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Do&Co trotzt der weltweiten Airline-Krise

24.05.2012 | 13:41 |   (DiePresse.com)

Der Edel-Caterer steigert seinen Gewinn um mehr als 20 Prozent auf 19,3 Millionen Euro. Heuer liegt der Fokus auf der Fußball-EM und den ÖBB.

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Der börsenotierte Caterer Do&Co steigerte im Geschäftsjahr 2011/12 den Nettogewinn um mehr als 20 Prozent auf 19,3 Millionen Euro. Do&Co erwirtschaftete einen Umsatz von 466,4 Millionen Euro, was einem Plus von 9,5 Prozent entspricht. Die "airlinebedingten Verluste" konnten kompensiert werden, sagte Firmengründer Attila Dogudan am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz. Bei den Austrian Airlines habe Do&Co die Sparpakete der letzen Jahren immer mitgetragen, auch dieses Mal mit "Millionenbeträgen". Denn für Dogudan ist es sinnlos, auf einen Vertrag zu pochen, den der Partner nicht einhalten kann. Der neuausverhandelte Vertrag soll bis 2018 laufen.

Auch bei flyNiki ist Do&Co vom Sparkurs der Mutter Air Berlin betroffen. Der neue Vertrag mit Niki - laut Dogudan sind alle Details geklärt - ist allerdings noch nicht unterschreiben. Der Niki-Vertrag soll drei bis vier Jahre laufen. Der größte Umsatzbringer war daher auch im abgelaufenen Finanzjahr das Airline-Catering mit 350 Millionen Euro, das sind rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes.

Verhandlungen mit Big Player in Endphase

Trotz der krisengeschüttelten Airlinebrache dürfte Dogudan einen großen Deal schon fast in der Tasche haben: Einer der Big Players in der europäischen Luftfahrt verhandelt aktuell mit Do&Co - laut Dogudan in der "Endphase". "Niemand fliegt wegen dem Essen", räumte Dogudan ein. Doch das Bordprodukt sei für das Image wichtig. Das Problem sei: Essen ist für Airlines leicht zu streichen und die Manager können sofort Millionen heben. Aber: "Alle expandierenden Airlines, etwa Emirates oder Turkish, investieren in Bord-Menüs", gibt Dogudan zu bedenken. Mit Turkish Airlines hat Dogudan - selber gebürtiger Türke - den Vertrag um fünf Jahre verlängert.

Nicht nur über den Wolken, sondern auch den Bahngleisen ist Do&Co seit 1. April 2012 aktiv. In den ÖBB-Zügen will Do&Co die jährlich 30 Millionen Fahrgäste verköstigen. Für Dogudan ein riesiges Potenzial, weil bisher kaum jemand den Zugservice nutzte. Vorerst habe man das Zug-Catering nur übernommen, sukzessive soll die Qualität auf Do&Co-Niveau gesteigert werden. Dogudan erwartet hier deutliche Umsatzsteigerungen - wenn nicht, "haben wir ein Problem", sagte er. Bei der ÖBB-Ausschreibung habe man mit hohen Umsätzen kalkuliert.

Vier neue "Henry"-Gourmetshops

Die Strategie, das Geschäft zu streuen, will Do&Co auch heuer fortsetzen. In Wien kommen vier neue "Henry"-Gourmetshops dazu - zwei am Bahnhof Wien-Mitte, einer am Hohen Markt in der Wiener Innenstadt und einer im Skylink-Terminal am Flughafen Wien. Auch in der Türkei eröffnen zwei Henry-Shops. Daneben ist Do&Co mittlerweile laut Eigenangaben der größte Caterer von Sport-Großveranstaltungen (Umsatz 2011/12: 46 Millionen Euro). Vorige Woche war man beim Fußball-Champions-League-Finale in München dabei und auch die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wird von Do&Co serviciert. "Die Profitabilität kommt durch den Mix der Geschäftsfelder", sagte Dogudan.

Der Caterer beschäftigte im letzten Finanzjahr um fast ein Zehntel mehr Mitarbeiter. 4166 waren es weltweit, davon 1200 Leute in Österreich. Durch das ÖBB-Catering ist der Personalstand heuer bereits um weitere 500 Mitarbeiter gestiegen. Die meisten Mitarbeiter hat Do&Co in der Türkei - nämlich 2000. Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen es "weit über 5000" sein, so Dogudan. Auf die Frage nach Leiharbeitern antwortete Dogudan, dass der Anteil nicht besonders hoch sei. Bei Sky Gourmet habe es Leasingpersonal gegeben. Für Dogudan ist es ehrlicher, jemanden temporär zu beschäftigen als falsche Hoffnungen zu machen.

 

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Spartak
25.05.2012 00:42
2 0

Do&Co am Zug

ist DIE Enttäuschung des Jahrhunderts. Was wurde da vor ein paar Monaten groß hinaus posaunt... Jetzt gibt es diesen Caterer mittlerweile 2 Monate bei den ÖBB und die Firma ist als solche absolut nicht erkennbar. Kein Firmenlogo auf Uniformen, Speisekarten oder Namensschildern! Schämt sich wohl für seine Leistung. Hunderttausend Ausreden warum es doch nicht so gut läuft... Jetzt erstmals der zarte Hinweis, dass er ein Problem bekommt, wenn die Umsätze nicht besser werden. "Bei der ÖBB Ausschreibung habe man mit hohen Umsätzen kalkuliert..." War wohl seine erste Kalkulation. Es ist halt was Anderes wenn man "klassisches" Geschäft machen muß und jedes einzelne Weckerl den Kunden anbieten und VERKAUFEN muß, als einmal einen Bruttovertrag verhandeln und dann einfach nur verteilen...

1 0

Ein Erfolgsmensch

Der Schinderhannes da ging es ja den Arbeitern unter dem UDSSR Regime besser wie den Arberbeitssklaven bei DOCO

2 0

ja

ein ultra schnorrer der auf kosten andere lebt

Gast: b754
24.05.2012 14:04
1 2

wenigstens haben sie ihn in salzburg verjagt

die haben nämlich auch nichts zu verschenken