Steuern: Aus 155 Euro werden 20 Euro für den Friseur

12.02.2012 | 18:33 |  HELMUT MORITZ (Die Presse)

Wie viel muss ein Arbeitgeber zusätzlich zahlen, damit sein Arbeitnehmer sich einen weiteren Haarschnitt leisten kann? – Eine Rechnung als Plädoyer gegen die bevorstehende Erhöhung der Steuerlast.

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Wien. Nun liegen die Details zum „größten Sparpaket der Republik“ also vor. Obwohl die Voraussetzungen, mit dem Paket den großen Wurf zu landen, wohl kaum besser hätten sein können, sind die notwendigen wesentlichen Strukturreformen ausgeblieben. Zwar kann man den Regierungsparteien gewisse Bemühungen, auch ausgabenseitige Maßnahmen zu treffen, nicht absprechen, zu einem wesentlichen Anteil erfolgt die Finanzierung aber doch wieder einnahmenseitig. So kommt z.B. eine Besteuerung der Immobiliengewinne (Abschaffung der Spekulationsfrist, Besteuerung von Umwidmungsgewinnen, aber auch Einschränkung des Vorsteuerabzugs). Das so generierte Aufkommen wird aber leider nicht dazu verwendet, die Lohnnebenkosten zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft zu stärken. Ganz im Gegenteil werden vor allem auch wieder die Arbeitnehmer zur Kasse gebeten. Wie bereits zuvor angekündigt, wird ein „Solidarbeitrag“ von „Spitzenverdienern“ eingehoben. Dafür, dass die Belastung aber auch die weniger gut Verdienenden trifft, sorgt eine Erhöhung der Höchstbemessungsgrundlage in der Sozialversicherung. Bevor aber den Steuerzahlern weitere Steuern und Abgaben aufgebürdet werden, sollte man sich ein Bild von der tatsächlichen Abgabenbelastung machen, da die bloße Orientierung an Steuersätzen zu kurz greift.

Insbesondere bei Gehältern bleibt die wahre Belastung nämlich meist im Verborgenen. Der Grund dafür ist, dass die Lohnsteuer, aber auch sämtliche Sozialabgaben vom Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt werden. Die meisten Arbeitnehmer interessiert im Wesentlichen, „was netto übrig bleibt“. Das ist schade, denn eine gewisse Transparenz in diesem Bereich würde der derzeit geführten Diskussion nicht schaden.

Ein paar Fakten: Einkommen ab 60.000 Euro jährlich unterliegen dem Spitzensteuersatz von 50%. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Neben den Steuern sind vom Arbeitnehmer bis zu einem Einkommen von (derzeit noch) 4230 Euro monatlich (Höchstbemessungsgrundlage) Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 18,05% zu zahlen. Und schließlich – diese Tatsache bleibt für Arbeitnehmer meist vollständig verborgen – zahlt der Arbeitgeber vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers noch einmal bis zu 31,26% Lohnnebenkosten. De facto bedeutet dies, dass die Gesamtbelastung schon bei recht bescheidenen Gehältern in Höhe von ca 2500 Euro brutto monatlich 50% beträgt.

Da bloße Prozentsätze sehr abstrakt sind, soll die Auswirkung unseres Steuer- und Sozialversicherungssystems anhand einer Frage etwas plakativer dargestellt werden: Wie viel muss ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer (zusätzlich) zahlen, damit dieser sich einen (zusätzlichen) Haarschnitt leisten kann, für den dem Friseur 20 Euro netto verbleiben? Die kaum zu glaubende Antwort: 155 Euro.

