Kapitalmarkt

Wird die Wiener Börse noch schlanker?

Eine aktuelle OGH-Entscheidung zum Delisting zeigt, wie dringend Österreich das neue Börsegesetz 2018 braucht. Es soll den Wiener Börsenplatz attraktiver machen und Anleger besser schützen. Doch Experten bezweifeln, dass die Neuregelung geglückt ist.

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(c) Marin Goleminov

Wien. Den Gang an die Börse wägt jede Aktiengesellschaft (AG) lang und genau ab, egal, welchen Handelsplatz sie wählt. Wollte ein Unternehmen jedoch seine Aktien an der Wiener Börse handeln, hatte es noch einiges mehr zu bedenken: „Für eine börsenotierte AG war ein freiwilliger Rückzug von der Börse im Amtlichen Handel nicht möglich. Insofern mussten Unternehmen andere Wege suchen, um ein Delisting herbeizuführen“, sagt Rechtsanwalt Michal Dobrowolski (Freshfields). „Die fehlende Rückzugsmöglichkeit war für den Standort Wien stets ein Wettbewerbsnachteil. Deutschland, Polen Italien, Großbritannien, ja auch Kroatien sehen ein freiwilliges Delisting in ihren Rechtsordnungen vor.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2017)

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