22.05.2013 07:01 Merkliste 0

UNIQA startet 2012 mit deutlichem Quartalsgewinn

25.05.2012 | 08:36 |   (DiePresse.com)

Da Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöht sich um 20 Prozent. Das PIIGS-Exposure wurde um 43 Prozent auf 1,166 Milliarden Euro reduziert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der UNIQA-Versicherungskonzern ist mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung ins Jahr 2012 gestartet - und hat seit Ende 2011 sein PIIGS-Exposure deutlich um 43 Prozent auf 1,166 Milliarden Euro gesenkt. Das EGT wuchs im 1. Quartal um 20,2 Prozent auf 54,4 Millionen Euro, und der Konzerngewinn lag mit 30,4 Millionen Euro um 13,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die laufenden Prämieneinnahmen wurden bis März um 2,6 Prozent auf 1,614 Milliarden Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr 2012 wird weiterhin ein EGT angepeilt, das über den 141,8 Millionen Euro des vorvorigen Jahres 2010 liegt, falls es keine gravierenden Börserückschläge, besonderen Naturkatastrophen oder konjunkturellen Verschlechterungen gibt, heißt es im Ausblick.

Der Group Embedded Value der UNIQA Group sank im Geschäftsjahr 2011 "aufgrund der Zinssituation und der damit verbundenen höheren Kosten für Optionen und Garantien sowie der Volatilitäten am Finanzmarkt" um 28 Prozent. In Summe ergab sich für die UNIQA Group 2011 ein Market Consistent Embedded Value von 1,995 Milliarden Euro.

Prämieneinnahmen in CEE höher

Im CEE-Raum steigerte der Versicherungskonzern die laufenden Prämieneinnahmen mit 11 Prozent auf 307 Millionen Euro kräftiger als in der gesamten Gruppe mit 2,6 Prozent auf 1,614 Milliarden Euro. Die gesamten verrechneten Prämien, ebenfalls inklusive Sparanteile der Fonds- und Indexpolizzen - sanken dagegen um 5,4 Prozent auf 1,704 Milliarden Euro, vor allem wegen des Rückgangs der Einmalerläge in Leben in allen Märkten, besonders in Österreich und Italien.

Das sogenannte Annual Premium Equivalent (APE) wuchs im 1. Quartal um 1,7 Prozent auf 1,623 Milliarden Euro. In dieser Berechnung, bei der auch 10 Prozent der im Schnitt ein Jahrzehnt laufenden Einmalerläge mitberücksichtigt sind, glätten sich jährliche Schwankungen.

In Österreich schrumpften die verrechneten Prämien wegen des Einmalerlagsrückgangs um 2,2 Prozent auf 1,055 Milliarden Euro; bei den laufenden Prämien gab es einen Rückgang von 1,2 Prozent auf 1,041 Milliarden Euro.

Die Versicherungsleistungen des Konzerns im Eigenbehalt sanken aufgrund eines weiter guten Schadenverlaufs in Schaden/Unfall und verminderter Zahlungen in Leben um 5,3 Prozent auf 1,044 Milliarden Euro.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

1 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
25.05.2012 13:48
0 0

Nur die Kunden leiden!

Die vielen Versicherten mit Lebens- und Pensionsversicherten, die bekommen schon seit Jahren negative Realzinsen, sogar erheblich negative Realzinsen. Die früheren Versprechungen mit der erwarteten, nicht garantierten, Gewinnbeteiligung, die wurden nicht einmal ignoriert.

Dieses Beispiel Uniqua zeigt es deutlich auf. Die Menschen der Realwirtschaft werden immer ärmer das Monster Finanzunwesen wächst noch immer weiter.

Dieser Kapitalismus kann niemals funktionieren. Es war einmal die Idee, dass das Kapital zum Nutzen der Gesellschaft, also zur Schaffung von realen Leistungen für die Gesellschaft eingesetzt wird und damit einerseits der Gesellschaft bessere Leistung bieten kann, andererseits auch wieder Kapital schafft, welches in weiterer Folge noch bessere Leistungen für die Gesellschaft erbringen kann. Heute aber dient das Kapital immer mehr zum Geldmachen ohne eine Leistung für die Gesellschaft zu erbringen. Es dient auch immer mehr zum Abschöpfen nutzbarer volkswirtschaftlicher Leistungen um die Monster Staatsunwesen und Finanzunwesen zu füttern.
So muss es zwangsläufig zu reduzierten, nutzbaren, volkswirtschaftlichen Leistungen kommen und die Gesellschaft ein Leistungsproblem bekommen. Genau das haben wir in Europa immer mehr.