Um auf diesen Betrag zu kommen, muss der Arbeitgeber nämlich zunächst einmal ein Bruttogehalt von 118 Euro auszahlen. Dabei sind Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 36,80 Euro (zusätzlich) zu entrichten und Arbeitnehmerbeiträge in Höhe von 21,30 Euro abzuziehen. Somit verbleiben nur noch 96,70 Euro. Diese werden der Einfachheit halber – Experten mögen hier eine kleine Ungenauigkeit bezüglich der Höchstbemessungsgrundlage nachsehen – einem Steuersatz von 50% unterworfen. Nach Steuern und Sozialversicherung ergibt sich ein Nettobetrag von 48,35 Euro. Diesen Betrag (35 Cent als steuerfreies Trinkgeld) bezahlt der Arbeitnehmer dem Friseur für den Haarschnitt. Der Friseur hat seinerseits gleich einmal acht Euro als Umsatzsteuer abzuführen. Sollte er ein Einkommen von 60.000 Euro jährlich erzielen, muss er zusätzlich die Hälfte von 40 Euro als Einkommensteuer an den Finanzminister abführen. Von den ehemals vom Arbeitgeber bezahlten 155 Euro verbleiben dem Friseur noch 20 Euro. 135 Euro versickern in den Abgründen unseres Sozialstaates. Unglaublich, oder?

Nun kann dem natürlich entgegengehalten werden, dass das Beispiel von einem Spitzensteuersatz von 50% ausgeht und diese Belastung ohnehin nur die „Besserverdiener“ treffe. Aber auch dann, wenn unser Friseur ein Kleinverdiener ist, muss er von jedem Euro, den er über 11.000 jährlich verdient, 53 Cent (26,68% Sozialversicherung, 36,5% Einkommensteuer auf den Nettobetrag) an den Finanzminister abgeben.

 

Mehrwert- auf Mineralölsteuer

Doch es geht noch weiter. Der Friseur hat drei Kunden und verdient somit 60 Euro. Dass mit diesen Einkünften auch Kosten wie Miete, Betriebsmittel und Gehälter verbunden sind, lassen wir einmal außer Acht. Mit den 60 Euro tankt der Friseur sein Auto voll. Pro Liter Benzin zahlt er 48,2 Cent Mineralölsteuer. Damit jedoch nicht genug, werden auf den Benzinpreis (und somit auch auf die Mineralölsteuer selbst!) noch einmal 20% Mehrwertsteuer erhoben. Die Steuerbelastung für einen Liter Benzin beträgt somit ca 51%.

Die Liste der Steuerbelastungen ließe sich noch lange fortführen. Als nächstes wäre wohl die Belastung der Raucher durch die Tabaksteuer anzuführen, bezüglich welcher aber mangels persönlicher Betroffenheit des Autors keine Berechnungen durchgeführt wurden.

Schon die wenigen Beispiele zeigen aber, dass das System einnahmenseitig ausgereizt ist. Jeder Politiker, der dies nicht verstehen will, sollte – zumindest kurz – ein kleines Unternehmen führen und monatlich Gehälter seiner Mitarbeiter inklusive Lohnnebenkosten auszahlen. Vielleicht würde dann verstärkt der Versuch unternommen werden, die ausufernden Staatsausgaben in den Griff zu bekommen, statt sich ständig Gedanken über neue Steuern zu machen.

Dr. Helmut Moritz ist Steuerberater in Wien und Lektor am Institut für Finanzrecht der Universität Graz.

Auf einen Blick

Damit ein Unternehmer netto 20€ von seinem Kunden einnehmen kann, muss dieser von seinem Arbeitgeber 155 € brutto mehr erhalten: 36,80 € sind Arbeitgeber-, 21,30 € Arbeitnehmerbeiträge, nach Steuern und Sozialversicherung bleiben 48 €. Der Unternehmer zahlt 8 € Umsatz- und bis zu 20 € Einkommensteuer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2012)

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25 Kommentare
 
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Gast: fuge
23.03.2012 10:04
0

primitive polemik und falsch obendrein

mal iefert nicht ab und das geld versumpert dort.

