Motorschäden: EU nimmt VW-Umrüstungen ins Visier

Die EU-Kommission warnt nach einem Bericht des "Spiegel" vor Motorschäden bei Autos, die wegen des Dieselskandals umgerüstet wurden.

Nach dem VW-Software-Update können Komponenten stärker beansprucht werden.
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Nach dem VW-Software-Update können Komponenten stärker beansprucht werden.
Nach dem VW-Software-Update können Komponenten stärker beansprucht werden. – (c) APA/dpa/Julian Stratenschulte

Mit ihrer Warnung vertritt die EU- Kommission einen anderen Standpunkt als Volkswagen. "Man kann davon ausgehen, dass durch die neue Steuerungssoftware Komponenten stärker beansprucht werden", zitierte das Magazin einen nicht namentlich genannten Beamten der EU-Kommission am Freitag auf seiner Internetseite. Diese Erkenntnis stamme von Experten eines Prüflabors der EU in Italien. Das "Vehicle Emissions Laboratory" habe den Verdacht, dass der erneuerte Partikelfilter vorzeitig versagen könne.
Ein VW-Sprecher bekräftigte dagegen: "Es gilt nach wie vor, dass das Software-Update keine nachteiligen Einflüsse auf den Verbrauch oder die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten haben wird." Die EU-Kommission war nicht unmittelbar zu einer Stellungnahme zu erreichen.

VW soll in die Pflicht genommen werden

Die EU-Kommissarin für Justiz und Verbraucherschutz Vera Jourova und Verbraucherschützer fordern von dem Konzern rechtlich bindende Garantieerklärungen dazu. Wie der "Spiegel" berichtet, verhandelt der Verbraucherzentrale Bundesverband mit VW derzeit über diese Frage. In Europa müssen mehr als acht Millionen der weltweit elf Millionen Dieselfahrzeuge mit manipulierter Abgasreinigung durch eine Umrüstung wieder gesetzeskonform gemacht werden.

(Reuters)

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