Uber-Spitzenmanager gibt nach sieben Monaten auf

Marketingfachmann Jeff Jones ist nicht der erste, der beim Fahrdienstvermittlers Uber nach kurzer Zeit das Handtuch wirft.

Photo illustration of logo of car-sharing service app Uber on a smartphone over a reserved lane for taxis in a street in Madrid
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REUTERS

Der neue Präsident des Fahrdienstvermittlers Uber gibt seinen Posten nach kaum sieben Monaten wieder auf. Der Marketingfachmann Jeff Jones war vom Einzelhändler Target zu Uber gekommen, um die nach einer Reihe von Skandalen angeschlagene Reputation der wachstumsstarken einstigen Startup-Firma wieder zu verbessern. Uber nannte am Sonntag keine Gründe für Jones' Weggang.

Allerdings könnte eine Rolle gespielt haben, dass Uber in diesem Monat die Stelle eines Chief Operating Officers (COO) ausgeschrieben hatte, der das Unternehmen zusammen mit Vorstandschef Travis Kalanick leiten soll. Jones war bisher für einige Aufgaben eines COO zuständig gewesen und galt Beobachtern als die Nummer zwei bei Uber hinter Kalanick. "Wir möchten Jeff für seine sechs Monate beim Unternehmen danken und wünschen ihm alles Gute", erklärte ein Firmensprecher.

Jones setzt Serie fort

Jones setzt eine Reihe von Spitzenmanagern fort, die das Unternehmen verlassen haben. Im vergangenen Monat wurde der hochrangige Technik-Experte Amit Singhal nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung bei seinem früheren Arbeitgeber Google gebeten, Uber zu verlassen. In diesem Monat stiegen der für Produkte und Wachstum zuständige Vizepräsident Ed Baker und der leitende Sicherheitsexperte Charlie Miller aus. Der frühere US-Justizminister Eric Holder geht in einer firmeninternen Untersuchung Vorwürfen einer früheren Mitarbeiterin nach, Uber lasse sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu.

Uber, ein Vermittler von Fahrdienstleistungen in Privatwagen, gilt in Geschäftsdingen als rücksichtslos und aggressiv. Seit seinem Start in Europa vor fünf Jahren läuft das traditionelle Taxi-Gewerbe in mehreren Ländern Sturm gegen die neue Konkurrenz, die zahlreichen Ländern mit juristischen Hindernissen zu kämpfen hat.

(APA/Reuters)

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