zitat:
Aber auch dann, wenn unser Friseur ein Kleinverdiener ist, muss er von jedem Euro, den er über 11.000 jährlich verdient, 53 Cent (26,68% Sozialversicherung, 36,5% Einkommensteuer auf den Nettobetrag) an den Finanzminister abgeben.

die sozialversicherung ist eine pflichtversicherung, man kommt nicht drum herum (wollen Sie US-Zustände?); aber es gibt klar definierte gegenleistungen wie bei der kfz versicherung. wo ist da das problem.

dass nicht jeder steuer-euro in meinem sinne verwendet wird. geschenkt.
ein gutteil kommt direkt zurück (förderungen tec) und ein anderer teil indirekt.

nur weil die schwarzen korrupt sind, kann ich nicht das ganze steuersystem in frage stellen.

Gast: Rancoon
19.02.2012 23:45
0

Bescheiden ?

Was 2500 Eur soll ein bescheidenes Gehalt sein? Wenn es nach den Vorstellungen der SPÖ-Kärtnen geht, sollen Akademiker mit beinahe so einem "bescheidenen Gehalt" eine Akademikersteuer zahlen!

Immerhin verdient z.B. ein 32 jähriger Gymnasiallehrer auch schon diesen unverschämt hohen Betrag.

Und die vollangestellten wissenschaftlichen Kollegen des Autors auf der Uni verdienen das vielleicht sogar schon im zarten Alter von 30!!
(wenn sie es bis dahin zum Ass.prof geschafft haben).

Ein paar Schöheitsfehler

Vorweg: Ich glaube nicht, dass wir zu wenig Steuern zahlen, aber:
1. Die Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage bewirkt schließlich auch eine Erhöhung der Pension. Soll ma's einfrieren? Bis alle eine Volkspension nach dem jetzigen Gegenwert von € 1000,- haben?
2. Transparenz: Wer lesen kann, kann jetzt schon seine Steuer und DN-Beiträge ablesen. Gegen die Anführung der DG-Beiträge wehren sich die roten Vorfeldorganisationen ÖGB und AK.
3. Die zitierten Beitragssätze sind nach meinen Recherchen falsch: Für Angestellte beträgt der DN-Beitrag 17,07% (nicht 18,05%), der DG-Beitrag 20,78% (und nicht horrende 31,26%).
4. Gänzlich unseriös wird die Berechnung unter Beachtung der Höchstbeitragsgrundlage von € 4230/m, denn € 118/h ergeben bei 38,5 h/W ein Bruttogehalt von € 19.671! D.h., dass pro Arbeitsstunde nicht € 44,6, sondern € 9,6 (DG+DN zus.) abgezogen werden. Alles mit 50% zu versteuern als "Unschärfe" zu verniedlichen, kann nicht einmal durchgehen, wenn man's "locker" nimmt. Ebenso unseriös ist die Annahme, ein Friseur würde über € 60.000,-/a verdienen und das ganze dann pauschal mit netto die Hälfte anzusetzen.
Alles in allem: Ausser einfältiger Polemik keine Information. Wundern wir uns nicht über die Ergebnisse unserer Studenten, wenn jemand mit derartigen Denkfehlern an unseren Unis vortragen darf.
p.s.: Wie kommt sowas in "Die Presse"?

Antworten Gast: Unsinn
20.02.2012 14:43
0

Re: Ein paar Schöheitsfehler

Herr Brandhuber auch Ihre Recherchen lassen zu wünschen übrig, wie zb.

Der tatsächliche DN-Anteil der SV beträgt 18,07 % und auch die angeführten Lohnnebenkosten von bis zu 31,26% lt. Presseartikel entsprechen der Wirklichkeit. Mit Lohnnebenkosten sind gemeint SV Angest. 21,70% plus 4,5% DB + 0,41% DZ + 3% KO + 1,53 MV usw.

Überarbeiten sie ihre recherchen und lesen sie richtig bevor sie falsch korrigieren.

Wo ist der Denkfehler ... ?

