Uber expandiert in Russland mit lokalem Rivalen

Die Russen werden die Mehrheit an der gemeinsamer Firma halten. Zusammen wollen die Anbieter zudem in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan und Weißrussland auftreten.

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Gelbes Uber-Taxi in Moskau – (c) imago/Russian Look (imago stock&people)

Uber gibt seinen Versuch auf, den russischen Markt im Alleingang zu erschließen. Der Fahrdienst-Vermittler legt sein Geschäft in dem Land mit dem russischen Rivalen Yandex-Taxi zusammen, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

In der neuen Firma wird der russische Internet-Konzern Yandex die Mehrheit von gut 59 Prozent halten. Bei Uber sollen knapp 37 Prozent liegen, den Rest bekommen die Mitarbeiter. Der Chef von Yandex-Taxi, Tigran Chudawerjan, soll auch an der Spitze des gemeinsamen Unternehmens stehen. Zusammen wollen die Anbieter zudem in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan und Weißrussland auftreten.

Auch China-Expansion mit Partner

Genauso hatte Uber im vergangenen Jahr schon sein Vorgehen im chinesischen Markt geändert. Nach Milliarden-Verlusten in einem ruinösen Preiskampf ging der US-Konzern schließlich mit dem größten chinesischen Konkurrenten Didi Chuxing zusammen. Auch Yandex-Taxi schreckte nicht vor Rabattschlachten zurück.

Die gemeinsame Firma werde auf 35 Millionen Fahrten pro Monat kommen und sei in 127 Städten aktiv, betonten die Partner. Uber erklärte, man habe in den vergangenen drei Jahren rund 170 Mio. Dollar (148,48 Mio. Euro) in der Region investiert. Damit verlor Uber dort deutlich weniger Geld als in China.

Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss seien bereits im Februar eingeleitet worden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Uber wächst weiterhin schnell, fährt aber nach wie vor Milliardenverluste ein. Marktbeobachter stellen immer wieder infrage, ob Uber ohne Änderungen am Geschäftsmodell jemals profitabel werden kann. Das Start-up nahm mehr als zehn Mrd. Dollar (8,73 Mrd. Euro) bei Investoren ein und wurde dabei laut Medienberichten mit bis zu 69 Mrd. Dollar (60,27 Mrd. Euro) bewertet. Diese Investoren wollen irgendwann bei einem Börsengang Kasse machen und setzen darauf, dass Uber schneller in die Gewinnzone kommt.

 

(APA/dpa)

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