Tiroler Strick- und Walkwaren-Manufaktur in Konkurs

Die Tiroler Strick- und Walkwaren GmbH hat Konkurs angemeldet. Sie hat Passiva von drei Millionen Euro.

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Elke Mayr / WB

Über das Vermögen der Tiroler Strick und Walk GmbH, Wörgl, wurde am Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren eröffnet, berichten die Gläubigerschutzverbände AKV und KSV1870. Von der Insolvenz sind 22 Dienstnehmer betroffen. Zur Masseverwalterin wurde Rechtsanwältin Bettina Presl aus Fügen, bestellt. Die erste Prüfungstagsatzung wurde mit 15. Mai festgelegt.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2014 gegründet, erzeugt und vertreibt hochwertigen Walk- und Strickprodukten. Die Eigentümer übernahmen dabei Betrieb der Richard Stapf GmbH, dessen Historie bis ins Jahr 1962 zurück reicht. In den vergangenen Jahren wurden beträchtliche Investitionen getätigt. Die geplante Rückführung der finanzierten Beträge war aufgrund von rückläufigen Umsatzzahlen letztlich nicht mehr möglich. Insgesamt ist die Situation am - von der Schuldnerin bedienten - Markt sehr vom starken Wettbewerb geprägt. Aufgrund einer verspäteten Auslieferung von Ware im letzten Jahr erlitt das Unternehmen bei seinen Kunden einen Vertrauensverlust, welcher in der neuen Saison nicht mehr auszumerzen war.

Der Jahresabschluss zum März 2016 weist ein massiv negatives Ergebnis aus, es konnte offensichtlich eine Trendumkehr in den letzten Monaten von der Geschäftsleitung trotz entsprechender Bemühungen nicht erreicht werden, heisst es.

Die Passiva werden mit rund drei Millionen Euro beziffert. Gläubigerschützer gehen davon aus, dass ein Großteil der beteiligten Bankgläubiger aufgrund von bestehenden Haftungen und Sicherheiten kaum mit Ausfällen zu rechnen haben werden. Lieferantenverbindlichkeiten und Rückstände bei der öffentlichen Hand dürften bei etwa  480.000 Euro liegen. Dazu kommen noch die Verbindlichkeiten bei der Vermieterin der Betriebsräumlichkeiten. Weiters gibt es laut Insolvenzantrag Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Die von der Schuldnerin genutzten Gebäude sind angemietet. Handwerker, welche Leistungen für den Bestandgeber erbracht haben, sind von dieser Pleite nicht betroffen. Klar sei allerdings, dass die von dieser Insolvenz betroffenen Dienstnehmer unsicheren Zeiten entgegen sehen.

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