Ich hab das schon vor zwanzig Jahren einmal mit meinen Mitarbeitern durchgespielt: 30.000 Schilling Brutto-Gehalt, incl. LNK des Arbeitgebers, bis zum Ende des Ausgebens. Wir sind auf rein einkommens-, NICHT staatsbezogen wirksame Anteile von 10 % gekommen.

Seither überlege ich, wo ich einen Denkfehler habe, wenn ich von einer Staatsquote von 54 % oder 60 % lese. Denn ich komme auf viel viel mehr.
Aber ich habe ihn noch nicht gefunden.

Gast: JD69
16.02.2012 23:36
0

Toller Artikel - Danke !

Informatives Zeitungsniveau welches den Bildungsauftrag vieler Institutionen erfüllt/ersetzt.
Sowas möchte ich in der Presse lesen, bitte mehr davon !!

Gast: Plus & Minus
15.02.2012 03:59
0

Faszinierend, wie weit man mit Grundrechenarten kommt

Wenn sich jemand die Mühe macht, sie anzustellen.
Danke an den Autor! P.S.: Die SV des Friseurs wurde ja bereits von Vorpostern erwähnt.

Gast: strelizie
14.02.2012 17:28
0

Klage vor dem Verfassungsgericht?

Vielleicht sollte die heilige Arbeiterkammer einmal vor dem Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung der Bürger klagen. So wie in der Schweiz, müssten die unselbständig Beschäftigten auch bei uns das Bruttogehalt ausbezahlt bekommen und ihr Einkommen einmal jährlich über die Einkommenssteuererklärung melden. Die Sozialversicherung könnte man wie beim Auto in eine Versicherungspflicht umwandeln, wo, wie hoch und wofür (über die ärztliche Grundversorgung hinaus) sollte jeder selbst entscheiden können. Dann wären alle Bürger, die unselbständig Erwerbstätigen un die selbständig Erwerbstätigen gleich behandelt.
Die Arbeitgeberbeiträge gehörten überhaupt abgeschafft, sie ist eine Zwangs- und Strafabgabe für jene, die in Österreich Arbeitsplätze schaffen. Der Staat zahlt für die eigenen Beamten auch keine Arbeitgeberbeiträge. So wäre der Staat auch gezwungen, seine Ausgaben den Einnahmen anzupassen. So lange er direkten Zugriff auf die Geldbörse des Großteils der Bevölkerung hat, wird nichts besser werden. Die Schweizer kennen nur Einkommenssteuerpflichtige und dort ist der Staat auch nicht bankrott.

Kleiner Denkfehler

Es ist richtig, dass "der Staat" (Bund, Länder, Gemeinden) - für die pragmatisierten Bediensteten - keinen Dienstgeberbeitrag zur Pensionsversicherung leistet. Dafür zahlt er die Pensionen selbst und nicht die PVA. Für Vertragsbedienstet wird genau so der DG-Beitrag bezahlt, da die auch eine ASVG-Pension erhalten.

Trotzdem bin ich der Ansicht, dass die Wahrheit für die Dienstnehmer zumutbar ist, d.h.: Oben den Bruttobetrag - incl. "DG-Beiträge" - angeben, darunter die gesamten Abzüge und unten Netto. Die Abgaben und Beiträge sollten jedoch gleich abgezogen werden, denn viele sind einfach nicht in der Lage (oder willens), diese Beiträge "auf die Seite zu legen".

Man kann es nciht oft genug wiederholen

in Österreich gibt es einen gigantischen Staatsapparat, der das Volk (in der Privatwirtschaft), das das Geld verdient, abkassiert, um später einen kleinen Teil in Form von Subventionen und Förderungen wieder zurückzuführen - natürlich wieder nur an gewisse Gruppen (politische Freunde und Lobbyistenvereine).

Die größten Profiteure dieses System sind Politiker und Leute, die nicht hart arbeiten wollen.

