Chemiekonzern Lanxess kauft in den USA zu

Der Spezialchemiekonzern Lanxess baut sein Nordamerika- Geschäft mit einer Übernahme aus und steuert nach einem Gewinnsprung im Quartal auf Rekordergebnisse im Gesamtjahr zu.

Das Kölner Unternehmen Lanxess will dem belgischen Rivalen Solvay Produktionsanlagen für Phosphorchemikalien im US-Bundesstaat South Carolina abkaufen, wie Lanxess am Mittwoch mitteilte. Das Geschäft soll im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden, der Kaufpreis wurde zunächst nicht bekannt. Den Jahresumsatz des Standorts bezifferte Lanxess mit 65 Millionen Euro. In der Fabrik stellen rund 90 Mitarbeiter Phosphorchlorid sowie Folgeprodukte beispielsweise für den Flammschutz und für Agrarchemikalien her.

Mit der Übernahme stärkt Lanxess sein Additiv-Geschäft, das im dritten Quartal vor allem dank der im April abgeschlossenen Übernahme des US-Rivalen Chemtura brummte. Umsatz und Gewinn konnten in dieser Sparte mehr als verdoppelt werden. Damit gelang es Lanxess, den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) insgesamt um 35 Prozent auf 347 Millionen Euro zu steigern, obwohl der Gewinn in dem seit längerem schwierigen Kautschuk-Geschäft um 17 Prozent zurückging. Der Gesamtumsatz wuchs von Juli bis September um ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro. "Lanxess ist gut in Fahrt", resümierte Vorstandschef Matthias Zachert. Seine 2005 von Bayer abgespaltene Gesellschaft nimmt für 2017 weiter Kurs auf ein Rekordergebnis. Das untere Ende der angepeilten Ebitda-Spanne hob Zachert um 25 Millionen Euro an. Lanxess nimmt nunmehr 1,25 bis 1,3 Milliarden Euro ins Visier.

(Reuters)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Chemiekonzern Lanxess kauft in den USA zu

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.