"Cobin Claims" startet Sammelaktion gegen Google

Nach der Rekordstrafe der EU-Kommission gegen den Suchmaschinenbetreiber will die Plattform ihre erste Sammelaktion starten. Beteiligen sollen sich geschädigte Unternehmen und Endkunden.

FILES-CANADA-PATENT-NETWORKING-INTERNET-COMPUTERS
Schließen
FILES-CANADA-PATENT-NETWORKING-INTERNET-COMPUTERS
Symbolbild – APA/AFP/LOIC VENANCE

2,42 Milliarden Euro Strafe soll Google wegen Missbrauchs seiner Marktmacht zahlen. Bei der Internetsuche über Google bevorzuge Suchmaschinenbetreiber seinen eigenen Shopping-Dienst, lautet im Wesentlichen der Vorwurf. Ein echter, objektiver Preisvergleich werde damit erschwert, zum Nachteil von Unternehmen und privaten Nutzern.

Verhängt hat die Strafe die EU-Kommission. Rechtskräftig ist sie noch nicht, Google wehrt sich gegen die Vorwürfe. Trotzdem könnten sich Betroffene bereits die Geltendmachung von Ansprüchen gegen den Internetgiganten überlegen, meint man bei "Cobin Claims" - die entsprechende "kartellrechtliche Dimension" sei durch den Strafbeschluss erreicht.

Die im März gegründete Plattform für Sammelaktionen bei Massenschäden will in dieser Causa erstmals aktiv werden. Ersatzansprüche gegen Google würden zur Zeit geprüft, aufgrund von Vorarbeiten von Rechtsanwalt Benedikt Wallner. Über den Sommer will man Interessenten sammeln, die sich an einer Aktion gegen Google beteiligen wollen. Von Sammelklage ist noch nicht die Rede: Es gebe eine Reihe möglicher Vorgehensweisen, hieß es am Donnerstag. Ansprechen will man vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich durch das Vorgehen von Google benachteiligt fühlen, und ebenso Endkunden, die meinen, deshalb zu teuer gekauft zu haben.

(red./cka)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    "Cobin Claims" startet Sammelaktion gegen Google

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.