpfen lassen musste, für jede verbale Kunden-Entgleisung eine Watsch'n kassieren!

-Ein ehemaliger Post-Kunde, der aufgrund einer Preissteigerung von 400 % (!) zur Konkurenz gewechselt hat.

Und wieivel davon ist den Parteien zugeflossen?

Daß das nur die Telekom so macht, glaubt ja wohl niemand.

Gast: smilefile
15.03.2012 09:47
3 0

Die teuerste



Post aller Zeiten, zu Diensten den Aktionären!

Weit sind wir gesunken,...