Gast: 777
14.02.2012 11:26
0

Trifft den Nagel auf den Kopf

Aber 2 Ungenaugigkeiten:
1. SV für den Friseur fehlt
2. wenn der Kunde noch unter der SV Höchstbemessung ist, dann kann er eigentlich noch nicht in der 50% Progression sein. (zumindest ist die Überchneidung klein falls ich mich täuschen sollte)

In Summe sind wir dann wieder dort, da beides gegenläufig ist.

Re: Trifft den Nagel auf den Kopf

Dei 50% stimme ninsoferne auch nicht, da unter Berückscihtigung des 13. und 14. Gehaltes er Höchstteuersatz bei ca. 44% liegt und das ist auch nicht der durchschnittliche Steuersatz.

Es ist noch Suppe da.

Das Beispiel zeigt daß uns nach Abgaben nur 20/155=13% bei einem einzigen Transfer-Umsatz übrigbleiben, die kaum erhöhbare Staatsquote wäre 87%.
Dies wissen unsere Politiker, daher wollen sie nun auch noch unsere Vermögenssubstanz einziehen. (Kapitalzuerwerbs-,Vermögens- und Erbschaftssteuer)
Am Ende werden wir Alle besitz- und motivationslose Hungersklaven sein, wie es in kommunistischen Staaten a´la Nordkorea so üblich ist.

Gast: severino
14.02.2012 07:53
0

Immer mehr Haushalte ohne Geld

Keine Wunder mehr !!!!!!

Inflationsangst steigt
Immer mehr Haushalte ohne Geld

http://www.biallo.at/artikel/Geldanlage/inflationsangst-steigt-immer-mehr-haushalte-ohne-geld.php

Gast: 4545
13.02.2012 23:05
3

polemischer Artikel,

Lohnverrechner ist der Autor sicher nicht.

Gast: 1. Parteiloser
13.02.2012 17:46
2

Staatswirtschaft = Planwirtschaft = Mangelwirtschaft und braucht immer Geld zur Existenz!

Tatsächlich kommt doch die irre Abgabenhöhe nur durch die irren Staatsausgaben. Staatsausgaben, welche nach Plan 2012 gesamte 158.000 Mio. Euro betragen sollen, also irre 44.000.- Euro pro Haushalt und Jahr.

Von diesen 158.000 Mio. sind nur etwa 35.000 Mio. Euro monetäre Transferleistungen an die Bürger der Realwirtschaft (Pensionen 30.000 Mio., Arbeitslose ca. 2.500 Mio., anderes wie Mindestsicherung auch ca. 2.500 Mio.).

Diese Staatlichkeit hat also jährliche interne Kosten von irren 120.000 Mio. Euro. Das sind die Kosten um ein Minimalservice der staatlichen Dienstleistungen an die Bürger zu finanzieren, aber auch um die kranken Ruhegenüsse weiter bezahlen zu können.

Der Wahnsinn der Korruption (jährlicher Schaden zwischen 3.000 und 6.000 Mio. Euro), dem korrupten Posterl- und Amterlschacher, der kranken Parteienfinanzierung bei Leistungsminimierung im öff. Dienst, der braucht gewaltige Zuwendungen der Menschen der Realwirtschaft, welche mit Zwangsabgaben eingetrieben werden müssen.

Das Grundübel ist doch die Korruption der Parteien, welche den Posterlschacher als wesentliches Tagesgeschäft sehen. Ein Leistungsgedanken existiert nicht nur der Protektionsgedanken.

Diese Umverteilung, per Gesetz!, wurde von Lobbyisten im Ö NR so gemacht. Eine Umverteilung, welche nicht nur ein großes Wirtschaftsverb.rechen darstellt, sondern auch ein Verb.rechen gegen die Menschenrechte ist.

Staatswirtschaft = Planwirtschaft = Mangelwirtschaft!

