Versicherung für Risken beim Unternehmenskauf

Gewährleistungsversicherung. In den USA ist sie gängig, in Europa kaum bekannt. Erste Anbieter gibt es aber schon.

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Symbolbild Schoppingcenter.
Symbolbild Schoppingcenter. – (c) imago/McPHOTO (Ingo Schulz)

Wien. Ein angelsächsischer Finanzinvestor wollte in Österreich ein Unternehmen kaufen, konkret den Betreiber eines Einkaufszentrums. Und zwar um exakt einen Euro plus Schuldenübernahme. Mit dem Verkäufer wurde er sich schnell einig: Dieser hatte seinerzeit 90 Millionen Euro dafür ausgegeben, davon 60 Millionen Fremdkapital. Dann fielen die Immobilienpreise, das Investment verlor an Wert, die Schulden lasteten immer noch darauf.
Kurz gesagt: Der Deal erschien beiden Seiten fair. Und trotzdem wäre er fast noch gescheitert – an der Frage der Gewährleistung. Das Haftungsrisiko dafür auch noch zu übernehmen, zusätzlich zu den 30 Millionen Euro Verlust des eingesetzten Eigenkapitals, war dem Verkäufer dann doch zu viel.
Es geht um die Haftung für Risiken, die zum Zeitpunkt des Verkaufs zwar schon vorhanden sind, die man aber noch nicht kennt – etwa Produkthaftungsfälle oder andere drohende Rechtsstreitigkeiten, die erst nach der Übergabe schlagend werden. Auch die Bilanzgarantie zählt dazu. Am Ende fand sich auch dafür eine Lösung: Ein Versicherer sprang für das Haftungsrisiko ein.

Das ist drin:

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