Millionenpleite einer Haustechnik-Firma

Die steirische HLS Haustechnik ist mit Passiva von 1,2 Millionen Euro in die Insolvenz geschlittert. Ebenfalls pleite: die Wiener Beteiligungsfirma Adria.

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FOLTIN Jindrich / WB

Über das Vermögen der HLS Haustechnik GmbH aus Oberwölz Stadt wurde am Landesgericht Leoben ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Wie die Gläubigerschutzverbände AKV und KSV1870 berichten, sind von der Pleite 13 Dienstnehmer und rund 50 Gläubiger betroffen. Aktiva von 266.000 Euro stehen Passiva von knapp zwei Millionen Euro gegenüber. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Gernot Prattes aus Bruck an der Mur bestellt. Forderungen können bis 23. August angemeldet werden.

Das Unternehmen von Walter Miedl hat 2012 – de facto als Nachfolgeunternehmen - Baustellen der insolventen Firma Jürgen Zeiringer übernommen. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass die übernommen Baustellen nicht positiv abgeschlossen werden konnten. So zeigte sich auch der Kostenfaktor für das übernommene Personal als erheblich, da im Branchenvergleich die Personalkosten deutlich niedriger sind. Es wurde versucht, über Großaufträge in Wien die Umsätze zu steigern, was jedoch aufgrund der Entfernung  wegen der erhöhten Spesen bloß ein weiterer Kostenfaktor war.

Eine Fortführung des Unternehmens ist geplant, zumal aktuell ausreichend Aufträge vorhanden sein sollen. Auf Projekte außerhalb der Steiermark will man verzichten. Nach erfolgter Sanierung möchte sich die Firma primär im regionalen Wohnbau und privaten Hausbau engagieren.

 

Millionenpleite in Wien

Auch in Wien gibt es eine Millionenpleite: Über das Vermögen der Adria Beteiligungs GmbH wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Das Unternehmen, hinter der die Schkweizer MW Group Holding steht, war ursprünglich an kroatischen Firmen beteiligt und programmierte zuletzt die Internetplattform für Spiele. Die Gesamtforderungen der Gläubiger beträgt derzeit laut AKV knapp 3,5 Millionen Euro.

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