Gast: JSP
13.02.2012 08:57
2

Sozialversicherung

...vergessen wurde im Beispiel des Friseurs, dass auch dieser Sozialversicherung zu bezahlen hat, womit diesem von den € 48,35 nur noch € 10-15 übrig bleiben!

Re: Sozialversicherung

Warum soll er von der SV befreit sein? Er braucht - hin und wieder - ärztliche Behandlung, einen Spitals/Kuraufenthalt, später eine Pension.
Die Beiträge zur SV verpuffen nicht. Demgegenüber stehen Leistungen.

Antworten Antworten Gast: Antisozialist
14.02.2012 08:06
3

Re: Re: Sozialversicherung

Diese "Leistungen" werden mir mittels "Leistungsblatt" mitgeteilt. Meine Beiträge an die SV scheinen auf diesem Leistungsblatt nicht auf. Ein Vergleich zeigt aber die enormen Kosten für diese "Leistungen" auf.

Ich würde auch lieber die "Leistungen" selber bezahlen, ohne Zwangsabgaben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Hut
14.02.2012 09:57
2

Re: Re: Re: Sozialversicherung

Ich garantiere Ihnen dann, dass Sie sich die neue Hüfte oder die Banscheiben OP mit 50 dann nicht leisten können.
Wobei auch mir die Pflicht eine bestimmte Krankenkasse zu nehmen ein Graus ist. Jeder sollte sich seine Krankenkasse aussuchen können.


Re: Re: Re: Re: Sozialversicherung

Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass Leute die in 5 Jahren oder später in Pension gehen noch gratis Hüften geschweige denn über haupt noch eine vernünftige staatliche Pension bekommen werden. Der Staat ist pleite!

Re: Re: Sozialversicherung

Und wenn Leute diese "Leistungen" wollten oder brauchten würden sie diese selbst kaufen. Ganz ohne Zwang und Gewalt...

Steuererhöhungen - der Zusammenbruch naht

• Wir haben eine Steuerbelastung erreicht bei der zusätzliche Steuererhöhungen zu Steuermindereinnahmen führen werden. Höhere Steuern führen zu Schwarzarbeit, Nicht-Arbeit, Auswanderung, Auslagerung, Betriebsschließungen, Stellenabbau, Ersatz von Arbeit durch Maschinen, Steuervermeidung, Steuerhinterziehung,…
• Das „Sparpaket“ der Regierung ist kein Sparpaket. Sparen heißt weniger ausgeben als zuvor. Was die Regierung macht ist lediglich manche Ausgaben weniger stark ansteigen zu lassen. Gepaart mit massiven Steuererhöhungen (=Steuermindereinnahmen) wird dies zu noch größeren Defiziten in der Zukunft führen.
• Würde die Regierung wirklich sparen (Schulden abbauen), hätten wir eine Rezession von ca. -10%. Diese gesunde Korrektur der vorherigen Exzesse würde man aber wohl nicht zulassen, und man würde erneut mit neuen Schulden „gegensteuern“. Endresultat der Schuldenorgie: Hyperinflation/Währungsreform. Es ist leider unausweichlich. Der einzige Trost ist, dass die Leute, die jetzt vom Staat leben von der kommenden Krise am allerhärtesten getroffen werden.

Re: Steuererhöhungen - der Zusammenbruch naht

Volllkommen richtig bemerkt.

Ich bin mir aber nicht sicher, dass diejenigen, die jetzt schon vom Staat leben, am meisten betroffen sein werden.

Ich denke, die Mitelschicht (die nicht mehr so hohe Subventionen kassiert) wird es am Härtesten treffen. Reiche werden den Einschnitt halbwegs gut verkraften können, bzw. werden diese international ihr Risiko streuen.

Antworten Gast: Antisozialist
14.02.2012 08:09
3

Re: Steuererhöhungen - der Zusammenbruch naht

100% Zustimmung!

Man kann nur hoffen, daß es bald ein Ende mit Schrecken gibt. Danach kanns wieder aufwärts gehen.

 
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